BANGKOK, THAILAND – Thailands Privatsektor senkt die Wachstumsprognose für 2026 deutlich: Statt 1,6–2,0% werden nur noch 1,2–1,6% erwartet. Als Hauptgründe nennt das JSCCIB steigende Energiekosten, globale Lieferkettenstörungen und rückläufigen internationalen Tourismus.
Neue Prognose: Wachstum wird schwächer erwartet
Vertreter des Privatsektors rechnen für Thailand im Jahr 2026 nur noch mit einem BIP-Wachstum von 1,2–1,6%. Zuvor lag die Prognose bei 1,6–2,0%.
Die Einschätzung stammt vom Joint Standing Committee on Commerce, Industry and Banking (JSCCIB). Das Gremium gilt als wichtige Stimme der Wirtschaft, weil es Handel, Industrie und Banken zusammenführt.
Energiepreise als zentraler Belastungsfaktor
Als wesentlicher Grund für die Korrektur nennt das JSCCIB stark steigende Energiekosten. Höhere Energiepreise verteuern Produktion, Transport und Dienstleistungen und drücken damit auf die wirtschaftliche Dynamik.
Gerade energieintensive Branchen spüren solche Kostenanstiege schnell, weil sie sich auf Lieferpreise und Margen auswirken. Das kann Investitionen bremsen und die Wettbewerbsfähigkeit belasten.
Globale Lieferkettenstörungen treffen Handel und Industrie
Zusätzlich verweist das JSCCIB auf globale Störungen in den Lieferketten. Solche Unterbrechungen können zu Verzögerungen, höheren Beschaffungskosten und unsicheren Produktionsabläufen führen.
Für eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Thailand sind stabile Lieferketten besonders wichtig, weil viele Industrien auf Vorprodukte und planbare Logistik angewiesen sind. Wenn diese Faktoren schwanken, leidet die Planungssicherheit in Unternehmen.
Rückgang im internationalen Tourismus als Risiko
Ein weiterer Belastungsfaktor ist laut JSCCIB ein Rückgang des internationalen Tourismus. Weniger ausländische Besucher wirken sich typischerweise auf Einnahmen in Hotellerie, Gastronomie, Transport und Einzelhandel aus.
Tourismus gilt als bedeutender Wirtschaftsmotor, weil er Nachfrage in vielen Bereichen erzeugt und Arbeitsplätze stützt. Wenn die Besucherzahlen sinken, kann das die Binnenkonjunktur zusätzlich dämpfen.
Inflation soll 2026 anziehen
Neben dem schwächeren Wachstum erwartet das JSCCIB auch eine höhere Inflation. Die Teuerungsrate wird für 2026 auf 2,0–3,0% geschätzt.
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Damit liegt die Prognose über der zuvor genannten Erwartung (im Quelltext als „up from …“ angedeutet, ohne die frühere Spanne zu nennen). Steigende Energiepreise können dabei ein wichtiger Treiber sein, weil sie sich auf viele Güter und Dienstleistungen durchschlagen.



Na ja, wenn das JSCCIB meint, dass das Wachstum für 2026 nur um 0,4% geringer als ursprünglich angenommen ausfällt und die Inflationsrate bei nur 2 -3% liegen wird, dann werden die es schon wissen.