Thailand Öl-Skandal schürt Angst vor Korruption

600 bis 700 Millionen Liter Diesel sollen im März einfach „verschwunden“ sein — wer steckt dahinter, und warum findet keine Kontrolle etwas? ⛽️

Thailand Öl-Skandal schürt Angst vor Korruption
Chanat Katanyu, Bangkok Post

BANGKOK, THAILAND – In einer Parlamentsdebatte wirft die Opposition der Regierung mangelnde Transparenz und Versäumnisse im Energiesektor vor. Im Fokus stehen Vorwürfe zu Vetting-Standards im Kabinett, mutmaßliche Diesel-Hortung sowie Unstimmigkeiten in offiziellen Kraftstoffdaten.

Opposition greift Regierung in Grundsatzdebatte an

Oppositionsabgeordnete attackierten die Regierung breit und warfen ihr vor, von fehlerhaftem Ölmanagement zu profitieren, mutmaßliche Kraftstoffhortung zu ignorieren und Transparenzprobleme im Energiesektor nicht zu lösen.

Die Vorwürfe wurden am zweiten Tag der politischen Debatte nach Abschnitt 162 der Verfassung vorgetragen.

Rangsiman Rome stellt Anti-Korruptionskurs infrage

Rangsiman Rome von der People’s Party bezweifelte die Glaubwürdigkeit der Regierung im Kampf gegen Korruption und „graue“ Geschäftsnetzwerke und sagte, das Handeln widerspreche den eigenen politischen Aussagen.

Er verwies dabei auf aus seiner Sicht widersprüchliche Entscheidungen bei der Bewertung von Personalien für Kabinettsposten.

DSI-Fälle und die Frage nach doppelten Standards

Rome nannte den Fall Prasert Jantararuangtong, der zuvor vom Department of Special Investigation (DSI) geprüft und an die National Anti-Corruption Commission verwiesen worden sei, aber weiterhin dem Kabinett angehöre.

Demgegenüber sei Sudawan Wangsuphakijkosol wegen eines DSI-Falls von einem Kabinettsposten ausgeschlossen worden, was die Frage aufwerfe, ob rechtliche Standards oder politische Erwägungen entscheidend seien.

Ang Thong: Beschlagnahmung und Vorwürfe zu Verbindungen

Beim Thema Energie sprach Rome eine große Kraftstoffbeschlagnahmung in Ang Thong an und behauptete, ein bekannter Öl-Händler mit dem Spitznamen „Sia Tue“ habe enge Verbindungen zu politischen Akteuren.

Er führte an, die Firma des Händlers habe finanzielle Geschäfte mit Vizepremier und Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn gehabt, darunter Darlehensvereinbarungen von mehr als 100 Millionen Baht.

Spendenhinweis und Streit im Plenum

Rome sagte zudem, Familienmitglieder des Händlers hätten an eine Partei der Regierungskoalition gespendet, und deutete an, politischer Einfluss könne ein entschlossenes Vorgehen trotz Verdachts auf Hortung und Preismanipulation bremsen.

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Koalitionsabgeordnete protestierten wiederholt und warfen ihm vor, schwerwiegende Anschuldigungen ohne ausreichende Belege zu erheben.

Warong: „Verschwundene“ Diesel-Mengen im März

Separat verschärfte Warong Dechgitvigrom (Thai Pakdee Party, Listen-MP) die Kontroverse mit der Behauptung, im März seien effektiv 600 bis 700 Millionen Liter Diesel „aus dem System verschwunden“.

Unter Berufung auf Daten des Department of Energy Business sagte er, die Abweichung deute auf ein groß angelegtes Korruptionsschema hin.

Kontrollen ohne Befund – Zweifel an der Lieferkette

Warong erklärte, offizielle Inspektionen von Kraftstofflagern hätten keine Unregelmäßigkeiten ergeben, was Zweifel an der Integrität der Versorgungskette aufkommen lasse.

Er forderte Phiphat auf, dem Parlament direkt Rede und Antwort zu stehen, und warnte, fehlende Klarstellung könne für verantwortliche Beamte rechtliche Folgen haben.

Deine Meinung

Wie bewertest du die Vorwürfe der Opposition: Sind das notwendige Fragen zur Transparenz im Energiesektor oder politisch motivierte Anschuldigungen ohne ausreichende Belege?

Sollten Daten zu Kraftstoffbeständen und Lieferketten in Thailand stärker öffentlich nachvollziehbar sein – und wenn ja, wie? Diskutiere mit in den Kommentaren.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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