Tödliches Virus rückt näher – Behörden schlagen Alarm

Tödliches Virus rückt näher – Behörden schlagen Alarm
Ministry of Public Health

BANGKOK – Ein tödlicher Erreger versetzt die Gesundheitsbehörden in Thailand in höchste Alarmbereitschaft. Nach einem Ausbruch des Nipah-Virus in Indien hat das Department of Disease Control (DDC) sofortige Vorsorgemaßnahmen eingeleitet. Die Sterberate liegt bei bis zu 75 Prozent – es gibt keinen Impfstoff.

DDC warnt vor möglichem Einschleppen

Das thailändische Department of Disease Control (DDC) hat am 23. Januar eine öffentliche Warnung herausgegeben. Grund ist ein aktueller Ausbruch des Nipah-Virus im benachbarten Indien.

Obwohl in Thailand noch kein Fall gemeldet wurde, schaltet die Behörde auf Hochtouren. Die Koordination mit dem „One Health“-Netzwerk wurde beschleunigt, um einen möglichen Eintrag des Virus frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

„Die Geschichte des Virus und seine hohe Todesrate erfordern erhöhte Wachsamkeit“, so die offizielle Stellungnahme der Behörde.

So gefährlich ist das Nipah-Virus

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Nipah-Virus eine zoonotische Erkrankung, die von Tieren auf Menschen übertragen werden kann. Natürlicher Wirt sind Flughunde der Gattung Pteropus.

Menschen können sich durch Kontakt mit infizierten Tieren, kontaminierter Nahrung oder direkt von Mensch zu Mensch anstecken. Die Infektion kann symptomlos verlaufen oder zu tödlicher Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen.

Erste Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen, die binnen 24-48 Stunden zu Verwirrung, Koma und Krampfanfällen fortschreiten können. Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 40 und 75 Prozent.

Virus könnte bereits in Thailand zirkulieren

Besonders beunruhigend: Die WHO hat Hinweise auf Nipah-Virus-Antikörper in thailändischen Flughunden gefunden. Das deutet darauf hin, dass der Erreger bereits in der heimischen Tierwelt zirkulieren könnte.

Ein Ausbruch könnte durch den Verzehr von mit Fledermausspeichel oder -urin kontaminierten Früchten oder Palmensaft ausgelöst werden. Auch die Übertragung von Mensch zu Mensch in Krankenhäusern ist dokumentiert.

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So sollen sich Bürger schützen

Die Behörden geben der Bevölkerung konkrete Verhaltensregeln: Kontakt mit kranken Tieren vermeidenFrüchte immer waschen und schälen und Gegenstände meiden, die von Fledermäusen kontaminiert sein könnten.

Zudem wird zu häufigem Händewaschen und dem Vermeiden von ungeschütztem Kontakt mit Infizierten geraten. Diese Maßnahmen sind aktuell die einzige Prävention, da es weder Impfstoff noch spezifische Therapie gibt.

Die DDC betont, dass die beste Strategie in der frühzeitigen Erkennung und strikten Isolierung möglicher Fälle liegt.

Parallele Warnung vor mutierter Grippe

Parallel zum Nipah-Alarm warnt ein führender thailändischer Virologe vor einer mutierten Grippevariante, die sich im Land ausbreitet. Eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe trage zu steigenden Fallzahlen bei.

Die Doppelbelastung durch potenziell neue und bereits zirkulierende Erreger stellt das thailändische Gesundheitssystem vor eine immense Herausforderung. Die Bevölkerung ist aufgerufen, wachsam zu bleiben.

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Quelle: The Thaiger

2 Kommentare zu „Tödliches Virus rückt näher – Behörden schlagen Alarm

  1. Die Hinweise, wie der Bürger sich schützen soll, finde ich klasse.
    Wie oft hat der „normale“ Bürger Kontakt zu Fledermäusen oder Flughunden? Und wie soll man dann auch noch kranke Tiere erkennen?
    Hände und Früchte waschen ist eigentlich immer angesagt, oder? Und den ungeschützten Kontakt/Umgang mit Infizierten vermeiden ist logisch, wenn man denn erkannt hat, das jemand infiziert ist.

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