PRACHIN BURI, THAILAND – Ein Wildtierkorridor mit Tunnel und Überführung auf dem Highway 304 zeigt nach mehreren Jahren Betrieb messbare ökologische Fortschritte und mehr Sicherheit im Verkehr. Straßen- und Naturschutzbehörden haben das Projekt bei einer Vor-Ort-Inspektion als Erfolg bewertet.
Kontrolle vor Ort
Bei einer Inspektion am Vortag überprüften Fachleute die Auswirkungen des Wildtierkorridors entlang des stark befahrenen Highway 304 zwischen Kabin Buri und Pak Thong Chai.
Angeführt wurde der Besuch von Pakorn Sripanwong, Direktor des Highway District 10, der Führungskräfte des Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning, Mitglieder des EIA-Expertengremiums für Land- und Luftverkehrsinfrastruktur sowie Vertreter weiterer Behörden begrüßte.
Verbindung streng geschützter Wälder
Der Highway 304 durchschneidet den Khao-Yai-Nationalpark und den Thap-Lan-Nationalpark, zwei zentrale Schutzgebiete im Dong Phayayen–Khao Yai Forest Complex.
Dieser Waldkomplex ist als Unesco-Welterbestätte ausgewiesen, sodass jede Infrastrukturmaßnahme dort besonders strengen Umweltauflagen unterliegt.
Tunnel unten, Tierbrücke oben
Der Korridor besteht aus einem straßennahen Tunnel, über dem eine speziell gestaltete Wildtierüberführung verläuft und Tieren eine sichere Querung über die Fahrbahn ermöglicht.
Das Bauwerk wurde auf Grundlage umfangreicher ökologischer Studien zum Verhalten von Wildtieren in den umliegenden Wäldern konzipiert, um ihre natürlichen Wanderrouten möglichst wenig zu stören.
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Mehr Arten als im Gutachten prognostiziert
Nach Angaben von Pakorn Sripanwong zeigen Beobachtungen über einen Zeitraum von sieben Jahren, dass eine breite Palette von Tierarten die Struktur regelmäßig nutzt.
Die Artenvielfalt im Bereich des Korridors sei von ursprünglich 156 im EIA-Gutachten erfassten Arten auf derzeit 172 Arten gestiegen, was auf eine verbesserte Lebensraumvernetzung und geringere Zerschneidung hindeute.
Weniger Unfälle mit Wildtieren
Neben den Naturschutzwirkungen trage die Anlage dazu bei, das Risiko von Kollisionen zwischen Wildtieren und Fahrzeugen auf dem Abschnitt Kabin Buri–Pak Thong Chai zu senken.
Behördenvertreter betonten, das Projekt erhöhe die Verkehrssicherheit für Autofahrer und mindere zugleich Belastungen für empfindliche Ökosysteme.
Beispiel für Behördenkooperation
Verantwortliche erklärten, der Wildtierkorridor sei ein Beispiel für enge Zusammenarbeit zwischen dem Department of Highways, dem Ministry of Natural Resources and Environment und spezialisierten Naturschutzorganisationen.
Die beteiligten Stellen werten die bisherigen Ergebnisse als Bestätigung dafür, dass große Verkehrsachsen und strenger Umweltschutz unter geeigneten Rahmenbedingungen kombiniert werden können.



Warte nur darauf bis wieder so ein Spezialist hier schreibt „Grün, grün blüht der Wahnsinn“.