Thailand startet Rekord-Hilfspaket: 4000 Baht für über 20 Millionen Menschen

Explodierende Energiepreise treiben Millionen Thailänder in den Ruin. Jetzt pumpt die Regierung Milliarden in ein gigantisches Rettungspaket, doch eine letzte gesetzliche Hürde bedroht den Zeitplan.

Thailand startet Rekord-Hilfspaket: 4000 Baht für über 20 Millionen Menschen
KhaoSod

BANGKOK, THAILAND – Die Regierung greift tief in die Kasse: Mehr als 20 Millionen Menschen bekommen ab Juni jeden Monat umgerechnet 1000 Baht extra vom Staat. Grund ist die Explosion der Energiepreise – die Hilfsaktion soll die Bürger vor dem finanziellen Absturz retten.

20 Millionen bekommen 4000 Baht

Vizepremier und Finanzminister Ekkanit Nititannapraphat hat das sogenannte „50:50-Plus“-Programm endgültig durchgewinkt. Die Registrierung startet im Mai, das Geld fließt ab Juni.

Insgesamt vier Monate lang – also bis September – bekommt jeder Berechtigte 1000 Baht pro Monat, insgesamt 4000 Baht. Der Staat übernimmt 60 Prozent, die Bürger zahlen selbst 40 Prozent. Das gilt für alle: Steuerzahler und Nicht-Steuerzahler zahlen gleich viel.

14 Millionen Ärmste bekommen auch Geld

Parallel dazu profitieren die Inhaber der staatlichen Sozialkarte – knapp 14 Millionen Menschen. Sie bekommen ebenfalls 4000 Baht, verteilt auf vier Monate. Allerdings zahlen sie beim Einkauf den vollen Preis – der Zuschuss kommt als reine Geldleistung.

Beide Programme laufen unter dem gemeinsamen Dach „Thai hilft Thai Plus“. Es ist das umfangreichste Hilfspaket, das die Regierung je aufgelegt hat.

Finanzierung noch offen – Gesetz geplant

Die Geldquellen stehen laut Regierungskreisen bereit – aber eine letzte Hürde gibt es noch. Bis zum 30. April muss das Finanzministerium prüfen, wie viel Geld aus dem Haushalt 2026 noch nicht gebunden ist.

Danach soll ein spezielles Gesetz erlassen werden, das diese ungenutzten Mittel ins Hilfsprogramm umleitet. Der Zeitplan ist ambitioniert: Ende April Klarheit, dann sofort Gesetzentwurf.

Premier: „Schwerste Energiekrise seit Jahrzehnten“

Premierminister Anutin Charnvirakul begründete den massiven Einsatz. Die Bevölkerung leide extrem unter den hohen Energiepreisen. Die wirtschaftliche Erholung werde noch lange dauern.

Laut Anutin sei dieses Programm das großzügigste, das es je gegeben habe – sowohl bei der Anzahl der Berechtigten als auch bei der Höhe der Zahlungen. Niemals zuvor sei so viel Geld an so viele Menschen geflossen.

Hilfe für Millionen – aber reicht das?

34 Millionen Menschen bekommen zusätzliches Geld – das klingt nach einer Welle der Solidarität. Doch die Frage bleibt: Stoppt das die steigenden Preise an der Kasse? Oder ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

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Quelle: Khaosod Thai

3 Kommentare zu „Thailand startet Rekord-Hilfspaket: 4000 Baht für über 20 Millionen Menschen

  1. Das ist wieder mal so ein Beispiel wie Geld, das man gar nicht hat, mit der Gießkanne verteilt um ganz kurzfristige Effekte zu erzielen und Aktivismus vorzutäuschen. Für dieses von 12 Uhr bis Mittag reichende Denkvermögen hat Thailand wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal. Dabei würde jede Krise auch Möglichkeiten für substantielle Veränderungen bieten. Nur dafür ist dann ja kein Geld mehr da und vielleicht auch nicht so leicht zu erklären als ein paar Tausender im Volk zu verteilen.

    1. diejenigen, die es kriegen sind wahrscheinlich sehr glücklich darüber, wenn sie bedürftig sind! Ansonsten gebe ich Oskar mit seinem Kommentar recht! Es wird ein Strohfeuer, das schnell wieder erlischt!

    2. Herr Kusch, Sie haben völlig recht. Man muß nur fragen, woher das Geld kommt. Macht die Regierung neue Schulden und treibt den Schuldenstand auf 75%? Kann sie – bzw. der thailändische Steuerzahler – die Zinsen dann noch zahlen? Ganz zu schweigen von der Rückzahlung. Oder werden einfach gleich die Steuern erhöht, was dasselbe ist, nur halt sofort sichtbar.
      Preisänderungen sorgen immer für eine Änderung der Nachfrage. Es werden bessere, günstigere Lösungen gesucht und meist auch gefunden. So entwickelt sich alles fort. Klar, Änderungen sind unbequem und kaum einer will sie bewußt.

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