Touristen-Ausschreitungen empören Mönche

Touristen-Ausschreitungen empören Mönche
Wat Pha Lat
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CHIANG MAI – Ein Idyll am Abgrund: Der atemberaubende Wat Pha Lat, Chiang Mais geheimer Dschungeltempel, könnte für Besucher gesperrt werden. Der Grund: Immer mehr respektlose Touristen machen aus dem Heiligtum einen Instagram-Spielplatz.

Mönche kämpfen um ihre spirituelle Ruhe

Das Waldkloster Wat Pha Lat war immer ein Ort der Stille. Eingebettet im dichten Dschungel, durchzogen von Wasserfällen, dient es der Meditation.

Doch diese Ruhe ist vorbei. „Dies ist ein heiliger Ort und kein Park oder Fitnessstudio“, donnert die Tempelleitung jetzt. Die Geduld der Mönche ist am Ende.

Fotos belegen skandalöse Szenen: Touristen klettern auf uralte Mauern, machen Yoga zwischen Buddha-Statuen und posieren in knapper Kleidung.

Social-Media-Wahnsinn zerstört Heiligtum

Der Tempel ist zur Kulisse für perfekte Instagram-Bilder verkommen. Akrobatik, Handstände auf historischen Steinen – nichts ist mehr tabu.

Für die Mönche ist das blanker Hohn. Ihr Rückzugsort wird zum Freiluft-Fitnessstudio degradiert. Die spirituelle Atmosphäre ist zerstört.

Doch es geht nicht nur um Respektlosigkeit. Jedes Klettern beschädigt die jahrhundertealten Strukturen. Das Kulturerbe ist in Gefahr.

Diese Regeln sind jetzt Gesetz – sonst kommt das Aus

Die Tempelverwaltung zieht eine klare rote Linie. Ab sofort gelten unmissverständliche Verbote: Kein Kletternkein Yogakeine lauten Geräusche.

Die Kleiderordnung wird streng durchgesetzt. Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Der Wat Pha Lat ist ein aktives Kloster, kein Strandclub.

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„Wir heißen respektvolle Besucher willkommen“, betont die Leitung. Doch der Ton ist ernst. Es geht ums Überleben des Ortes, wie man ihn kennt.

Die ultimative Drohung: Komplette Schließung

Jetzt wird es konkret. Die Tempelverwaltung droht mit der kompletten Schließung für Touristen. Das wäre das Aus für alle Reisenden.

Nur so, argumentieren die Mönche, ließen sich die Meditation und die historische Substanz schützen. Eine radikale, aber mögliche Lösung.

Die Entscheidung hängt am Verhalten der nächsten Besucher. Jeder Einzelne trägt Verantwortung für den Zugang aller.

Appell an alle Thailand-Urlauber

Der Wat Pha Lat steht stellvertretend für unzählige heilige Stätten in Thailand. Der Respekt vor der lokalen Kultur ist keine Option, sondern Pflicht.

Thailand öffnet seine Schätze gerne – aber nicht um jeden Preis. Die Grenze ist da, wo Spiritualität und Kultur mit Füßen getreten werden.

Die Botschaft ist deutlich: Benehmt euch, oder bleibt weg. Die Zukunft dieses magischen Ortes liegt in den Händen der Besucher.

Was Reisende jetzt wissen müssen

Wer den Wat Pha Lat noch erleben will, muss sich an die Regeln halten. Leise sein, angemessen kleiden, nichts berühren oder besteigen.

Der Tempel bleibt vorläufig geöffnet. Die Mönche hoffen auf Einsicht. Doch die Warnung ist ernst gemeint und keine leere Drohung.

Ein Besuch soll bereichern, nicht zerstören. Das ist die letzte Chance für den Dschungeltempel.

🗣 Wenn ein heiliger Ort um sein Überleben bittet

Ein Tempel ist kein Freizeitpark. Kein Fitnessstudio. Keine Kulisse für Likes.
Und doch wurde genau das aus Wat Pha Lat gemacht.
Wo endet Reisefreiheit – und wo beginnt kulturelle Gewalt?
Ist es Aufgabe der Mönche, Besucher zu erziehen?
Oder sind wir an einem Punkt, an dem manche Orte vor Menschen geschützt werden müssen?
Schreib ehrlich: Sollte der Tempel geschlossen werden – oder die Touristen lernen?

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3 Kommentare zu „Touristen-Ausschreitungen empören Mönche

  1. Wenn ich mich an die vielen Skandale in Orange, allein vom letzten Jahr erinnere, empfinde ich die jetzt gezeigte Empörung als schon ziemlich überheblich. Aber sollen sie ruhig zusperren, ihren Hain der Erkenntnis.

    1. Und das legitimiert das respektlose Verhalten einiger Touristen? Nicht alle in den gleichen Topf werfen, auch das wäre respektvoll. Aber eben …

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