Touristen-Eklat auf Koh Samui: Eiswürfel-Affäre

Touristen-Eklat auf Koh Samui: Eiswürfel-Affäre
KhaoSod English

KOH SAMUI, THAILAND – Eine ausländische Touristin hat mit einem kurzen Onlinevideo Aufsehen erregt, nachdem sie auf Koh Samui Eiswürfel mit der Hand aus ihrem Getränk fischte und wegwarf, aus Sorge vor angeblich unsauberem Wasser. Der Clip löste im Netz eine Diskussion über Hygiene, Vorurteile gegenüber Reisezielen in Asien und den respektvollen Umgang mit lokalen Gepflogenheiten aus.

Der Vorfall im Restaurant

In dem verbreiteten Clip ist zu sehen, wie die Frau ihre Hand in ein Glas taucht, die Eiswürfel herausnimmt und sie entsorgt, während eingeblendete Texte ihre Sorge ausdrücken, sich in Thailand über das Wasser im Eis anzustecken.

Sie erklärte später in Kommentaren, sie und eine Freundin hätten befürchtet, die Eiswürfel könnten verunreinigt sein und Magenprobleme verursachen.

Kritik in den sozialen Medien

Die Szene stieß bei vielen thailändischen und ausländischen Nutzerinnen und Nutzern auf Kritik, wobei insbesondere die Frage gestellt wurde, warum sie das Personal nicht einfach um ein Getränk ohne Eis gebeten habe.

Mehrere Kommentare wiesen darauf hin, dass das Hineingreifen mit der bloßen Hand in das Glas wohl weniger hygienisch sei als die Eiswürfel selbst, verbunden mit spöttischen Bemerkungen wie „Sag einfach ‘no ice’“ oder „Das Eis ist wahrscheinlich sauberer als deine Hand“.

Debatte um Hygiene und Wahrnehmung

Hinter der Empörung stand auch die breitere Diskussion darüber, wie Touristinnen und Touristen Gesundheitsrisiken in südostasiatischen Reiseländern einschätzen und welche Bilder sie darüber in sozialen Netzwerken verbreiten.

Die Kommentare machten deutlich, dass viele Nutzer die im Video angedeutete pauschale Angst vor vermeintlich unsicherem Wasser als Ausdruck fehlender kultureller Sensibilität und überzogener Sorge bewerteten.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Auflösung im zweiten Video

In einem nachfolgenden Clip zeigte die Inhaltserstellerin, dass sie das Problem schließlich dadurch löste, dass sie ein Getränk ohne Eis bestellte.

Dieser Schritt wurde von vielen Kommentatoren als pragmatische und respektvolle Lösung gewertet und trug dazu bei, die kleine Onlinekontroverse mit einem vergleichsweise versöhnlichen Ende abzuschließen.

🥤 Kulturelles Fettnäpfchen oder berechtigte Sorge?

Eine einfache Geste wird zum Internet-Aufreger: Eis mit der Hand aus dem Glas entfernen – aus Angst vor Keimen. Für viele ein unnötiger Affront, für andere reine Vorsicht.
Wie wichtig ist kulturelle Sensibilität auf Reisen – und wo beginnt Überreaktion?
Schreib deine Meinung in die Kommentare.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: KhaoSod English

4 Kommentare zu „Touristen-Eklat auf Koh Samui: Eiswürfel-Affäre

  1. Was soll denn daran ein Affront sein, die Eiswürfel aus dem Getränk zu fischen? Natürlich ist das ein völlig sinnbefreites Unternehmen.
    Aber auf Touristen herum zu hacken scheint der neue Volkssport in Thailand zu sein!
    Auch Thais stellen wirklich alles online, da ist die Frage ob das sein muss.
    Thailand hat grundsätzlich sehr gute hygienische Rahmenbedingungen, allerdings hat es uns auch böse erwischt nach dem Einkauf im Dorfladen….von Eiswürfeln!

  2. Die einen fischen Eiswürfel aus dem Getränk und die anderen sausen immer noch, oder schon wieder mit den Gesichtsmasken durch die Gegend. Empört mich das eine oder andere? Ganz bestimmt nicht! Anders ausgedrückt, es berührt mich nicht mal peripher.

  3. Füllt mal Leitungswasser halbvoll in eine Plastikflasche und wartet mal 1 – 2 Wochen was darin geschied. War damals selbst überrascht. Es ist nicht ausgeschlossen dass diese Eiswürfel mit Leitungswasser bereitet wurden. Kultureller Sensibilität hin oder her, meine Gesundheit ist mir mehr wert und deshalb Daumen hoch für diese ausländische Touristin.

Schreibe einen Kommentar zu Nick Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert