Schluss mit Verwarnungen: Jetzt wird’s teuer auf Thailands Straßen

Bis 31. März läuft Phase 1 Warnung vor Strafe, dann soll es ernster werden: Die Verkehrspolizei meldet fast 200000 Verwarnungen über ihr Ticketsystem, während die nächste Stufe näher rückt…

Schluss mit Verwarnungen: Jetzt wird's teuer auf Thailands Straßen
The Nation

BANGKOK, THAILAND – Die Royal Thai Police verschärft ihre Linie im Straßenverkehr und setzt bis Monatsende noch auf „erst warnen, dann kassieren“. 196.028 Verwarnungen wurden seit Januar über ein digitales Ticketsystem verschickt, bevor ab April striktere Maßnahmen greifen sollen.

Neue Linie aus der Polizeispitze

Der stellvertretende Generalstabschef der Royal Thai Police, Pol Gen Samran Nualma, erklärte am 25. März, bei der Stärkung der Verkehrsdisziplin gebe es spürbare Fortschritte.

Die Maßnahmen folgen der Politik von Pol Gen Kittirat Phanphet, dem Polizeichef, der Unfälle durch „konkrete Rechtsdurchsetzung“ senken will.

Phase 1 läuft aus – Warnung vor Strafe

Das Traffic Management Centre befinde sich nach Angaben Samrans auf der Zielgeraden von Phase 1 mit dem Titel „Warning Before Fine“.

Diese erste Stufe endet am 31. März 2026, womit die Übergangszeit für viele Regelverstöße faktisch abläuft.

Fast 200000 Verwarnungen seit Januar

Seit Januar registrierte die Polizei 196.028 Verwarnungen gegen Verkehrssünder.

Die Zahl soll belegen, dass zunächst auf Aufklärung und Verhaltensänderung gesetzt wird, bevor härter sanktioniert wird.

Digitaler Hebel – das PTM-System

Die Verwarnungen wurden über das System Police Ticket Management (PTM) ausgestellt.

Mit der zentralen Abwicklung über PTM kann die Polizei Verstöße einheitlicher erfassen und Maßnahmen schneller anstoßen.

Was die Polizei damit erreichen will

Offiziell zielt die Strategie darauf, das Bewusstsein für Regeln zu erhöhen und riskantes Fahrverhalten noch vor strengeren Strafen zu korrigieren.

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Im Kern soll die Kombination aus Warnphase und anschließender konsequenter Ahndung dazu beitragen, die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren.

Deine Meinung

Sind Warnphasen wie „Warning Before Fine“ sinnvoll, oder braucht es im thailändischen Straßenverkehr von Anfang an konsequente Strafen?

Welche Erfahrungen wurden zuletzt mit Kontrollen, Verwarnungen oder digitalen Tickets in Bangkok und anderswo gemacht, und was sollte sich jetzt ändern?

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Quelle: nationthailand.com

10 Kommentare zu „Schluss mit Verwarnungen: Jetzt wird’s teuer auf Thailands Straßen

  1. Liebe Wochenblitz Arbeiter.Macht euch mal den selben Spass,den ich gestern hatte. Pattaya Beach Soi 9 vor dem Polizeirevier.20 Minuten habe ich mal meine Zeit geopfert. Polizei war sehr Präsenz an der Straße – 19:45. Sage und schreibe 114 Thais ohne Helm,wurden nicht angehalten.15 Touristen-weiße Haut ohne Helm wurden zur Kasse gebeten.

    1. Altes Lied, da wird sich auch in Zukunft nichts ändern. [entfernt]

      Hinweis: Ein pauschalisierender Satz wurde durch die Redaktion entfernt.

    2. Obwohl ich nicht in Thailand lebe und somit die Thai-Police nur selten in Aktion sehen konnte, hatte ich bei jedem Thailand-Aufenthalt erlebt, dass vorrangig Farangs kontrolliert und abkassiert wurden; auch mir ist es mal passiert, dass ich meinen intern. Führerschein im Hotel vergessen hatte und zahlen durfte, während Thais ohne Helm und sicherlich auch ohne Führerschein grinsend vorbeifuhren und nicht angehalten wurden.

      Wenn im Artikel geschrieben wird, „… zunächst auf Aufklärung und Verhaltensänderung gesetzt wird …“, dann kann man das nur als Scherz werten. Der Gesetzgeber sollte doch erst einmal dafür sorgen, dass jeder Thai, der ein Kfz. im Straßenverkehr bewegen will, erfolgreich an einer Fahrausbildung und Führerscheinprüfung teilnimmt und anschließend im Straßenverkehr den Führerschein im Gepäck dabei hat. Nur durch das Wissen um die Spielregeln und das Können betr. der Fahrens eines Kfz. kann es eine Verhaltensänderung geben. Wer aber nichts weiß und nichts kann, weil beides nicht gelernt, dem nützt es auch nichts, wenn er von der Thai-Police zugetextet wird (an dem einen Ohr rein und am anderen Ohr raus). Sollte man wirklich annehmen, dass zwischen den Ohren etwas hängenbleibt?

      Und dass man ohne Führerschein und Police-Ticket (500 THB) für 24 Std. weiter herumdüsen kann, ist doch ein Witz! In welchem europäischen Land ist das möglich. In Deutschland ist Fahren ohne Führerschein (nicht bloß daheim vergessen!) eine Straftat (§ 21 Straßenverkehrsgesetz) und wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, ggf. „nur“ Geldstrafe bestraft. Außerdem kann es auch eine Führerscheinsperre von bis zu 5 Jahren bedeuten. Außerdem ist es u.U. möglich, das Fahrzeug einzuziehen. Da müsste wohl jeder zweite Thai Anstaltskleidung tragen. ;-) Und wenn dann noch die ganzen Roller eingezogen würden ……

  2. Ich wohne im 14ten Stockwerk sea view…jeden Tag höre ich das aufbrausen von Motorrädern,die anscheinend, wie die verrückten ,die 2end Road, lang rasen.

  3. Ich war diese Woche mal drei Tage auf Penang/Malaysia. Da hat jeder Mopedfahrer oder Sozius, ausnahmslos einen Helm auf und es sitzen auch nur max. zwei drauf. Wenn es keine so tropische Landschaft hätte, könnte man meinen man wäre in der Schweiz. Kein Müll oder fliegende Plastiktüten im Straßengraben. Alles fast schon klinisch sauber. Ich weiß nicht wie die das geschafft haben. Aber vielleicht könnte man mal bei denen nachfragen.
    Nur zur Klarstellung, es gibt auch so manches was dort schlechter ist als in Thailand. Aber das gehört hier jetzt nicht her.

    1. Wie die es geschafft haben, das es dort sauber ist? Fliege mal nach Singapur und lasse dort etwas fallen oder spucke einen Kaugummi aus und Du wirst es wissen. Schaue mal bei singapur dot net, Stichwort: Sauberkeit, rein (Kaugummi-Papier fallenlassen kostet 1.000 Singapur-$ = über 650 €). Da kannst Du lesen, wie sowas geht. Und vermutlich hat man sich in Penang davon etwas abgeguckt.

      Nur wenn es richtig wehtut, lernen die Menschen es! Aber von nix kommt bekanntlich auch nix!

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