Bangkok, Thailand – Thailands Luftfahrtbehörde zieht die Schrauben bei Drohnen deutlich an. Ab dem 17. Mai gelten neue Regeln mit Pflichtschulungen, elektronischer Registrierung und Online-Genehmigungen für bestimmte Flüge. Die Regierung will damit die Sicherheit erhöhen und zugleich den kommerziellen Drohneneinsatz weiter fördern.
Neue Drohnenklasse für riskantere Einsätze
Die zivile Luftfahrtbehörde CAAT führt für Drohnenflüge mit mittlerem Risiko eine „Specific Category“ ein. Darunter fallen Einsätze, die von den bisherigen Vorgaben des Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2015 abweichen.
Für solche Flüge sind eine Risikobewertung und eine vorherige Genehmigung der CAAT nötig, bevor die Drohne starten darf. Betroffen sind unter anderem kommerzielle Einsätze wie Filmaufnahmen, Luftvermessungen und Flüge in eingeschränkten Gebieten.
Schulung und Genehmigung werden Pflicht
Drohnenbetreiber müssen künftig von der CAAT anerkannte Schulungen absolvieren. Dabei geht es um Luftfahrtrecht, Vorschriften zum Flugverkehr, Flugsicherheit und Risikomanagement.
Zusätzlich brauchen Betreiber eine Autorisierung, die zum Typ des eingesetzten Luftfahrzeugs passt. Für jeden Einsatz müssen Flugpläne online eingereicht werden, inklusive Zweck, Datum, Uhrzeit, Fluggebiet oder Koordinaten, Betreibername und Versicherungsunterlagen.
Registrierung auf der Drohne sichtbar
Neu ist auch die verpflichtende elektronische Registrierung aller Drohnen. Jede Drohne muss künftig eine Registrierungsnummer im Standardformat XX-NN-NN-NNNN tragen.
Die Kennzeichnung muss gut sichtbar sein, in kontrastierenden Farben stehen und eine Schriftgröße von mehr als 0,3 Zentimetern haben. Die Behörden wollen damit die Überwachung und Durchsetzung verbessern.
Alte Lizenzen laufen weiter
Bestehende Lizenzen nach den Regeln von 2015 bleiben bis zum Ablauf gültig. Wer allerdings Flüge in der neuen „Specific Category“ plant, muss auch dann die neuen Vorgaben erfüllen.
Die Gültigkeit der Lizenzen verlängert sich von zwei auf fünf Jahre. Eine Erneuerung muss weiterhin mindestens 30 Tage vor Ablauf beantragt werden.
Versicherung bleibt unverändert
Bei der Haftpflichtversicherung ändert sich nichts. Betreiber müssen weiterhin eine Mindestdeckung von einer Million Baht pro Vorfall vorweisen.
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Außerdem ersetzt das neue System papierbasierte Anträge vollständig durch digitale Verfahren. Die Regierung unterstützt den Drohneneinsatz nach eigenen Angaben in der digitalen Wirtschaft, in der Landwirtschaft, in der Kreativwirtschaft und in modernen Geschäftsbereichen.
Regierung setzt auf Sicherheit und Wachstum
Regierungssprecherin Lalida Pherdvivatana sagte, die neuen Regeln sollen die Flugsicherheit verbessern und die wachsende kommerzielle Nutzung von Drohnen unterstützen. Sie betonte zugleich, dass Drohnenbetriebe Sicherheitsstandards einhalten müssen.
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