BANGKOK, THAILAND – Der erste in Thailand entwickelte Erdbeobachtungssatellit THEOS-2A hat nach seinem Start in Indien seine Zielbahn im All nicht erreicht. Der Flug der Trägerrakete verlief zunächst planmäßig, ehe eine Störung in einer späten Flugphase den Einsatz scheitern ließ.
Start in Indien, Hoffnung in Bangkok
Der Satellit THEOS-2A wurde am Montag vom Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota im Südosten Indiens gestartet. Die Mission wurde von der thailändischen Geo-Informatics and Space Technology Development Agency (Gistda) verantwortet, die mit der indischen Raumfahrtbehörde Indian Space Research Organisation (ISRO) zusammenarbeitete.
THEOS-2A sollte als Erdbeobachtungssatellit hochaufgelöste Daten liefern – insbesondere für Katastrophenschutz, Umweltüberwachung und präzisere staatliche Planung. Das Projekt galt als wichtiger Schritt hin zu einer eigenständigeren Weltraum- und Datenökonomie des Landes.
Anomalie in der dritten Raketenstufe
Nach Angaben der ISRO trat das Problem in der dritten Stufe der Trägerrakete auf. Eine Anomalie im Flugprofil führte zu einer unerwarteten Änderung der Rollbewegung der Rakete.
ISRO-Präsident V Narayanan erklärte, die technische Störung sei eine Folge der veränderten Flugbahn in dieser Phase gewesen. „Die Anomalie während der dritten Stufe beeinflusste die vorgesehene Bahn des Satelliten“, so Narayanan sinngemäß.
Unklarer Verbleib des Satelliten
Klar ist inzwischen, dass der rund 100 Kilogramm schwere Satellit seine geplante Umlaufbahn nicht erreicht hat. Nach derzeitiger Analyse kommen zwei Szenarien in Betracht:
• Der Satellit ist zur Erde zurückgefallen
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• Der Satellit befindet sich in einer falschen Umlaufbahn
Beides würde den geplanten regulären Betrieb des Systems verhindern. Konkrete Daten zur tatsächlichen Bahn werden derzeit ausgewertet.
Gemeinsame Analyse von Gistda und ISRO
Die Startsequenz war von Gistda live über Facebook übertragen worden, die Übertragung wurde jedoch kurzzeitig unterbrochen. Nach dem bekannt gewordenen Problem arbeiten Ingenieurteams von Gistda und ISRO nun gemeinsam an der Auswertung der Flugdaten.
Beide Organisationen analysieren die Telemetrie, um die genaue Ursache der Anomalie zu identifizieren und Schwachstellen in der Systemauslegung zu erkennen. Ziel ist es, aus dem Fehlschlag technische und organisatorische Lehren zu ziehen.
Bedeutung für künftige Missionen
THEOS-2A war als Symbol für den Einstieg des Landes in eine breiter angelegte Raumfahrt- und Technologiestrategie geplant. Der Satellit sollte sowohl die Datengenauigkeit für politische Entscheidungen erhöhen als auch die Entwicklung eigener Technologien im Land vorantreiben.
Nach Angaben von Gistda könnte THEOS-2A dennoch als technologische Grundlage für eine Nachfolgemission THEOS-3 dienen. Die Agentur sieht das aktuelle Scheitern als Rückschlag, aber auch als Lernschritt auf dem Weg zu einer stärkeren Präsenz des Landes in der Raumfahrt.
Laut der Zeitung Bangkok Post werden die Arbeiten an Lösungen und künftigen Missionen trotz des Fehlstarts fortgesetzt. Die Behörden betonen, dass die Analyse des Vorfalls entscheidend für zukünftige Starts und für die Sicherheit weiterer Missionen ist.




Na dann „hoffentlich Allianz versichert“. Laut weiteren Berichten soll das auch versichert gewesen sein. Ob wirklich bei der Allianz weiß ich natürlich nicht. Aber bei solchen Projekten sind in der Regel eine ganze Reihe von globalen Versicherern beteiligt. Wundern würde es mich daher nicht.
Da fällt mir einfach nur der Satz „Vielleicht hätte man jemanden auswählen sollen der sich damit auskennt“. Aber indische Trägerraketen sind vermutlich billiger als Europäische. Jaaaa, ich weiß. Das war jetzt politisch nicht korrekt. Wir aber auch bestimmt zensiert.
Es ist ja alles so einfach, wenn man weiß wie es funktioniert. Mai pen rai, ein Beobachter weniger, war bestimmt auf Farangs spezialisiert.