Thailand Nachtleben 2026: Regeln, Preise, Fallen

Thailands Nachtleben hat sich gewandelt. Zwischen Rooftop-Bars und Strandpartys gelten 2026 neue Regeln für Cannabis und Öffnungszeiten. Wie feiern Sie sicher und entspannt?

Thailand Nachtleben 2026: Regeln, Preise, Fallen
Gemini AI
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Ein Abend über den Dächern Bangkoks: Die Stille vor der elektrischen Nacht

Die Sonne versinkt hinter den gläsernen Türmen von Sukhumvit und taucht Bangkok in tiefes Violett. In der 45. Etage einer Rooftop-Bar spüren internationale Gäste die noch warme Brise auf der Haut, während das Licht langsam verschwindet. Ein Kellner in makelloses Uniform nähert sich mit dem ersten Drink des Abends – gekühlt, perfekt, verheißungsvoll. Dieser Moment der Ruhe vor dem Sturm ist das, das Menschen immer wieder nach Thailand zieht: die einzigartige Verschmelzung von Zivilisation und tropischer Natur.

Wer von hier oben auf die Stadt blickt, sieht eine Metropole im Umbruch. Die wilden Jahre scheinen einer geordneteren Ära gewichen zu sein – doch nicht minder faszinierend. Während Bangkok professioneller wird, behält es seine unvergleichliche Magie. Die Frage ist nur: Welche Regeln und Fallstricke erwarten Besucher, die sich in das Nachtleben stürzen wollen?

Neuordnung im Thai-Nachtleben

Thailand hat sein Nachtleben seit der Pandemie grundlegend reorganisiert. Wo früher improvisierte Strandbars dominierten, entstehen heute gut organisierte Beach-Clubs und lizenzierte Venues, die internationalen Standards entsprechen. Die Regierung setzt bewusst auf Qualitätstourismus – nicht auf Masse. Sauberere Straßen, strengere Kontrollen und gehobene Angebote sind die Signale dieser Transformation. Für den Besucher bedeutet dies konkret: mehr Sicherheit, aber auch verlässlichere Spielregeln.

Der Komfort ist gestiegen, das exotische Flair ist geblieben. Aber die Illusion der Grenzenlosigkeit ist vorbei. Wer heute nach Thailand reist und nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs ist, muss sich bewusst machen, dass klare Regeln gelten – Regeln, die gerne und konsequent durchgesetzt werden. Dieses Wissen ist die beste Versicherung für einen unvergesslichen Urlaub ohne unangenehme Überraschungen.

Vier Uhr morgens: Die neue Grenze der Nachtentertainment-Zonen

Lange Zeit endete das offizielle Nachtleben in Thailand um 2:00 Uhr morgens – eine Regelung, die kreativ umgangen wurde. Seit der Einführung von Pilotzonen in Bangkok, Phuket, Chon Buri und Chiang Mai dürfen lizenzierte Unterhaltungsbetriebe legal bis 4:00 Uhr morgens geöffnet bleiben. Diese Maßnahme hat den Betreibern Luft zum Atmen gegeben und Nachtschwärmern mehr Flexibilität verschafft. Die Entscheidung war eine Reaktion auf den Tourismus-Druck und die Erkenntnis, dass viele internationale Besucher später feiern als Thais.

Aber hier kommt der Haken: Diese verlängerten Öffnungszeiten sind strikt an bestimmte Zonen und Lizenzen gebunden. Außerhalb dieser Unterhaltungs-Distrikte schließen Bars und Restaurants weiterhin früher. Die Polizei kontrolliert diese Grenzen genau. Wer nach 4:00 Uhr noch feiern will, befindet sich schnell im illegalen Bereich. Silom Road und Bangla Road (Phuket) sind verlässliche Adressen – alles andere ist Risiko.

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Alkohol kaufen: Was 2026 wirklich erlaubt ist (Update)

Hier kommt die wichtigste Neuerung für Alkoholfreunde: Seit Dezember 2025 darf Alkohol in Supermärkten, 7-Eleven und Convenience-Stores durchgehend von 11:00 bis 24:00 Uhr verkauft werden. Das frustrierende Nachmittagsverbot zwischen 14:00 und 17:00 Uhr wurde aufgehoben – zumindest für 180 Tage (Pilotphase). Das bedeutet: Wer um 15:00 Uhr ein Bier kaufen will, kann das endlich legal tun. Für Touristen ist dies eine erhebliche Erleichterung im Alltag.

In Bars und Restaurants wird diese Regelung oft etwas flexibler gehandhabt, wenn der Konsum vor Ort stattfindet. An wichtigen buddhistischen Feiertagen und Wahltagen gilt jedoch landesweit ein striktes Alkoholverkaufsverbot, das auch vor Hotelbars nicht Halt macht. Vor Reiseantritt sollte man den Kalender checken, um nicht plötzlich vor geschlossenen Zapfhähnen zu stehen. Diese „Dry Days“ sind nicht verhandelbar.

Cannabis: Medizin statt Party – Die zweite Wende

Nach einer euphorischen Phase der quasi-Legalisierung hat die thailändische Regierung entscheidend die Bremse gezogen. Seit Anfang 2026 gilt wieder ein primär medizinischer Fokus auf Cannabis. Der freizeitliche Konsum in der Öffentlichkeit ist untersagt. Die zahlreichen Shops, die wie Pilze aus dem Boden schossen, müssen nun strenge Auflagen erfüllen und lizenziertes Personal vorweisen. Über 7.000 dieser Läden mussten bereits schließen – ein wirtschaftliches Desaster für viele kleine Unternehmer.

Für internationale Besucher ist die Botschaft eindeutig: Der einfache Kauf von Blüten ohne ärztliche Beratung ist rechtlich nicht mehr vorgesehen. Wer Cannabis aus gesundheitlichen Gründen nutzen möchte, braucht ein gültiges ärztliches Rezept von einem lizenzierten Thai-Praktizier. Das Rauchen auf offener Straße oder in gut besuchten Außenbereichen von Bars wird als öffentliche Belästigung gewertet und kann zu Geldstrafen von bis zu 25.000 Baht führen. Die Zeiten des „Ganja-Tourismus“ sind endgültig vorbei.

E-Zigaretten: Ein Verbot mit echten Zähnen

Ein Thema, das viele Reisende unterschätzen, ist das strikte Verbot von E-Zigaretten, Vapes und IQOS-Geräten im gesamten Königreich Thailand. Sowohl die Einfuhr als auch der Besitz und der Gebrauch dieser Geräte sind illegal und können mit hohen Geldstrafen oder sogar Haft belegt werden. Auch wenn man auf der Straße vereinzelt Menschen dampfen sieht (meist Einheimische), ist das Risiko für Besucher unkalkulierbar hoch. Polizekontrollen, insbesondere an Checkpoints in der Nacht, achten gezielt auf solche Gegenstände.

Es wird dringend empfohlen, sämtliche Vaping-Ausrüstung zu Hause zu lassen, um den Urlaub nicht durch unnötige rechtliche Probleme zu belasten. Verstöße können zu Geldstrafen von bis zu 30.000-50.000 Baht oder sogar Gefängnisstrafen führen. Wer auf Nikotin nicht verzichten kann, muss auf herkömmliche Zigaretten zurückgreifen – diese sind in fast jedem Geschäft erhältlich und völlig legal.

Koh Phangan Full Moon: Das größte Beach-Event Asiens mit klaren Grenzen

Die legendäre Full Moon Party am Haad Rin Strand zieht monatlich Zehntausende Besucher an – aktuell 10.000 bis 30.000, je nach Saison. Doch das Event hat sein Gesicht verändert. Was einst als kleine Rucksackreiser-Zusammenkunft begann, ist heute ein massives, kommerzielles Festival mit Eintritsgeldern, professionellen Sicherheitszonen und über 12 verschiedenen Soundsystemen. Für ältere Besucher kann das Gedränge und die Lautstärke überwältigend sein, doch es gibt ruhigere Ecken am Rand des Strandes.

Die Musik hat sich von reinem Trance zu einem breiten Mix aus EDM, Pop und Reggae entwickelt. Das Eintrittsticket (200 Baht) ist günstig, aber das gesamte Island-Ökosystem hat sich auf dieses Event ausgerichtet – mit extremen Preissteigerungen. Unterkunftsreservierungen sollten Monate im Voraus erfolgen. Wichtig: festes Schuhwerk tragen, um Schnittverletzungen durch Scherben im Sand zu vermeiden. Das kommerzielle Event ist nicht mehr das freche, unkontrollierte Abenteuer, das es einmal war.

Betrugsmaschen: Wie Besucher beim Feiern über den Tisch gezogen werden

Thailand gilt allgemein als sehr sicheres Reiseland, doch im Nachtleben lauern klassische Fallstricke. Eine häufige Masche ist die „Check-Bin“-Falle: Die Rechnung am Ende ist deutlich höher als erwartet. Der Grund sind oft kreativ interpretierte Servicegebühren oder unbemerkt hinzugefügte Drinks. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, jeden Drink sofort bei Erhalt zu bezahlen oder die Rechnung nach jeder Runde zu prüfen. Auf den Getränkepreis hinweisen, bevor man bestellt.

Ein weiteres Phänomen sind überteuerte Tuk-Tuks oder Taxis, die vor Clubs auf angetrunkene Fahrgäste warten und willkürliche Pauschalpreise verlangen. Bestehen Sie auf das Taximeter oder nutzen Sie App-basierte Fahrdienste. Ein gesundes Misstrauen gegenüber allzu freundlichen Fremden, die Sie in unbekannte Etablissements einladen wollen, ist ebenfalls der beste Schutz vor bösen Überraschungen. Die Warnsignale sind erkennbar – man muss nur hinsehen.

Rooftop Bars: Wo Bangkok von oben atemberaubend wirkt

Bangkok ist weltweit berühmt für seine Dichte an spektakulären Rooftop-Bars, die einen atemberaubenden Blick über das Lichtermeer der Stadt bieten. Diese Orte sind ideal für einen gepflegten Abend, erfordern aber ein höheres Budget und die Einhaltung eines Dresscodes. Flip-Flops, ärmellose Shirts und Sportshorts sind tabu; lange Hosen und geschlossene Schuhe sind für Herren Pflicht. Frauen sollten ebenfalls elegant gekleidet sein. Bars wie Vertigo, Sky Bar und Octave sind ikonisch – aber auch teuer.

Ein Cocktail kostet oft zwischen 500 und 900 Baht (ca. 13 bis 24 Euro), plus fast immer Servicegebühr und Mehrwertsteuer. Es gibt aber auch günstigere Alternativen mit guten Aussichten: Bars in weniger touristischen Vierteln wie Seen Rooftop (500 Baht für Cocktails) oder Heaven Rooftop (ab 220 Baht) bieten ähnliche Erlebnisse zu Bruchteilen des Preises. Wer diesen Luxus mit guter Planung genießen will, muss nicht nur für das Getränk zahlen, sondern auch für das Ambiente und die Aussicht.

RCA und Thonglor: Wo Bangkok-Nachtschwärmer wirklich feiern

Wer abseits der Touristenpfade feiern möchte, sollte sich in die Viertel begeben, in denen die wohlhabende thailändische Jugend und Expats verkehren. Die Royal City Avenue (RCA) und der Stadtteil Thonglor bieten Clubs mit modernster Lichttechnik und internationalen DJs. Die Atmosphäre ist weniger ausbeuterisch als in den Rotlichtbezirken – hier liegt der Fokus klar auf Musik und Tanz. Es sind echte Tanzflächen für echte Party-Enthusiasten.

In diesen Clubs ist es üblich, eine Flasche Spirituosen zu kaufen und an einem Stehtisch zu teilen, statt einzelne Getränke an der Bar zu bestellen. Ein Ausweis zur Alterskontrolle ist zwingend erforderlich – die thailändischen Behörden nehmen Jugendschutz ernst. Die Musik ist laut, die Stimmung ausgelassen, aber stets friedlich und von gegenseitigem Respekt geprägt. Dies ist Bangkok, nicht Pattaya – und das macht einen Unterschied.

Preise durchschauen: Wie viel eine Nacht wirklich kostet

Das Preisgefälle im thailändischen Nachtleben ist enorm und hängt stark vom gewählten Ort und der Gastronomie-Art ab. Ein großes Bier (640ml) in einer einfachen Bar kostet oft schon 100 bis 150 Baht (ca. 2,70 bis 4 Euro). In gehobenen Etablissements und Hotelbars beginnen die Preise für ein kleines Bier oft erst bei 250 Baht (ca. 6,70 Euro). Diese Preisspanne ist gigantisch – und bewusst konstruiert.

Für einen entspannten Abend mit Abendessen, ein paar Getränken und Transport sollten Reisende realistisch planen: Wer lokal isst und trinkt, kommt mit 1.000 Baht (ca. 27 Euro) gut durch den Abend. Ein Besuch in einer Rooftop-Bar kostet schnell 3.000 Baht (ca. 81 Euro) und mehr – für zwei Personen ohne Essen. Bargeld ist in kleineren Bars immer noch König. Moderne Clubs und Rooftop-Bars akzeptieren zunehmend Kartenzahlung, aber Ärger mit Bankgebühren ist möglich.

Kultur der Höflichkeit: Wie man sich in Thailand richtig verhält

Die thailändische Kultur legt extremen Wert auf Höflichkeit, Gesichtswahrung und harmonisches Miteinander – auch unter Alkoholeinfluss. Lautes Rufen, aggressives Verhalten oder das offene Zeigen von Ärger sind absolute No-Gos und führen schnell dazu, dass man ignoriert oder des Lokals verwiesen wird. Ein Lächeln und eine ruhige Stimme öffnen dagegen fast alle Türen und sorgen für deutlich besseren Service. Dies ist keine kulturelle Dekoration – es ist der Kern der sozialen Ordnung.

Im Umgang mit Servicepersonal oder Bekanntschaften in Bars sollte man stets respektvoll und nicht herablassend auftreten. Körperkontakt, wie das Umarmen von Fremden oder das Berühren am Kopf, wird als unhöflich empfunden und sollte vermieden werden. Wer sich als Gast benimmt und die lokalen Gepflogenheiten achtet, wird mit der berühmten thailändischen Gastfreundschaft belohnt – und bekommt oft sogar Getränke spendiert.

Pattaya: Von der Sündenstadt zur multifunktionalen Urlaubsdestination

Pattaya, lange Zeit fast ausschließlich für sein wildes Nachtleben bekannt, bemüht sich seit Jahren um ein familienfreundlicheres Image. Die Walking Street bleibt das laute, bunte Zentrum des Amüsements – aber das ist längst nicht mehr die ganze Geschichte. Hochwertige Beach-Clubs und Restaurants entstehen und richten sich an ein Publikum, das Lifestyle und Kulinarik sucht. Die Stadtverwaltung investiert in saubere Strände und attraktive Promenaden.

Pattaya bleibt ein Ort der extremen Kontraste: Luxuseinkaufszentren und traditionelle Garküchen existieren Meter voneinander entfernt. Für den Besucher bietet dies eine riesige Auswahl an Möglichkeiten, den Abend ganz nach eigenem Geschmack zu gestalten. Wer will, findet hier noch die alte Pattaya-Energie. Wer etwas eleganteres sucht, findet auch das. Die Stadt ist dabei, ihre Identität neu zu erfinden – und das geschieht in Echtzeit vor den Augen der Gäste.

Nachtmärkte: Die unterschätzte Alternative zum Club

Nicht jeder Abend muss in einem Club oder einer Bar enden – die thailändischen Nachtmärkte bieten eine faszinierende und völlig alkoholfreie Alternative. Märkte wie der Jodd Fairs in Bangkok oder die Sunday Walking Street in Chiang Mai sind pulsierende Orte voller Leben, Musik und Essen. Hier kann man bis spät in die Nacht flanieren, handwerkliche Kunst kaufen und exotische Snacks probieren. Die Atmosphäre ist chaotisch, lebendig und vollkommen sicher.

Diese Märkte sind oft bis Mitternacht geöffnet und bieten eine entspannte Atmosphäre, ideal für Paare und Familien. Live-Bands spielen akustische Sets, tausende bunte Glühbirnen schaffen eine fast magische Stimmung. Es ist der perfekte Ort, um das moderne thailändische Leben zu beobachten, ohne den Druck, Alkohol konsumieren zu müssen. Oft sind die Snacks hier besser und authentischer als in teuren Restaurants – und günstiger obendrein.

Heimweg: Wie man sicher ans Ziel kommt

Die Frage des sicheren Heimwegs ist zentral, da der öffentliche Nahverkehr wie Skytrain (BTS) und U-Bahn (MRT) in Bangkok gegen Mitternacht den Betrieb einstellt. Danach sind Taxis und Fahrdienst-Apps wie Grab oder Bolt die zuverlässigsten Optionen. Motorrad-Taxis sind zwar schnell und überall verfügbar, bergen aber nachts ein erhöhtes Unfallrisiko und werden für längere Strecken nicht empfohlen. Viele Touristen unterschätzen diesen Punkt – und landen dann in teuren oder unsicheren Situationen.

Wer sich für ein normales Taxi entscheidet, sollte unbedingt darauf achten, dass der Fahrer das Taximeter einschaltet, bevor die Fahrt beginnt. Sollte der Fahrer dies verweigern, ist es meist am besten, einfach auszusteigen und das nächste Taxi zu nehmen. Apps bieten hier den großen Vorteil der Transparenz: Route und Preis sind bereits vor Fahrtantritt festgelegt und die Bezahlung erfolgt digital. Dies eliminiert das Risiko von Verhandlungen oder Überraschungen komplett.

Klima und Kleidung: Was man wissen muss

Das tropische Klima Thailands sorgt dafür, dass es auch nachts selten kälter als 25 Grad wird – leichte Kleidung ist also optimal. Aber hier kommt der Haken: In klimatisierten Innenräumen wie Clubs, Kinos oder Shopping-Malls werden die Systeme oft extremst heruntergekühlt. Ein leichtes Hemd oder ein Tuch zum Überwerfen kann hier vor einer Erkältung schützen, die den Urlaub ruinieren könnte. Dies ist kein Luxus, sondern praktische Notwendigkeit.

In der Regenzeit (Juni bis Oktober) muss man zudem jederzeit mit heftigen, aber meist kurzen Regenschauern rechnen. Viele Einheimische tragen kleine Plastik-Ponchos bei sich oder warten den Schauer einfach in der nächsten Bar ab – was zeigt, dass Regen nicht schlimm ist, wenn man flexible Pläne hat. Das Schuhwerk sollte entsprechend gewählt werden: Teure Lederschuhe leiden unter nassen Straßen, während leichte Sneaker oder Sandalen mit Socken meist die beste Wahl sind.

Gesundheit nachts: Von Dehydrierung bis zu medizinischer Notfall-Versorgung

Im Rausch der Nacht und bei der ungewohnten Hitze vergessen viele Reisende, ausreichend Wasser zu trinken – was schnell zu Dehydrierung führt. Alkohol wirkt in den Tropen oft schneller und intensiver, weshalb moderater Konsum dringend angeraten ist. Eiswürfel in Getränken sind heutzutage in touristischen Gebieten fast immer sicher, da sie industriell aus gefiltertem Wasser hergestellt werden. Aber Vorsicht: Billige Street-Bars machen manchmal noch Ausnahmen.

Sollte es doch einmal zu gesundheitlichen Problemen kommen, verfügt Thailand über eine exzellente medizinische Versorgung in den privaten Krankenhäusern der großen Städte. Eine gute Auslandskrankenversicherung ist unerlässlich, da Behandlungskosten sofort beglichen werden müssen und erheblich sein können. Apotheken sind oft bis spät in die Nacht geöffnet, und Apotheker können bei kleineren Beschwerden kompetent beraten. Im Notfall sollte man nicht zögern, ins Krankenhaus zu gehen – das System ist schnell und professionell.

Polizeikontakte: Ruhig bleiben, respektvoll handeln

Begegnungen mit der Polizei sind im thailändischen Nachtleben selten, solange man sich unauffällig verhält und keine Gesetze bricht. Sollte man dennoch in eine Kontrolle geraten – beispielsweise eine Verkehrskontrolle – ist Ruhe und Kooperation das oberste Gebot. Lautes Diskutieren oder aggressives Auftreten verschlimmert die Situation fast immer und führt zu Gesichtsverlust auf beiden Seiten. Ein höfliches „Khob khrap“ (Danke, männlich) oder „Khob khrap kha“ (Danke, weiblich) kann Wunder wirken.

Es kann vorkommen, dass bei kleineren Vergehen ein Bußgeld vor Ort erhoben wird – was in der Praxis oft den Gang zur Wache erspart. Korrekterweise sollte man jedoch immer auf einem offiziellen Strafzettel bestehen und diesen auf der Polizeiwache begleichen. Wichtig ist, stets eine Kopie des Reisepasses (digital oder Papier) sowie bei Fahrzeugnutzung den internationalen Führerschein dabei zu haben. Diese Dokumente sind oft der Schlüssel zu raschem Handeln.

2026: Ein Fazit zwischen Ordnung und magischem Chaos

Thailands Nachtleben präsentiert sich im Jahr 2026 reifer, sicherer und vielfältiger als in den vergangenen Jahrzehnten. Die Balance zwischen ausgelassenem Feiern und notwendiger Ordnung scheint gefunden zu sein – was besonders anspruchsvolleren Gästen zugutekommt. Der Trend geht klar weg vom reinen „Billig-Tourismus“ hin zu Qualität und echtem Erlebnis, was sich in Angeboten und Preisen widerspiegelt. Wer sich der kulturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen bewusst ist, kann hier unvergessliche Nächte erleben.

Für den Besucher bedeutet dies mehr Komfort und Sicherheit, aber auch die Notwendigkeit einer sorgfältigeren Urlaubsbudgetplanung. Thailand bleibt ein Sehnsuchtsziel, das auch bei Nacht seine ganz eigene, unvergleichliche Magie entfaltet. Die Regeln sind klarer geworden – und deshalb ist es leichter denn je, sich in dieser Magie zu bewegen, ohne in Fallen zu tappen. Das ist das wahre Geschenk des modernen Thailand.

Redaktionelle Anmerkung: Stand und Gültigkeit dieser Information

Dieser Artikel spiegelt den Informationsstand von Februar 2026 wider. Besonders zu beachten: Die Alkoholverkaufszeiten wurden im Dezember 2025 aktualisiert (11:00-24:00 Uhr durchgehend, 6-Monate-Pilotphase). Andere gesetzliche Bestimmungen, insbesondere bezüglich Cannabis und Nachtleben-Öffnungszeiten, können sich in Thailand kurzfristig ändern. Wir empfehlen Reisenden dringend, sich vor Ort über aktuelle lokale Verordnungen zu informieren. Alle Währungsangaben basieren auf einem Wechselkurs von ca. 1 EUR = 37 THB und dienen lediglich als Orientierungshilfe. Für rechtliche Fragen konsultieren Sie bitte lokale Behörden oder Rechtsexperten.

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2 Kommentare zu „Thailand Nachtleben 2026: Regeln, Preise, Fallen

  1. Nach einer euphorischen Phase der quasi-Legalisierung hat die thailändische Regierung entscheidend die Bremse gezogen. Seit Anfang 2026 gilt wieder ein primär medizinischer Fokus auf Cannabis. Der freizeitliche Konsum in der Öffentlichkeit ist untersagt. Die zahlreichen Shops, die wie Pilze aus dem Boden schossen, müssen nun strenge Auflagen erfüllen und lizenziertes Personal vorweisen. Über 7.000 dieser Läden mussten bereits schließen – ein wirtschaftliches Desaster für viele kleine Unternehmer.

    habe den unsinn reinkopiert und gehe davon aus das der WB die uebersetzung nicht gelesen hat o. absichtlich aengste und panik schueren will ,ich weiss es nicht!!
    wo lieber WB habt ihr die zahl 7.000 her ??? das die shops schliessen mussten wegen nicht erfuellung von auflagen ist schwachsinn und glatt gelogen !!
    ich , ja ich kennen shop betreiber in phuket, krabi , bangkok phattalung , kein einziger musste schliessen wegen auflagen.
    die betreiber haben sehr schlecht gewirtschaftet , haeuser fuer den anbau angemietet , hohe stromrechnungen und das ganja ueberwiegend selbst und mit freunden geraucht und keinen ruecklagen gebildet.
    dann war keine kohle mehr da und die verlaengerung der lizens wurde vfom betreiber nicht beantragt.
    wieso weshalb , warum schreibt ihr also so einen unsinn.
    kein einziger shop von den von mir aufgezaehlten hat jemals etwas gehoert von auflagen.
    erst letzte woche hat ein freund von mir der einen shop betreibt seine lizens verlaengern lassen.
    von auflagen ist weder den betreibern noch dem amt etwas bekannt.
    kann euch die tel. nr. geben von dem shop da koennt ihr anrufen und nachfragen.
    entweder luegt ihr bewusst o. ihr schaut nicht was ihr uebersetzt und druckt fleissig drauflos.
    wenns eine luege ist solltet ihr zur wahrheit zurueck kehren , wenn es schlamperei war solltet ihr besser aufpassen und nicht jeden scheis blind uebernehmen , BASTA!!
    ihr koennt mir jetzt antworten , ja ich habe gelesen was die reg. gesagt hat , aber auch ihr solltet langsam wissen was bla bla bla ist , und was glaubhaft ist!
    wenn scheisse geschrieben wird regt mich das ungemein auf , bin gespannt was ihr jetzt dazu sagt . o. auch nicht sagt !!

    1. Stand 28. Dezember 2025 gab es 18.433 registrierte Cannabis-Shops in Thailand. Von den 8.636 Shops, deren Lizenzen 2025 ausliefen, erneuerten nur 1.339 (15,5%) ihre Lizenz, während 7.297 Shops schlossen.
      Die Nation: Over 7,000 cannabis shops close due to stricter regulations and new law – FEBRUARY 01, 2026
      The Thaiger: Over 7,000 cannabis shops close as Thailand overhauls regulations – January 6, 2026

      Die Meldung über die Schließung von über 7.000 Cannabis-Shops in Thailand stammt aus offiziellen Daten des thailändischen Gesundheitsministeriums vom 28. Dezember 2025.

      Hauptquellen der Berichterstattung:
      Englischsprachige Medien:
      The Nation Thailand Nation Thailand (Januar – Februar 2026)
      VnExpress International VnExpress International (Februar 2026)
      The Thaiger Thaiger (6. Januar 2026)
      The Star (Malaysia) The Star (1. Februar 2026)
      Asian News Network Asia News Network
      Thailand Business News

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