BANGKOK, THAILAND – Thailands Energieministerium warnt vor einer der schwersten Energiekrisen in der Geschichte des Landes, ausgelöst durch einen massiven Anstieg der globalen Dieselpreise. Die Regierung versucht, Verbraucher zu entlasten und zugleich den angeschlagenen Oil Fuel Fund zu stabilisieren.
Dieselpreis-Schock auf dem Weltmarkt
Nach Angaben des Energieministeriums ist der Dieselpreis am Weltmarkt von einem typischen Niveau von 92 US-Dollar (2.997 Baht) auf über 250 US-Dollar pro Barrel gestiegen.
Damit liegt der aktuelle Anstieg deutlich über dem Höchststand während des Russland-Ukraine-Kriegs, als der Preis laut Ministerium etwa 150 US-Dollar erreichte.
Ministerium spricht von historischer Krise
Der ständige Staatssekretär im Energieministerium, Prasert Sinsukprasert, bezeichnete die Lage als eine der schwersten Krisen in Thailands Geschichte.
Er forderte eine gemeinsame Anstrengung aller Bereiche – von Regierung und Privatwirtschaft über Raffinerien und Kraftstoffhändler bis hin zu Servicebetreibern und der Bevölkerung.
Ausgleich zwischen Markt, Fonds und Bürgern
Prasert erklärte, man müsse bei der Preisgestaltung einen Ausgleich zwischen den globalen Marktpreisen, der Finanzlage des Oil Fuel Fund und den Auswirkungen auf die thailändischen Bürger finden.
Das Energieministerium arbeite daran, das öffentliche Interesse zu schützen, unter anderem durch die Nutzung von Übergewinnen („windfall gains“), um die Belastung zu mindern.
Oil Fuel Fund: Defizit und begrenzter Puffer
Der schnelle Preisanstieg hat den Oil Fuel Fund laut Ministerium in ein Defizit von nahezu 50 Milliarden Baht gedrückt.
Eine Kreditlinie über 150 Milliarden Baht könne den Fonds nur noch für etwa zwei weitere Monate stützen.
Warum die Inlandspreise zuletzt mehrfach stiegen
Die jüngsten aufeinanderfolgenden Erhöhungen der inländischen Kraftstoffpreise sollten die Liquidität des Fonds sichern und abrupte Preissprünge verhindern.
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Solche plötzlichen Sprünge könnten nach Einschätzung des Ministeriums Hamsterkäufe begünstigen oder illegale Exporte anregen.
LPG bleibt subventioniert
Der Oil Fuel Fund subventioniert weiterhin Flüssiggas (LPG) mit rund 30 Millionen Baht pro Tag.
Damit bleibt LPG trotz der angespannten Fonds-Lage ein zentraler Posten der staatlichen Entlastungsmaßnahmen.
Raffinerien, Verarbeitungskosten und „Kriegsprämien“
Zu Preisstrukturen in Raffinerien sagte Prasert, die Betreiber müssten die damit verbundenen Risiken akzeptieren, und Raffineriegebühren seien keine Nettogewinne, sondern deckten Fixkosten wie Energie und Löhne.
Durch den jüngsten Anstieg sogenannter Kriegsprämien seien jedoch Übergewinne entstanden, weshalb das Energy Policy and Planning Office eine Umstellung auf eine fünfjährige Durchschnitts-Raffineriegebühr von 2,43 Baht pro Liter vorantreibt.
Jetzt kommentieren: Wie sollte Thailand reagieren?
Wie sollte Thailand deiner Ansicht nach auf den extremen Dieselpreisanstieg reagieren: stärker über den Oil Fuel Fund abfedern oder schneller an die Verbraucherpreise weitergeben?
Schreib uns in die Kommentare, welche Maßnahmen du für fair hältst – und ob du Eingriffe bei Übergewinnen von Raffinerien und im Energiesektor grundsätzlich unterstützt.



Das was wir jetzt an der Zapfsäule sehen ist nur der laue Aufgalopp des ganzen Desasters. Die wirtschaftlichen Auswirkungen, insbesondere für den Export werden gravierend sein. Wenn Lieferketten reißen, wenn hohe Transportkosten ganze Exportzweige lahmlegen, werden wir einen Exodos an kleinen und mittleren, unterfinanzierten Unternehmen erleben wie wir das bisher nicht kannten. Die Arbeitslosenzahlen werden durch die Decke gehen, gepaart mit einer immensen Inflation. Der internationale Tourismus, insbesondere Ferntourismus wird zu einem mickrigen Rinnsal verkümmern. Die Problemstellungen sind ja nicht allein auf Thailand begrenzt. Es sind globale Folgen, sodass die Weltwirtschaftsordnung in sich zusammenbrechen wird wie ein Kartenhaus aus welchem man nur eine einzige Karte herausgezogen hat. Da wird man global bald nicht mehr darüber nachdenken können wohin mit der schönsten Zeit des Jahres, sondern nur noch wie komme ich da durch? Wie überleben wir das?
In Thailand mit seinem sehr weitmaschigen sozialem Netz werden die Menschen die ihren Arbeitsplatz verlieren wenig bis nichts vom Staat an Hilfe erwarten können. Glücklich wird sich schätzen können wenn auf dem Land Familien zusammenhalten und wie schon 1997/98 die Heimkehrer auffangen. Für Leute ohne diesen Background könnte es enorm schwierig werden, da die Folgen nicht wie 1997/98 in wenigen Monaten oder Jahren abgehandelt werden können. Das wird noch ungeahnte Verwerfungen in Gesellschaft und Politik zur Folge haben.
Diese geradezu dystopische Aussichten nur deshalb, weil ein alter, seniler Mann von ein paar für ihn sehr unangenehmen Dokumente ablenken wollte. Da passte es ins Konzept, zusammen mit einem anderen unter Korruptionsvorwürfen stehenden Staatenlenker den Iran angeblich in die Steinzeit zurück zu bomben. Erstaunlich dass die aus ihrer Steinzeit heraus immer noch und das sogar zunehmend erfolgreich zurückschießen. Das kommt halt davon wenn man einen minderbemittelten Soziopaten mit seinen populistischen Unsinn in das mächtigste Amt wählt. Sozusagen ein Betriebsunfall der Demokratie.
Und was bleibt? Wie immer, nur sich auf das Schlimmste vorbereiten und das Beste zu hoffen. Beispielsweise dass ich völlig falsch liege.