PATTAYA – Nach heftigen Regenfällen gab eine Mauer nach, die eine Wohnsiedlung von einer Recyclinganlage trennt. Die Folge: Eine schlammige Brühe aus Hochwasser und Schaumabfällen ergoss sich in die Straßen von Boonraksa Ville 2.
Wohnstraßen unter Schaum begraben
Der Vorfall ereignete sich am Samstagvormittag, als sintflutartiger Regen das Gebiet im Bezirk Si Racha traf. Die Wassermassen schoben tonnenweise entsorgten Schaumstoff aus der angrenzenden Recyclinganlage gegen die rückwärtige Mauer der Siedlung.
Schließlich hielt die Wand dem Druck nicht mehr stand und brach. Durch die Bresche strömte das mit Abfällen vermischte Hochwasser ungehindert in die Wohngegend und setzte Häuser sowie Straßen unter Wasser.
Schaum als tödlicher Druckkeil
Arthit Inprasit, Präsident der Eigentümervereinigung, schilderte den Hergang. Der starke Regen schob den Schaum der Recyclingfirma zu einer kompakten Masse zusammen, die immer stärker gegen die Mauer drückte, bis diese einstürzte.
Das Grundstück hinter der Siedlung ist privat und langfristig an ausländische Betreiber verpachtet. Diese zerlegen dort alte Kühlschränke und Gefriertruhen, entnehmen wertvolle Teile und lassen große Mengen Schaumstoff als Abfall zurück.
Anwohner fordern Prüfung des Recyclingbetriebs
Nun verlangen die Betroffenen von den Behörden eine lückenlose Untersuchung. Es soll geprüft werden, ob bei dem Recyclinggeschäft Abfallmanagement und gesetzliche Vorgaben überhaupt eingehalten werden.
Die schockierenden Bilder zeigen, wie der weiße Schaumteppich die Straßenzüge überzieht und das Alltagsleben in dem Wohngebiet massiv stört. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand.
Behörden schreiten zur Tat
Einsatzkräfte der Gemeinde Bo Win und des Distrikts Si Racha rückten umgehend an, um den Schaum zu beseitigen. Zusätzlich öffneten sie Abwasserkanäle, damit die Fluten schneller ablaufen.
Für die kommende Zeit sind Inspektionen und eine genaue Schadensbewertung in der betroffenen Siedlung geplant. Weitere Schritte gegen die Recyclinganlage machen die Beamten vom Ergebnis der offiziellen Ermittlungen abhängig.
Offene Frage zur Betriebsgenehmigung
Der Vorfall lenkt den Blick auf das riskante Nebeneinander von Wohngebieten und industrieller Abfallwirtschaft in der Region. Gerade in der Regenzeit kann der unsachgemäße Umgang mit Reststoffen binnen Minuten zur Gefahr werden.
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Ob und mit welcher Genehmigung die ausländischen Pächter das Recycling betreiben, blieb zunächst unklar. Die Antwort darauf wird nun zum zentralen Punkt für die Sicherheit der Anwohner.



Schaum ist ja charmant ausgedrückt für diese Masse. Auch interessant, das man Abwasserkanäle öffnet, zwecks besserem Ablauf.
Sinnbildlicher hätte man es wohl nicht darstellen können was falsch in diesem Land läuft. Würde mich nicht wundern wenn man den Dreck auf die Seite räumen würde um wieder durchfahren zu können und fertig. Ist natürlich ausschließlich und nur ironisch gemeint.