BANGKOK, THAILAND – Thailändische Hotelbetreiber rechnen für 2026 mit stabilen Auslandsankünften und fordern zugleich von der Regierung stärkere Anstrengungen für mehr Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Vor allem Kurzstreckenmärkte, mit Ausnahme Chinas, sollen das Niveau halten, während bei Langstreckengästen ein Zuwachs erwartet wird.
Gemischte Erwartungen für 2026
Laut einer im Zeitraum 13.–31. Januar erhobenen Umfrage zum „Accommodation Operator Confidence Index“ unter 99 Beherbergungsbetrieben gingen die meisten Hoteliers davon aus, dass die Zahl der ausländischen Gäste 2026 insgesamt weitgehend stabil bleibe, insbesondere bei Kurzstreckenmärkten ohne China.
Für Langstreckentouristen werde dagegen mit einem Plus im Vergleich zum Vorjahr gerechnet, wobei Betreiber von 4‑Sterne‑Häusern und höher auf eine anhaltend starke Nachfrage vor allem aus Europa verweisen.
Rückgang 2025 belastet Ausgangslage
Das Tourismus- und Sportministerium hatte für 2025 insgesamt 32,97 Millionen ausländische Besucher gemeldet, ein Minus von 7,23 Prozent gegenüber 2024.
Die daraus erzielten Einnahmen lagen bei 1,53 Billionen Baht und damit 4,71 Prozent unter dem Vorjahreswert, was den Druck auf Hotels und Politik erhöht.
Sorgen um Image und Konkurrenz
Der Präsident der Thai Hotels Association (THA), Thienprasit Chaiyapatranun, erklärte, Hotels, die mit einem Rückgang ausländischer Gäste rechneten, verwiesen vor allem auf ein schlechtes Image des Landes, attraktivere Preise konkurrierender Destinationen und fehlende neue Attraktionen als zentrale Wettbewerbsnachteile.
„Die Erholung der Auslandsankünfte, insbesondere aus China, setzt sich fort, aber der Wettbewerb mit anderen Ländern bleibt ein Schlüsselfaktor, den wir genau beobachten müssen,“ betonte Thienprasit und forderte mehr einzigartige Angebote und höhere Sicherheitsstandards.
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Auslastung sinkt leicht, Arbeitskräfte fehlen
Für Februar 2026 werde eine landesweite durchschnittliche Hotel-Auslastung von 73 Prozent erwartet, nach 77 Prozent im Januar und einem ähnlichen Niveau wie im Dezember 2025.
Während 4‑Sterne-Hotels ihre Auslastung leicht auf 82 Prozent steigern konnten, verharrten Häuser mit 3 Sternen und darunter bei 62 Prozent.
Regionaler Personalmangel drückt Servicequalität
Im Januar 2026 habe der Arbeitskräftemangel in der Hotellerie, besonders in der Ostregion, weiter zugenommen, wie die Branche berichtete.
Der Mangel schlage vor allem auf die Servicequalität durch, schränke aber die Zahl der insgesamt betreubaren Gäste nach Angaben der Betreiber bisher nicht ein.
Hoffnung auf chinesisches Neujahr und Kampagnen
Die Tourism Authority of Thailand (TAT) gehe davon aus, dass das zehntägige chinesische Neujahrsfest vom 13.–22. Februar 2026 Einnahmen von 42,23 Milliarden Baht generieren werde, was einem Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche.
Die Branche hofft, dass diese Hochsaisonphase die Auslastung spürbar anzieht und das Vertrauen sowohl der Unternehmen als auch der Reisenden stärkt.
Regierung soll Kosten und Finanzen entlasten
Nach Angaben von Thienprasit setzen Hoteliers zudem auf staatliche Programme zur Förderung des Binnen- und Qualitätstourismus, zur besseren Vernetzung regionaler Anbieter sowie auf Kampagnen wie den Einsatz von Lisa von BLACKPINK als „Amazing Thailand Ambassador“ zur Ankurbelung der Reiselust im Inland.
Er verwies außerdem auf Forderungen nach niedrigeren Energie- und Arbeitskosten, steuerlichen Entlastungen, günstigen Renovierungsdarlehen, flexibler Schuldenrestrukturierung, Qualifizierungsprogrammen für Servicepersonal sowie verbesserter Infrastruktur und effizienteren Genehmigungsverfahren.
🏨 Stabil heißt nicht sorgenfrei
Die Hotels erwarten konstante Besucherzahlen, doch Konkurrenz, Imagefragen und Sicherheitsbedenken setzen die Branche unter Druck. Ohne neue Attraktionen könnte Thailand an Strahlkraft verlieren.
Was ist entscheidender für die Zukunft: mehr Sicherheit, bessere Erlebnisse – oder günstigere Preise?
Schreib deine Meinung in die Kommentare.



Na dann ist die Visa Diskussion über 30 oder 60 Tage in der Hauptsaison von einer Übergangs Regierung richtig sinnvoll! Vielleicht stornieren noch einige die 5 statt 4 Wochen bleiben wollten! So fördert man den Langstrecken Tourismus!!!