BANGKOK, THAILAND – Eine neue Umfrage zeigt: Das Vertrauen in die Regierung, die Folgen der Energiekrise zu bewältigen, bleibt gering – während die Spritpreise weiter steigen. Allein heute legten Diesel erneut um 2,80 Baht pro Liter zu. Viele Befragte befürworten dennoch staatliche Eingriffe – von Preisdeckeln bis zu gezielten Hilfen.
Umfrage: Mehrheit zweifelt an Krisenmanagement
Nach Angaben des King Prajadhipok’s Institute (KPI) haben 82,1% der Befragten wenig oder gar kein Vertrauen, dass die neue Regierung die wirtschaftlichen Folgen anhaltender Spannungen im Nahen Osten bewältigen kann.
Nur 12,8% äußerten Vertrauen, während 5,1% unentschieden waren.
So wurde die Befragung durchgeführt
Die KPI-Umfrage basiert auf 2.000 Personen ab 18 Jahren und wurde landesweit zwischen dem 27. und 30. März durchgeführt.
Laut KPI spiegelt sie eine wachsende Sorge um die wirtschaftliche Stabilität wider, da die Energiepreise weiter anziehen.
Acht Preiserhöhungen seit dem 18. März
Seit dem 18. März sind die inländischen Kraftstoffpreise laut KPI neunmal erhöht worden. Diesel und Premium Diesel sind heute um 5:00 Uhr erneut um 2,80 Baht pro Liter gestiegen.
In Summe entspricht das einem Anstieg von 20,60 Baht pro Liter, was Haushaltsbudgets und Transportkosten zusätzlich belastet. Diesel kostet aktuell 50,54 Baht pro Liter, Premium Diesel 70,44 Baht.
Welche Eingriffe die Menschen unterstützen
Trotz des geringen Vertrauens lehnten viele Befragte staatliche Maßnahmen nicht grundsätzlich ab: Rund 39% befürworteten einen Mix aus temporären Preismaßnahmen für die meisten Verbraucher und gezielter Hilfe für besonders Betroffene.
Weitere 30,7% sprachen sich für breite Preisdeckel aus, während 11,1% marktorientierte Lösungen mit langfristiger Unterstützung für vulnerable Gruppen bevorzugten.
Staatliche Subventionen: Zustimmung mit Bedingungen
Viele Befragte zeigten sich offen für staatliche Ausgaben zur Abfederung der Energiekosten: 38,6% hielten es für akzeptabel, kurzfristig Budgetmittel aus anderen Politikbereichen umzuschichten, um Energie zu subventionieren.
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25,3% unterstützten solche Maßnahmen nur in kurzen Krisenphasen, während etwa 15% Subventionen nur bei gezielter Hilfe für Geringverdiener und den Transportsektor akzeptabel fanden.
Ablehnung: Geld lieber für langfristige Prioritäten
11,1% lehnten eine Umschichtung von Haushaltsmitteln zur Energie-Subventionierung ab.
Sie argumentierten, staatliche Gelder sollten für langfristige Prioritäten reserviert bleiben.
Alltag in Nakhon Ratchasima: Busfahrer berichtet von Druck
In Nakhon Ratchasima sind die Folgen steigender Spritpreise bereits spürbar: Lek (54), ein Tourbusfahrer, schilderte, die Preise stiegen „fast jeden Tag“.
Seine Kosten seien um nahezu 10 Baht pro Kilometer gestiegen, und er wisse nicht, wie er weiterarbeiten solle.
Diesel: 17,80 Baht mehr bis 3. April
Lek verwies darauf, dass der Dieselpreis zwischen dem 18. März und dem 3. April insgesamt um 17,80 Baht gestiegen sei.
Jeder Tankvorgang reiße ein Loch in die Kasse, sagte er, und warnte, dass während Songkran weniger Menschen reisen könnten, wenn es so weitergehe.
Opposition: Kritik an fehlender Entlastungsstrategie
Veerayooth Kanchoochat, stellvertretender Vorsitzender der People’s Party, kritisierte die Regierung wegen fehlender Anpassungshilfen, mangelnder gezielter Entlastung und einer unklaren Steuerlinie.
Er verwies darauf, dass Diesel binnen zwei Tagen um 7 Baht teurer geworden sei, und forderte dringende parallele Maßnahmen zur Linderung der Belastungen.
Deine Meinung
Wie sollte Thailand auf die steigenden Energiepreise reagieren: mit Preisdeckeln, gezielten Hilfen oder eher mit marktbasierten Lösungen und langfristigen Programmen?
Schreibt uns in die Kommentare, welche Maßnahmen ihr für fair und wirksam haltet – und wie stark die aktuellen Spritpreise euren Alltag oder eure Reisekosten beeinflussen.



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