Tod im Urlaub: Britischer Tourist gibt Rätsel auf

Tod im Urlaub: Britischer Tourist gibt Rätsel auf
KhaoSod English

BANGKOK, THAILAND – Ein 21-jähriger Brite ist Mitte Januar tot in einem Hotelzimmer im Bangkoker Innenstadtbezirk Watthana gefunden worden, die genaue Todesursache war bis zuletzt unklar und wird nun durch eine ausführliche Obduktion geklärt.

Fund in Hotel an der Sukhumvit

Nach Angaben der Polizei der Wache Lumpini ging am 13. Januar um 15.16 Uhr ein Notruf ein, dass ein ausländischer Mann leblos in einem Hotelzimmer an der Sukhumvit Soi 7/1 gefunden worden sei.

Beamte rückten gemeinsam mit einem forensischen Arzt aus und nahmen den Raum im belebten Geschäfts- und Ausgehviertel von Bangkok in Augenschein.

Der Verstorbene wurde als Joshua Kershaw, britischer Staatsbürger aus Grimsby, Lincolnshire, identifiziert.

Erste forensische Beobachtungen

Laut Polizei lag der Körper auf dem Rücken auf dem Boden des Hotelzimmers. Bei der ersten Untersuchung stellten Ermittler mehrere Auffälligkeiten fest:

Blutergüsse auf der Rückseite der rechten Hand

feiner weißer Schaum um den Mund

blasse Bindehaut in beiden Augen

Gleichzeitig berichteten die Beamten, es seien keine Blutungen festgestellt worden und keine Verletzungen an der Innenseite der Lippen erkennbar gewesen.

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Die Polizei betonte, dass sich aus diesen ersten Befunden noch keine eindeutige Todesursache ableiten ließ.

Obduktion im Chulalongkorn-Hospital

Der Leichnam wurde an das forensische Institut des Chulalongkorn Hospitals überstellt. Dort soll eine detaillierte Obduktion die genaue Ursache des Todes klären.

Gegenüber dem Medium Khaosod English erklärten Ermittler der Lumpini-Station, die vollständigen Autopsieergebnisse würden innerhalb weniger Tage erwartet. „Solange die Untersuchung läuft, können keine weiteren Details veröffentlicht werden“, hieß es von Polizeiseite.

Familie erfuhr erst Tage später vom Tod

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Fall, nachdem die Familie des Verstorbenen in Großbritannien öffentlich gemacht hatte, sie habe nach dem 21-Jährigen gesucht und erst neun Tage nach seinem Tod erfahren, dass er bereits gestorben war.

Die Polizei stellte klar, sie sei am 13. Januar über den Todesfall informiert worden. Nach der ersten Spurensicherung im Hotel sei umgehend die britische Botschaft in Bangkok verständigt worden.

Ermittlungen laufen weiter

Die Polizei führt den Fall derzeit als offene Untersuchung, in der alle weiteren Schritte von den forensischen Ergebnissen abhängen.

Die Behörde betonte, dass ohne das vollständige Gutachten keine abschließende Bewertung erfolgen könne. „Die Ermittlungen dauern an, bis die Autopsie abgeschlossen ist“, erklärten die zuständigen Beamten

Ein junger Mann reist ans andere Ende der Welt – und stirbt allein in einem Hotelzimmer. Neun Tage lang wusste seine Familie nichts. Keine Antworten. Kein Abschied.
Wie kann so etwas in einer Metropole passieren? Braucht es strengere Meldeketten zwischen Hotels, Behörden und Botschaften? Oder zeigt dieser Fall, wie leicht Menschen im Ausland einfach „verschwinden“ können?
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Quelle: KhaoSod English

Ein Kommentar zu „Tod im Urlaub: Britischer Tourist gibt Rätsel auf

  1. So wie ich die Britische Botschaft kennengelernt habe, könnte es schon mal passieren, dass es ein bisschen Zeit braucht bis man solche Nachrichten weiterleitet. Dazu dann noch die hausgemachten Probleme auf der Insel Angehörige ausfindig zu machen, sowas kann da schon mal dauern.

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