Thailand: 500 Baht Tank-Limits bei PTT – was steckt dahinter?

⛽ Kein Pflicht-Limit an Thais Tankstellen! PTT stellt klar: Die 500-Baht-Grenze für Pkw ist nur eine Empfehlung für Hochlastzeiten – keine verbindliche Regel. Bangchak hob sein Limit bereits nach wenigen Stunden wieder auf. Was steckt hinter der Aufregung?

Thailand: 500 Baht Tank-Limits bei PTT – was steckt dahinter?
The Nation

BANGKOK, THAILAND – PTT hat klargestellt, dass die vieldiskutierten Abgabegrenzen an seinen Tankstellen keine Pflicht sind, sondern nur als Vorbereitungsmaßnahme für Nachfragespitzen gelten. Die Mitteilung folgte auf Verwirrung und Kritik nach Berichten über Kauflimits – während Bangchak sein eigenes Limit nach weniger als einem Tag wieder aufhob.

PTT-Schreiben löst Diskussion in sozialen Medien aus

Am 14. März kursierte in sozialen Netzwerken eine Mitteilung von PTT Station, die nach Angaben von Reportern an Tankstellen-Dealer verschickt wurde. Herausgeber ist PTT Oil and Retail Business Public Company Limited (OR), die Betreiber um Kooperation bat, damit die Versorgung über den Tag hinweg durchgehend gewährleistet bleibt.

Die Veröffentlichung löste Kritik und Verunsicherung aus – woraufhin PTT rasch reagierte und die Empfehlung einordnete: Es handelt sich nicht um eine verbindliche Anweisung, sondern um eine Vorsichtsmaßnahme für den Fall stark steigender Nachfrage, damit Vorräte gleichmäßiger verteilt werden können.

Empfohlene Obergrenzen nach Fahrzeugtyp

Die OR-Mitteilung sieht für normale Pkw eine Empfehlung von maximal 500 Baht pro Fahrzeug vor, für Fahrzeuge mit sechs Rädern oder mehr bis zu 1.000 Baht. Treibstoff darf zudem nicht „am Zähler vorbei“ verkauft werden – wer dagegen verstößt, muss mit Sanktionen rechnen.

Bei Zahlung mit Fleet Card empfiehlt OR eine Spanne von 3.000 bis 5.000 Baht pro Fahrzeug, V-Card-Transaktionen sollen auf höchstens 100 Liter begrenzt werden. Für staatliche Einsatzfahrzeuge – von Feuerwehr und Rettung bis zur Thai Red Cross Society – sollen die Stationen jeweils selbst entscheiden.

PTT betont: Versorgung bleibt stabil

PTT betonte, seine Stationen im ganzen Land seien geöffnet und verkauften Kraftstoff wie gewohnt. Die Vorräte reichten aus, Lieferungen liefen weiter und deckten die Nachfrage der Verbraucher. Einzelne Stationen können die empfohlenen Limits je nach lokalem Bedarf und verfügbaren Beständen nach oben oder unten anpassen.

Der Konzern erklärte außerdem, die Lage genau zu beobachten und Logistik sowie Verteilung zu koordinieren, damit die Bevölkerung Kraftstoff bequem und zuverlässig beziehen kann. Gleichzeitig fordert OR Betreiber auf, Neukunden zur Anmeldung bei blueplus+ oder blueplus+ SME zu bewegen.

Bangchak führt Limit ein – und kippt es nach weniger als einem Tag

Bangchak hatte parallel über die Facebook-Seite „Bangchak Member Club“ ein eigenes Limit angekündigt – ausdrücklich vor dem Hintergrund einer angespannten globalen Energielage. Pkw sollten demnach zunächst nur bis 700 Baht pro Tag tanken, Fahrzeuge mit sechs Rädern oder mehr bis 3.000 Baht.

Obwohl das Unternehmen seine Vorräte als ausreichend bezeichnete, hob Bangchak die Begrenzung kurz darauf wieder auf und erlaubt seither wieder normales Tanken. Damit bleibt die Frage offen, welche konkreten Signale die Branche zu diesen Schritten bewogen hatte.

Energieminister sichert Versorgung zu – und bestellt mehr LNG

Energieminister Auttapol Rerkpiboon erklärte nach einem Treffen mit PTT Plc und dem US-amerikanischen LNG-Produzenten Cheniere Energy Inc, Thailand werde die durch den Nahostkrieg verschärfte Energiekrise bewältigen. Konkret geht es darum, LNG-Lieferungen aus einem bestehenden Vertrag von 1,0 auf 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr zu erhöhen.

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Darüber hinaus sollen Lieferpläne so verschoben werden, dass Teile der Mengen statt im dritten bereits im zweiten Quartal ankommen. Cheniere habe eine Beschleunigung der Terminierung zugesagt, so Auttapol.

Empfehlung oder Warnsignal – was zeigt diese Episode wirklich?

PTT und Bangchak reagierten innerhalb von Stunden auf öffentlichen Druck – das spricht für Nervosität in der Branche, nicht für Gelassenheit. Ob die rasche Kurskorrektur das Vertrauen der Verbraucher stärkt oder erst recht Fragen aufwirft, wird die nächste Nachfragespitze zeigen.

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Quelle: nationthailand.com

3 Kommentare zu „Thailand: 500 Baht Tank-Limits bei PTT – was steckt dahinter?

  1. Wie weit kommt man denn so ungefähr mit Sprit für 500 Baht? Und ich dachte angebliche Reichweitenprobleme könnte man nur mit EV’s haben. 🤣🤣🤣

  2. Elektrofahrzeuge: Sie Tanken Strom und woher kommt diese Energie? Wohl kaum aus Holzkohle schon eher aus Gas/Erdöl, also petrochemisch. Berücksichtigt man die Energieumwandlungsraten von der Gasgewinnung hin bis zu Elektromobil, so realisiert man den Beschiss. Nicht berücksichtigt ist dabei die Vernichtung wertvoller Naturgebiete (Wasser- und Ressourcenverschleiß), warum also nicht direkt in einen sauberen Verbrenner. Tanken und Fahren mit Verstand (insofern vorhanden) bringt für alle mehr. Bei all den riesigen Bränden (Wälder) und Kriegen reklamiert auch niemand. Verknappung (auch künstlich erzeugt) wird stetig mit monetärem Gewinn verknüpft und nur um das geht es.

    1. Ich mag ja Leute wie den Hansrüdi. In aller Regel sind die auch ganz witzig, wenn sie eisern an irgendwann Erlernten eisern festhalten. Wenn die mal gelernt hätten, die Erde dreht sich um den Mond, dann wäre das wahrscheinlich auch heute noch so eine Wahrheit. Nicht ganz unähnlich das Märchen vom „sauberen Verbrenner“. Und wenn sie nicht gestorben sind stinkern sie noch immer, oder so ähnlich.
      Wenn ich ab und an hinter so einem „sauberen Verbrenner“ an einer Ampel stehe und mir die Messdaten, allein auf Feinstaub bezogen anschaue, wie die lokal durch die Decke gehen, dann weiß ich wieder warum ich einen Elektriker fahre. Aber der Hansrüdi hat schon auch recht. Dass noch immer viel zu viel Elektrizität durch fossile Energieträger erzeugt wird stimmt durchaus, insbesondere hierzulande. Dass dem so ist liegt allerdings auch an den ewig Gestrigen die einem immer noch weiß machen wollen, dass „sauber verbrennen“ weniger umweltschädlich wäre wie durch regenerative Energien. Aber soll jeder glauben was er will.
      Nur nebenbei, mein EV und EB-Bike wird mit dem Strom geladen den ich mit der Photovoltaikanlage auf meinem Hausdach erzeuge. Und nach einer Anfangsinvestition sogar noch zum Nulltarif.

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