BANGKOK, THAILAND – Die Regierung hat die Frist zur Verlängerung von Arbeitserlaubnissen für rund 370.000 Arbeitskräfte aus Laos, Myanmar und Vietnam bis 31. März verlängert.
Kabinett greift ein – Frist rutscht bis Ende März
Arbeitsministerin Treenuch Thienthong sagte nach der Kabinettssitzung am 11. März, die Verlängerung solle die Folgen des Arbeitskräftemangels in Industrie und Landwirtschaft dämpfen.
Ursprünglich endete die Erneuerungsphase am 24. Februar, nun gilt als neue Deadline der 31. März.
Ziel – Arbeitskräfte im legalen System halten
Mit der zusätzlichen Zeit will die Regierung verhindern, dass mehr als 370.000 Beschäftigte aus den drei Ländern aus dem legalen Arbeitsmarkt fallen.
Nach Darstellung des Arbeitsministeriums soll das auch helfen, Schäden für Wachstum und laufende Produktion zu begrenzen, wenn Betriebe kurzfristig Personal verlieren.
Auch Pässe betroffen – weitere Frist bis 31. Juli
Parallel beschloss das Kabinett, auch Fristen für die Beschaffung oder Verlängerung von Pässen oder vergleichbaren Dokumenten zu strecken.
Dokumente, deren Regelung eigentlich bis 24. Juni fällig wäre, können nun bis 31. Juli nachgezogen werden.
Behördenkündigung folgt – Innen- und Arbeitsministerium am Zug
Die formellen Bekanntmachungen sollen laut Treenuch Thienthong später durch das Innenministerium und das Arbeitsministerium erfolgen.
Für Betroffene und Arbeitgeber bleibt damit entscheidend, welche Details die Ministerien zur praktischen Abwicklung der Verlängerungen veröffentlichen.
Sonderfall Kambodscha – Verlängerung ja, neue Kräfte nein
Für Arbeitskräfte aus Kambodscha organisierte das Arbeitsministerium bereits am 10. März Gespräche mit Handelskammer, Federation of Thai Industries und Thai Bankers’ Association über eine weitere Duldung.
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Als vorläufiges Ergebnis blieb es bei der Kabinettsentscheidung vom 24. September 2024, die eine Verlängerung der Arbeitserlaubnis für Kambodschaner bis 31. März 2026 vorsieht, zugleich gebe es aktuell keine Politik, neue Arbeitskräfte aus Kambodscha aufzunehmen.
Zahlen zu Kambodscha – Zehntausende laufen aus
Nach Angaben des Ministeriums laufen die Arbeitserlaubnisse von 53.809 Kambodschanern Ende März aus.
Zusätzlich stehen 85.117 Beschäftigte unter einem Vier-Jahres-MoU-Rahmen vor dem Ablauf im Dezember.
Rückkehrer aus Nahost – Hilfe für Thais aus Kriegsregionen
Der stellvertretende ständige Staatssekretär Santi Nantasuwan sagte, das Arbeitsministerium habe Maßnahmen für Thailänder vorbereitet, die wegen des Kriegs im Nahen Osten zurückkehren wollen.
In der Region arbeiteten demnach noch 67.043 Thais, 954 hätten ihre Ausreiseabsicht gemeldet, darunter 36 aus Israel, 41 aus Iran, 205 aus Saudi-Arabien, 378 aus Bahrain, 255 aus Libanon, 7 aus Jordanien und 28 aus Irak.
App und Entschädigung – 15000 Baht bei Rückkehr
Rückkehrwillige sollen laut Ministerium die Smartphone-App SMART TOEA herunterladen, um im Notfall schneller Unterstützung zu erhalten.
Aus dem Fonds zur Unterstützung thailändischer Auslandsarbeiter sind 15.000 Baht pro Rückkehrer aus der Kriegszone vorgesehen, außerdem 30.000 Baht bei Invalidität und 40.000 Baht im Todesfall.



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