BANGKOK, THAILAND – In Bangkoks Bezirk Nong Chok erhebt eine Mutter schwere Vorwürfe gegen einen Lehrer einer islamischen Religionsschule: Ihr neunjähriger Sohn soll 17-mal geschlagen worden sein und blaue Flecken davongetragen haben.
Vorfall nach dem regulären Schultag
Die 25-jährige Mutter Thinyada suchte Hilfe bei Ekkapop Lueangprasert, dem Gründer der Seite Sai Mai Tong Rod, nachdem ihr Sohn nach dem abendlichen Religionsunterricht verletzt nach Hause gekommen sein soll.
Nach Angaben der Mutter passierte der Vorfall am 13. März, nachdem der Drittklässler nach der normalen Schule zusätzlich Abendunterricht an der religiösen Einrichtung besucht hatte.
Blaue Flecken statt Bagatelle
Zunächst habe sie die Strafe für harmlos gehalten, weil der Junge lediglich sagte, er sei „geschlagen“ worden.
Erst zu Hause habe sie deutliche Hämatome und Schlagspuren am Arm gesehen, die sie nach eigener Darstellung nicht mehr als normale Disziplinarmaßnahme einordnen konnte.
17 Fehler – 17 Schläge
Der Junge habe später erklärt, er sei 17-mal geschlagen worden, weil er 17 arabische Wörter nicht richtig gelesen habe.
In der Klasse gelte demnach eine Regel, wonach pro Fehler einmal zugeschlagen werde, sodass aus einer Lernkontrolle eine körperliche Bestrafung nach Schema geworden sei.
Kontakt zur Schule – Lehrer nicht erreichbar
Thinyada sagte, sie habe versucht, die Schule und den Lehrer zu kontaktieren, habe aber nicht direkt mit ihm sprechen können.
Stattdessen habe sich die Ehefrau des Lehrers gemeldet und ausrichten lassen, er empfinde Reue, eine persönliche Entschuldigung oder ein Gespräch sei aber ausgeblieben.
Anzeige bei der Polizei – Weitere Eltern melden sich
Weil nach ihrer Darstellung keine Klärung zustande kam, erstattete die Mutter Anzeige bei der Polizeiwache Lam Hin und kündigte rechtliche Schritte an, falls der Fall nicht gelöst werde.
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Gleichzeitig erklärte sie, sie wolle ihren Sohn vorerst nicht von der Schule nehmen, fordere aber den Rücktritt des Lehrers und berufe sich auf Hinweise auf wiederholte Gewalt, die inzwischen auch andere Eltern mit ähnlichen Vorwürfen untermauerten.
Aktivist rät zu Gutachten und Rechtsweg
Ekkapop Lueangprasert riet der Mutter, den Rechtsweg zu gehen und das Kind ärztlich untersuchen zu lassen, damit die Verletzungen offiziell dokumentiert werden.
Sein Team wolle nach eigenen Angaben bei der Koordination mit der Polizei helfen, um das Verfahren zu beschleunigen und den Fall zügiger voranzubringen.
Deine Meinung
Prügelstrafen im Unterricht sind ein Reizthema, doch gerade dort, wo Kinder lernen sollen, muss der Staat aus meiner Sicht klare Grenzen ziehen und Vorwürfe schnell, transparent und fair prüfen.
Sollten religiöse Schulen strenger kontrolliert werden als andere Einrichtungen oder braucht es vor allem konsequente Strafverfolgung bei Körperverletzung – und was wären sinnvolle Schutzmechanismen für Kinder in Nachmittags- und Abendkursen?



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