BANGKOK, THAILAND â Die thailĂ€ndischen Umweltbehörden haben die Kontrollen gegen offenes Abbrennen deutlich verschĂ€rft, weil sich die saisonale Belastung durch Smog und Feinstaub erneut zuspitzte.
Strengere Ăberwachung in Feld und Wald
Die Pollution Control Department (PCD) ordnete nach eigenen Angaben eine intensive Ăberwachung von offenen BrĂ€nden an. Hintergrund sind vermehrte Hotspots in landwirtschaftlichen FlĂ€chen und Waldgebieten, wie Generaldirektor Surin Worakitthamrong erklĂ€rte.
Lokalbehörden in zahlreichen Provinzen hĂ€tten offizielle Bekanntmachungen veröffentlicht und seien angewiesen worden, die bestehenden Verbote konsequent durchzusetzen. Zugleich wĂŒrden kontrollierte Brennzonen ausgewiesen, in denen unter strengen Vorgaben gearbeitet werden dĂŒrfe.
Trick mit RÀucherstÀbchen in Zuckerrohrfeldern
Besondere Aufmerksamkeit erregte ein aktueller Fall in der Provinz Buri Ram. Dort stellten Inspektoren fest, dass langsam abbrennende RĂ€ucherstĂ€bchen-BĂŒndel genutzt wurden, um abgeerntete Zuckerrohr-RĂŒckstĂ€nde zu entzĂŒnden.
Die Brandstifter hÀtten das GelÀnde verlassen können, lange bevor sich die Flammen ausbreiteten. Die Behörden sehen darin einen Versuch, sich der Identifizierung und Strafverfolgung zu entziehen.
Mehrere Quellen fĂŒr Feinstaubbelastung
Neben der offenen Verbrennung in Landwirtschaft und WÀldern nehmen die Behörden auch weitere Feinstaubquellen ins Visier. Genannt werden insbesondere
âą Fahrzeugemissionen
âą Baustellen und Bauarbeiten
Diese MaĂnahmen sollen zusammen die Auswirkungen von Feinstaub (PM) auf die Bevölkerung verringern.
Hohe Strafen fĂŒr offenes Abbrennen
Das Abbrennen in Wald-, Landwirtschafts- und offenen FlÀchen ist nach geltendem Recht strafbar und kann mit Geldstrafen, Freiheitsstrafen oder einer Kombination aus beidem geahndet werden. Die PCD betonte, dass die rechtlichen Instrumente bundesweit zur Anwendung kommen.
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Nach EinschÀtzung der Behörde hat die zunehmende Staub- und Smogbelastung bereits wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen. Unternehmen, Verkehr und Alltagsleben seien von den Sicht- und Gesundheitsrisiken betroffen.
Gesundheitsgefahren im Fokus der Behörden
Die PCD warnt ausdrĂŒcklich vor den gesundheitlichen Folgen der anhaltenden Luftverschmutzung. Betroffen seien mehrere Organsysteme, insbesondere:
âą Atemwege und Lunge
âą Herz-Kreislauf-System
âą Augen und Haut
Langfristige Belastung könne das Risiko fĂŒr Lungenkrebs erhöhen, so die Behörde. Die gesundheitlichen Aspekte dĂŒrften ânicht ĂŒbersehenâ werden, hieĂ es.
Appell an die Bevölkerung
Generaldirektor Surin Worakitthamrong rief die Ăffentlichkeit zu aktiver Mithilfe auf. Die Menschen sollten in allen verbotenen Bereichen vollstĂ€ndig auf jegliche Form des Abbrennens verzichten.
âDie Zusammenarbeit der Bevölkerung ist entscheidend, um die Belastung durch Feinstaub zu verringern und die Gesundheit zu schĂŒtzenâ, erklĂ€rte Surin nach Angaben der PCD.
đŁ Wenn Rauch zur Straftat wird
Ein Streichholz im Feld. Glut im Wald. Rauch am StraĂenrand. Und am Ende Millionen Menschen, die ihn einatmen.
Ist offenes Verbrennen nur âTraditionâ â oder lĂ€ngst ein Umweltverbrechen, das Leben verkĂŒrzt, Wirtschaft schĂ€digt und Kinder krank macht?
Sollte der Staat noch hĂ€rter durchgreifen â oder braucht Thailand endlich andere Wege fĂŒr Landwirtschaft und Abfall?
Wo ziehst du die Grenze?


