BANGKOK, THAILAND – Thailands staatlicher Ölfonds senkt zum 15. April die Subventionen für Diesel: Standard-Diesel wird mit 5,89 Baht pro Liter, B20 mit 11,67 Baht pro Liter gestützt. Als Grund wird der gesunkene Weltmarktpreis für raffinierte Ölprodukte genannt.
Offizielle Mitteilung des Fuel Fund Office
Das Fuel Fund Office veröffentlichte am 14. April eine Bekanntmachung des Exekutivkomitees des Kraftstofffonds (Announcement No. 46).
Darin werden die Sätze für Einzahlungen in den Fonds sowie Ausgleichs-, Erstattungs- und Kompensationsraten für verschiedene Kraftstoffe festgelegt.
Neue Subventionssätze für Diesel ab 15. April
Für „gewöhnlichen“ schnell drehenden Diesel (Standard-Diesel) wird eine Kompensation bzw. Subvention in Höhe von 5,89 Baht pro Liter ausgewiesen.
Für B20-Diesel liegt die Kompensation bzw. Subvention bei 11,67 Baht pro Liter, wirksam ab dem 15. April.
Begründung: Sinkende Weltmarktpreise für Raffinerieprodukte
Als Ursache für die Anpassung nennt die Mitteilung, dass der Weltmarktpreis für raffinierte Ölprodukte zurückgegangen ist.
In der Folge werden die Unterstützungsbeträge aus dem Fonds für Diesel reduziert.
Regelung für Benzin: Einzahlung in den Fonds
Für Benzin wird eine Einzahlung in den Fonds in Höhe von 9,66 Baht pro Liter angegeben.
Eine Kompensation aus dem Fonds ist für Benzin laut Bekanntmachung nicht vorgesehen.
Gasohol und E20: Kompensation aus dem Fonds
Für Gasohol 95 und Gasohol 91 wird eine Kompensation von 2,84 Baht pro Liter genannt.
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Für E20 beträgt die Kompensation 2,26 Baht pro Liter.
Deine Meinung
Wie bewertest du die Senkung der Diesel-Subventionen – ist das angesichts fallender Weltmarktpreise nachvollziehbar oder kommt sie für Verbraucher und Transportbranche zur Unzeit?
Schreib uns in die Kommentare, wie sich die neuen Fonds-Sätze deiner Meinung nach auf Spritpreise, Alltag und Wirtschaft in Thailand auswirken könnten.



Wenn ich nicht irre, ist es hierzulande lang geübte Praxis auf Verbraucherpreise direkt Einfluss zu nehmen. Das mag um kurzfristige Auf- und Ab’s abzufedern bis zu einem gewissen Punkt unter halbwegs normalen Umständen auch funktioniert haben. Nur leben wir jetzt nicht mehr unter „normalen Umständen“. Die Verknappung der Verfügbarkeit von Öl und Gas wird zu ziemlich langanhaltenden wirtschaftlichen Verwerfungen führen. Sowas lässt sich nicht dauerhaft mit Subventionen an der Zapfsäule abfedern.
Was wir derzeit sehen ist nur der Anfang, nicht der Höhepunkt!