TikTok pumpt 270 Mrd. in Thailand – Risiko oder Chance?

TikTok pumpt 270 Mrd. in Thailand – Risiko oder Chance?
Mr. Ekniti betrachtet eine TikTok-Präsentation beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Bild: Bangkok Post

DAVOS, SCHWEIZ – Finanzminister Ekniti Nitithanprapas bestätigt große Pläne für die Wirtschaft. TikTok investiert langfristig 270 Milliarden Baht in Thailand. Das kam bei einem Gespräch während des Weltwirtschaftsforums zur Sprache.

Das Treffen in den Bergen

Minister Ekniti reiste vom 19. bis 22. Januar zum Gipfel nach Davos. Dort setzte er sich mit Chanida Klaiphan zusammen. Sie leitet die Politikabteilung von TikTok in Thailand. Auch der Chef der Investitionsbehörde saß mit am Tisch.

Sie sprachen über die Arbeit der Firma in unserem Land. TikTok will seine Rolle in der digitalen Wirtschaft ausbauen. Dabei bestätigte das Unternehmen die geplante Summe von 270 Milliarden Baht. Das Geld fließt in die technische Ausstattung vor Ort.

Hilfe für kleine Händler

Ein wichtiger Punkt war die Unterstützung für kleine und mittlere Betriebe. Die Plattform soll diesen Firmen helfen, ihre Waren besser zu verkaufen. So erreichen die Händler mehr Kunden und können ihren Umsatz steigern.

TikTok machte zudem einen Vorschlag für die Zukunft. Thailand soll eine zentrale Basis in der Region werden. Von hier aus könnten dann Inhalte entwickelt werden. Das stärkt den Standort und bringt neue Aufgaben für die Menschen im Land.

Wer hinter der App steckt

TikTok ist eine Plattform für kurze Videos und gehört zu ByteDance aus China. Auf der ganzen Welt nutzen über zwei Milliarden Menschen die App. Allein in Südostasien sind es 368 Millionen Nutzer. Dazu kommen viele geschäftliche Kunden.

Schon im Jahr 2021 gründete der Konzern eine eigene Firma in Thailand. Damals gab es Unterstützung von der Investitionsbehörde für ein internationales Büro. Seitdem baut das Unternehmen seine Anwesenheit hier schrittweise aus.

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Neue Technik für Daten

Im Jahr 2025 gab es die Erlaubnis für ein neues Großprojekt. Es geht um das Speichern von Daten auf Servern. Dieser Dienst richtet sich hauptsächlich an die Zentrale von TikTok in Singapur. Dafür ist viel Technik nötig.

Allein in diesen Bereich fließen 127 Milliarden Baht. Das ist ein großer Teil der gesamten Investition. Die Regierung sorgt im Gegenzug für stabile Stromnetze und Leitungen. Das ist die Voraussetzung für solch moderne Anlagen.

Sicherheit im Internet

Minister Ekniti redete auch über den Schutz der Nutzer. Man will gemeinsam gegen Betrug im Internet vorgehen. TikTok arbeitet hier bereits mit Behörden zusammen. Das Wissen der Menschen über Geld und Finanzen soll dabei besser werden.

Diese Zusammenarbeit ist wichtig für das Jahr 2026. Dann finden in Thailand die Jahrestagungen von IWF und Weltbank statt. Bis dahin sollen die Sicherheitsmaßnahmen im Netz noch reibungsloser funktionieren und Vertrauen schaffen.

Ausbildung für die Jugend

Die Firma kümmert sich nicht nur um Technik, sondern auch um Bildung. An sechs Schulen starteten sie Kurse für den Umgang mit Medien. Über 2.500 Schüler machten bereits mit und lernten wichtige Fähigkeiten für die digitale Welt.

Auch Unternehmer profitieren von dem Wissen. Über 10.000 Kleinunternehmer wurden geschult. Eine Kampagne für sicheres Internet erreichte 17 Milliarden Aufrufe. Das hilft den Leuten, verantwortungsvoll mit den Medien umzugehen.

Was denken Sie darüber?

Milliarden fließen ins Land und sollen die Wirtschaft ankurbeln. Doch das Geld kommt von einem chinesischen Konzern, der oft wegen des Datenschutzes in der Kritik steht. Sehen Sie darin eine Chance für unsere heimischen Betriebe? Oder überwiegen für Sie die Sorgen?

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Quelle: Bangkok Post

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