Sprach-Zwang für Thailand-Rentner?

Sprach-Zwang für Thailand-Rentner?
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Der Funke im Pulverfass

In einem großen Online-Forum für Thailand-Expats entzündete sich kürzlich ein heftiger Streit. Ein Nutzer stellte die unbequeme Frage, warum westliche Einwanderer hier oft keinerlei sprachliche Anforderungen erfüllen müssen, während ihre thailändischen Partner im Westen hohe Hürden überwinden. Die Debatte offenbart einen grundsätzlichen Konflikt zwischen Integration und persönlicher Freiheit, der viele Langzeitbewohner des Königreichs beschäftigt.

Was als einfache Frage begann, entwickelte sich binnen Stunden zu einem emotionalen Schlagabtausch mit hunderten Kommentaren. Die Fronten verhärteten sich schnell, persönliche Angriffe folgten auf sachliche Argumente. Das Thema berührt einen wunden Punkt: Wie viel Anpassung schuldet man dem Gastland, das einem ein komfortables Leben ermöglicht?

Ein gewagter Vergleich

Der Initiator zog Parallelen zu seiner eigenen Geschichte. Seine thailändische Ex-Partnerin musste im Vereinigten Königreich komplexe Sprachtests bestehen, um bleiben zu dürfen. Ist es da gerecht, dass Residenten in Thailand oft nur mit finanziellen Mitteln punkten?

Die Asymmetrie ist augenfällig und hinterlässt bei vielen einen schalen Beigeschmack. Während europäische Behörden strenge Integrationsanforderungen stellen, öffnen sich in Thailand die Türen hauptsächlich für Menschen mit gefülltem Bankkonto. Diese Ungleichbehandlung wirft grundlegende Fragen nach Fairness und gegenseitigem Respekt auf.

Respekt oder Bequemlichkeit?

Die Reaktionen waren explosiv. Geht es bei der Sprache um Respekt vor der Kultur oder ist es schlichte Bequemlichkeit? Viele Langzeitgäste leben seit Jahrzehnten im Land, ohne mehr als „Hallo“ und „Danke“ sagen zu können.

Befürworter des Spracherwerbs argumentieren, dass man durch das Erlernen der Landessprache Wertschätzung ausdrückt und sich die Tür zu authentischen Begegnungen öffnet. Gegner halten dagegen, dass der Lebensabend nicht zur Schulzeit werden sollte und jeder selbst entscheiden dürfe, wie tief er in eine fremde Kultur eintauchen möchte.

Die zwei Lager der Residenten

Schnell bildeten sich zwei Fronten. Die „Integrations-Befürworter“ sehen Sprache als Pflicht der Höflichkeit. Die „Pragmatiker“ bestehen darauf, dass sie Devisen ins Land bringen und das reichen müsse.

Beide Seiten haben nachvollziehbare Argumente, doch der Ton wurde zunehmend schärfer. Während die eine Gruppe von kultureller Verantwortung spricht, verweist die andere auf wirtschaftliche Realitäten. Der Graben zwischen diesen Positionen scheint kaum überbrückbar, zumal persönliche Lebensentscheidungen und Identitätsfragen berührt werden.

Vorwurf der Ignoranz

Harte Worte fielen: Wer zehn Jahre hier lebe und die Sprache nicht beherrsche, sei ignorant. Dieser Vorwurf traf viele Rentner, die ihren Lebensabend entspannt genießen wollen, tief ins Mark.

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ZUM ANGEBOT

Die Bezeichnung als ignorant empfinden Betroffene als unfair und verletzend. Sie verweisen darauf, dass sie durchaus Interesse an Thailand haben, sich jedoch bewusst gegen den mühsamen Spracherwerb entschieden haben. Manche hatten gesundheitliche Gründe, andere schlicht keine Begabung für Fremdsprachen oder sahen keine praktische Notwendigkeit.

Die pragmatische Sichtweise

„Ich lerne, was nötig ist“, argumentieren viele. Solange man im Supermarkt und Restaurant zurechtkommt, sei alles in Ordnung. Für tiefere Gespräche gebe es schließlich Englisch oder Übersetzungs-Apps.

Diese Haltung mag opportunistisch erscheinen, folgt aber einer klaren Logik: Warum sollte man jahrelang in eine schwierige Sprache investieren, wenn man den Alltag problemlos meistert? Moderne Technologie macht Kommunikation heute einfacher denn je. Ein Smartphone genügt oft, um selbst komplexe Anliegen zu klären.

Taxi-Thai reicht völlig

Für den Alltag genügt den meisten das sogenannte „Taxi-Thai“. Links, rechts, stopp, teuer, billig. Wer diese Vokabeln beherrscht, kommt in den touristischen Zentren problemlos durch den Tag.

Tatsächlich lässt sich mit ein paar Dutzend Wörtern und Gesten erstaunlich viel bewältigen. Einkaufen, Taxifahren, Essensbestellungen – all das funktioniert mit Grundkenntnissen reibungslos. Viele sehen darin einen ausreichenden Kompromiss zwischen völliger Sprachlosigkeit und aufwendigem Lernen.

Angst vor Isolation

Doch die Kritiker warnen: Ohne Sprache bleibt man ewig ein Fremdkörper. Man versteht den Humor nicht, kann keine echten Freundschaften mit Einheimischen schließen und bleibt in seiner Blase gefangen.

Diese Warnung ist nicht von der Hand zu weisen. Wer die Sprache nicht spricht, verpasst die Zwischentöne einer Kultur. Witze gehen verloren, tiefere Gespräche bleiben unmöglich, und man ist stets auf Vermittler angewiesen. Die soziale Isolation kann besonders im Alter zur Belastung werden, wenn die Gesundheit schwindet und man zunehmend auf Hilfe angewiesen ist.

Das deutsche Vorbild erklärt

Der Blick nach Deutschland zeigt einen völlig anderen Ansatz. Dort ist der Spracherwerb der Schlüssel zur Integration. Wer dauerhaft bleiben oder gar den Pass will, muss liefern.

Die Bundesrepublik hat aus historischen Gründen ein ausgeprägtes Bewusstsein für Integrationsthemen entwickelt. Sprache gilt als unverzichtbare Grundlage für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dieser Ansatz mag streng erscheinen, hat aber das Ziel, Parallelgesellschaften zu verhindern und Chancengleichheit zu fördern.

Integrationskurs ist Pflicht

In der Bundesrepublik müssen Neuankömmlinge oft Integrationskurse besuchen. Ziel ist das Sprachniveau B1. Ohne diesen Nachweis wird der dauerhafte Aufenthaltstitel oft verwehrt.

Das Niveau B1 bedeutet, dass man sich in vertrauten Situationen verständigen und einfache Texte verstehen kann. Es ist ein realistischer Standard, der weder zu niedrig noch übertrieben hoch angesetzt ist. Die Kurse werden teilweise staatlich finanziert, um auch Menschen mit geringem Einkommen die Teilnahme zu ermöglichen.

Der strenge Einbürgerungstest

Wer Deutscher werden will, muss zudem den Test „Leben in Deutschland“ bestehen. Fragen zu Geschichte, Rechtsordnung und Gesellschaft sind Pflicht. Ein bloßes Bankkonto reicht hier bei weitem nicht aus.

Der Einbürgerungstest prüft nicht nur Faktenwissen, sondern auch das Verständnis demokratischer Grundprinzipien. Antragsteller müssen sich mit dem Grundgesetz, dem politischen System und der deutschen Geschichte auseinandersetzen. Diese Anforderungen gehen weit über finanzielle Nachweise hinaus und fordern eine aktive Beschäftigung mit dem Land.

Hohe Hürden für den Pass

Deutschland verlangt ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Sprachliche Defizite werden kaum toleriert. Dieser strenge Maßstab steht im krassen Kontrast zur thailändischen Praxis für Rentner-Visa.

Während in Deutschland Integration als zweiseitiger Prozess verstanden wird, der Rechte und Pflichten umfasst, funktioniert das thailändische System eher nach wirtschaftlichen Kriterien. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung, basieren aber auf völlig unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Grundannahmen.

Blick auf Thailands Gesetze 2026

Wie sieht die Realität in Thailand aktuell aus? Für das klassische „Non-Immigrant O“ Jahresvisum (Retirement) gibt es 2026 keinerlei sprachliche Prüfungen.

Thailand hat bewusst niedrige Hürden für Langzeitbewohner geschaffen, um als attraktives Ziel für Rentner und Investoren zu gelten. Diese Politik zahlt sich wirtschaftlich aus, wirft aber Fragen nach langfristiger Integration auf. Die Behörden setzen auf pragmatische Lösungen statt ideologischer Vorgaben.

Geld schlägt Sprache

Die wichtigste Währung bei der thailändischen Immigration ist der Baht. Wer 800.000 THB (ca. 22.000 EUR) auf dem Konto nachweist oder eine monatliche Rente von 65.000 THB (ca. 1.790 EUR) hat, darf bleiben.

Diese Regelung ist transparent und für die meisten westlichen Rentner gut zu erfüllen. Sie garantiert, dass der Lebensabend finanziell abgesichert ist und niemand dem thailändischen Sozialsystem zur Last fällt. Aus Sicht der Behörden ist das eine vernünftige Absicherung, auch wenn kulturelle Aspekte dabei außen vor bleiben.

Die 800.000 Baht Regel

Diese finanzielle Hürde ersetzt faktisch den Integrationstest. Die Logik der Behörden: Wer Geld ausgibt, hilft der Wirtschaft. Ob er dabei Thai spricht, ist zweitrangig.

Kritiker sehen darin eine rein ökonomische Betrachtungsweise, die soziale und kulturelle Dimensionen vernachlässigt. Befürworter argumentieren hingegen, dass jedes Land das Recht hat, seine Einwanderungskriterien selbst zu bestimmen. Thailand braucht Kaufkraft und Investitionen, nicht zwingend perfekt integrierte Bürger.

Permanent Residency Hürden

Anders sieht es aus, wenn man den Status „Permanent Resident“ anstrebt. Hier wird tatsächlich Thai verlangt. Ein Interview mit Beamten auf Thai ist Teil des strengen Auswahlverfahrens, das nur wenige pro Jahr bestehen.

Die Permanent Residency richtet sich an Menschen, die Thailand wirklich zu ihrer dauerhaften Heimat machen wollen. Das System ist bewusst selektiv und lässt nur einige hundert Anträge jährlich zu. Sprachkenntnisse sind hier Pflicht, weil der Status weitreichende Rechte verleiht und eine langfristige Bindung voraussetzt.

Hymne singen für den Pass

Noch härter ist der Weg zur thailändischen Staatsbürgerschaft. Hier wird nicht nur fließendes Sprechen erwartet, sondern oft auch das Singen der Königshymne und der Nationalhymne. Ein Punktesystem sortiert gnadenlos aus.

Die Einbürgerung ist extrem selten und an hohe Anforderungen geknüpft. Kandidaten müssen ihre tiefe Verbundenheit mit Thailand unter Beweis stellen. Das Singen der Hymnen mag für Außenstehende kurios wirken, ist aber Ausdruck eines traditionellen Verständnisses von nationaler Identität und Loyalität.

LTR-Visum für die Elite

Das „Long Term Resident“ (LTR) Visum zielt auf wohlhabende Investoren. Auch hier: Keine Sprachtests. Wer eine Million Dollar investiert, ist willkommen – auch ganz ohne Vokabelheft.

Dieses Programm verdeutlicht die pragmatische Haltung Thailands besonders deutlich. Das Land konkurriert weltweit um vermögende Ausländer und setzt dabei auf Attraktivität statt auf Anforderungen. Sprachkenntnisse werden als vernachlässigbar angesehen, wenn die wirtschaftlichen Vorteile stimmen.

Ökonomische Abhängigkeit

Thailand braucht den Tourismus und die Langzeitgäste. Würde man plötzlich Deutsch-Niveau B1 für Rentner fordern, würden Tausende in Länder wie Vietnam oder Kambodscha abwandern.

Die wirtschaftliche Realität ist eindeutig: Ausländische Residenten bringen Milliarden in die lokale Wirtschaft. Sie kaufen Immobilien, konsumieren Dienstleistungen und schaffen Arbeitsplätze. Eine strenge Sprachpflicht würde diesen Geldzufluss gefährden, was sich keine Regierung leisten kann oder will.

Die tonale Herausforderung

Man darf nicht vergessen: Thai ist extrem schwer zu lernen. Fünf Töne, ein eigenes Alphabet. Für einen 70-jährigen Europäer ist das eine ganz andere kognitive Leistung als Englisch zu lernen.

Die tonale Struktur der Sprache stellt viele vor unüberwindbare Hürden. Ein falsch betontes Wort kann die Bedeutung komplett verändern, was zu Missverständnissen oder unfreiwilliger Komik führt. Das Schriftsystem mit seinen 44 Konsonanten und zahlreichen Vokalzeichen erfordert jahrelanges Üben, bevor man Texte flüssig lesen kann.

Rentner im Lernstress

Viele Senioren scheuen den Schulbank-Stress. Sie wollen ihren Ruhestand genießen und keine Vokabeltests schreiben. Eine Pflicht wäre für viele das Ticket für die Heimreise.

Der Lebensabend sollte nach Ansicht vieler eine Zeit der Entspannung sein, nicht des anstrengenden Lernens. Nach Jahrzehnten der Arbeit empfinden es manche als Zumutung, nochmals die Schulbank zu drücken. Diese Haltung mag egoistisch erscheinen, ist aber menschlich nachvollziehbar.

Englisch als Rettungsanker

In Zonen wie Pattaya oder Phuket ist Englisch die Lingua Franca. Viele Thais im Service sprechen es gut. Die Notwendigkeit, Thai zu lernen, ergibt sich im Alltag schlichtweg nicht.

Die touristische Infrastruktur hat sich perfekt auf fremdsprachige Gäste eingestellt. Speisekarten sind zweisprachig, Schilder in Englisch, und selbst Behördengänge lassen sich oft mit Dolmetschern bewältigen. Diese Bequemlichkeit nimmt zwar den Druck, verhindert aber gleichzeitig tiefere kulturelle Begegnungen.

Die soziale Blase

Das Resultat ist eine Parallelgesellschaft. Residenten bleiben unter sich, essen westliches Essen und konsumieren westliche Medien. Die thailändische Kultur wird oft nur als Kulisse wahrgenommen.

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In manchen Küstenorten findet man ganze Viertel, in denen fast ausschließlich Deutsch oder Englisch gesprochen wird. Deutsche Bäckereien, britische Pubs und skandinavische Restaurants prägen das Stadtbild. Thailand dient als exotischer Rahmen für ein im Kern westliches Leben – eine Situation, die beide Seiten fragwürdig finden können.

Respekt als Währung

Dennoch: Ein paar Sätze Thai öffnen Herzen. Wer sich bemüht, wird oft mit einem strahlenden Lächeln belohnt. Es ist eine Frage der Wertschätzung gegenüber dem Gastland.

Selbst bescheidene Sprachkenntnisse werden von Einheimischen außerordentlich geschätzt. Ein höfliches Sawadee Krap oder Kop Khun Krap kann Türen öffnen und echte Sympathie erzeugen. Diese kleinen Gesten kosten wenig Mühe, haben aber eine große Wirkung auf zwischenmenschlicher Ebene.

Zukunft der Visa-Regeln

Experten halten eine generelle Sprachpflicht für unwahrscheinlich. Dennoch könnten Anreize kommen: Längere Visa-Laufzeiten für diejenigen, die Zertifikate vorweisen können, wären denkbar.

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Eine sanfte Förderung des Spracherwerbs durch Vergünstigungen erscheint realistischer als harte Pflichten. Thailand könnte Sprachkurse fördern oder Bonussysteme einführen, ohne dabei Menschen auszuschließen. Solche Anreizmodelle würden beiden Seiten gerecht: Der Wirtschaft und dem Wunsch nach echter Integration.

Fazit der Redaktion

Der Vergleich mit Deutschland zeigt, wie privilegiert Residenten in Thailand leben. Gesetzlich müssen Sie 2026 kein Wort Thai sprechen. Doch wer mehr als nur Zuschauer sein will, sollte das Wörterbuch nicht zu weit weglegen.

Ihre Meinung ist gefragt

Wie sehen Sie das Thema Sprache und Integration in Thailand? Sollten Langzeitbewohner zumindest Grundkenntnisse nachweisen müssen, oder ist die finanzielle Hürde ausreichend? Haben Sie selbst Erfahrungen mit dem Sprachenlernen gemacht, oder kommen Sie auch ohne Thai bestens zurecht? Teilen Sie Ihre persönliche Sicht in den Kommentaren – wir sind gespannt auf Ihre Erlebnisse und Argumente!

Anmerkung der Redaktion:

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9 Kommentare zu „Sprach-Zwang für Thailand-Rentner?

  1. Wer ausgerechnet Deutschland als Vorbild für Sprache als Pflicht zum bleiben hervor hebt lebt jenseits der Realität.
    Die Fachkräfte interessiert das nicht im geringsten!
    Warum auch?
    Wer will sie zwingen und wo mit?
    Selbst wenn ihre ganzen Asylverfahren abgelehnt wurden brauchen sie nicht gehen.
    Die Dummen sind nur die die legal eingereist sind.
    Die werden gezwungen und müssen die Prüfungen bestehen und schön selber zahlen.
    Die Fachkräfte bekommen sogar mit NULL Sprachkenntnissen die deutsche Staatsbürgerschaft hinterher getragen.
    Beispiel Olav der Gescholzte will medienwirksam einer seit 20 Jahren in Deutschland ansässigen Fachkraft weiblich die Einbürgerungsurkunde überreichen, stellt ihr Fragen und sie versteht kein Wort deutsch.Nächste Fachkraft weiblich zweite Generation in Deutschland hält im ÖRR Interview die Nationalhymne für ein deutsches Volkslied.
    Da sind im Vergleich selbst die Betontischler von Pattaya besser in Thailand integriert.

  2. „Es ist eine Frage der Wertschätzung gegenüber dem Gastland“ – wie wär’s denn mal mit Wertschätzung gegenüber dem Gast/Rentner, der hier langfristig Familien unterstützt, Häuser gebaut, Fahrzeuge gekauft und jeden Tag sein Geld liegen
    lässt ? Sprachzwang – wie weit reicht die Arroganz Thailands eigentlich ?

  3. Erst mal vorweg. Thailand mit Deutschland zu vergleichen, ist, wie eigentlich bei jedem Thema, nicht angebracht. Klar ist allerdings, je mehr man spricht und somit auch versteht, desto einfacher lebt es sich in Thailand oder sonst wo auf der Welt. Abseits der Touri Gebiete, im Isaan z.B. trifft das logischer Weise noch mehr zu. Der Ansatz, demjenigen, der mehr als Grundkenntnisse in Thai beherrscht, längere EoS zu geben (z.B. 5 Jahre, wenn man schon 10 Jahre hier ist), klingt interessant. Da kann dann jeder selbst entscheiden ob er die Sprache intensiver lernt. Wenn das Permanent Resident, wie früher, 25.000 Baht kosten würde, hätte ich das längst, für knapp 200.000 nehme ich allerdings den „Stress“ der jährlichen Verlängerung auf mich.

  4. Die Antworten wurden im Beitrag ja schon gegeben.
    1. Wer hier (die Masse) nur ein 1. Jahres NON-O Visa bekommt, es jedes Jahr wie beim erstenmal aufwendig erneuern muss, dazu alle 90-Tage Männchen machen muss und über sonstige Stöckchen springen muss, ist und fühlt sich wie ein befristeter Tourist auf Abruf. (Muss der Thai könnnen?) Desweiteren hat man dadurch keine relevanten Vorteile wie ein Lokaler. Und weil das so ist, fehlt den meisten auch die Motivation sich diese schwer zu erlernende Sprache anzueignen wenn man nicht weiß wie es nach 1. Jahr weiter geht und sonst auch nichts davon hat. (Smalltalk mit dem Reisbauern ausgenommen)
    2. Wie erwähnt tun sich viele Ältere schwer mit dem Erlernen der sehr komplexen Sprache. Es war schon zu lesen, das es bis zu 20 Jahren dauern kann bis man die Sprache perfekt spricht. Wobei perfekt ja nicht sein muss. Denoch fehlt den Älteren die Zeit und die Fähigkeit dazu. (Wenige Ausnahmen soll es aber geben, wo man schauen muss wie es dazu kam)
    3. Wenn z.B. der/die Thai nach Deutschland will, dann wird bei uns davon ausgegangen das er dauerhaft bleiben und sich einbürgern will und nicht nur zu Besuch kommt. Somit bildet der B 1 Test die Vorstufe zum begehrten späteren Deutschen Pass. Des weiteren wie erwähnt bringt der westliche Ausländer Geld ins Land und ist in den meisten Fällen nicht darauf angewiesen in Thailand Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Der Thai dagegen der auswandert, hat in den meisten Fällen kein Geld und müsste zwangsläufig einen Arbeitsplatz finden wo die Sprache erforderlich wäre. Außer bei den Thaifrauen Deutscher Männer, die für sie das Geld verdienen.
    3.1. Und wer wil eigentlich einen thailändischen Pass erreichen mit dem man in der Welt nicht besonders weit kommt?
    4. Wieviel Ausländer sprechen bei uns kaum oder kein Deutsch trotz der Sprachtest Anforderung die es noch nicht so lange gibt? Viele Ausländer z.B. Gastarbeiter aus der Zeit vor dem Sprachtest leben in ihrer eigenen Blase wo keine Notwendigkeit besteht die Sprache zu erlernen. Das Gleiche ist in den Expatblasen in Pattaya und Co. wo sich nur Landsleute miteinander unterhalten.

    usw. Will jetzt keinen Roman daraus machen. Ist halt nur kurz mein Gedanke dazu.

    Grundsätzlich kann man sagen: Ja, es wäre schön und gut sich so viel wie möglich die Sprache anzueignen. Mehr ist immer besser. Zu welchem Zweck bleibt jedem selbst überlassen. Aber ohne Zwang und Druck. Der bürokratische Druck steigt hier inzwischen deutlich, wenn dann noch der Druck mit der Sprache dazu käme, würden wirklich viele gehen. Oder anders herum, wieviel Thais sprechen in Deutschland ausreichend Deutsch trotz Test? Die paar jüngeren Damen die noch lernfähig sind bekommen es noch irgendwie hin, (siehe einige YouTuber wo man sieht wie weit es da mit der Sprache der Damen so bestellt ist) aber die älteren definitiv nicht.
    Alles andere wo Sprache als Expat hier sinnvoll eingesetzt werden könnte ist auf wenige Bereiche reduziert. Oft im Gesundheits-, Banken- und Immigrationbereich. Alles darüber ist individuell und situationsabhänigig und schön für den der es kann. Wer es nicht kann überlebt hier auch, wie Expats die schon seit 30 Jahren hier sind zeigen und immer noch kaum Thai sprechen.

    Schlusswort: Von der Sprache kann man sich nichts kaufen, nur von Geld. Die einen wollen es, die anderen haben es. Somit sind alle zufrieden. (sollte man meinen) ;-)

  5. In welchem anderen Land (außer England) muss ich dort die Sprache können???? Bestimmt ein Schreibfehler-zwecks England.Sie wollte bestimmt die Staatsbürgerschaft. Englisch ist nun mal die Weltsprache, aber einige Länder haben es noch nicht kapiert. Beispiel:soll ich als Monteur nun 20 Srachen lernen, um dort zu arbeiten? Für was gibt es Google Translater??? Thailand wollen Touristen, weil sie davon Leben. Also sollten sie doch auch dafür was tun.Gerade in den Touristen Hochburgen, sollte man Englisch können,oder?

  6. Der Blick nach Deutschland zeigt einen völlig anderen Ansatz. Dort ist der Spracherwerb der Schlüssel zur Integration. Wer dauerhaft bleiben oder gar den Pass will, muss liefern. Der erste Teil stimmt nicht. Für eine Niederlassungaerlaubnis, benötigt man einen mindestaufenthalt in D und finanuielle Unabhäbgigkeit oder Heirat mit einem Deutschen. Um einen Stastsbergerhagt zu erreichen sind in beiden Ländern Dprachkenntnisde erforderlivh.

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