Touristenflaute + Personalmangel = Horror-Jahr für Thailands Restaurants

Die thailändische Restaurantbranche steht vor Herausforderungen: Das Wachstum schrumpft auf 2,8%. Erfahren Sie, welche Trends die Gastronomie prägen und wie sie überleben kann.

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Restaurant-Krise: 
Wachstum bricht auf 2,8% ein! 

Die Prognosen der Kasikorn Research Center (K-Research) sind vernichtend: Statt der erhofften 4,6% wächst Thailands Restaurantbranche 2025 nur noch um lahme 2,8% – ein Gesamtvolumen von 646 Mrd. Baht (ca. 16 Mrd. Euro). Schuld sind touristische Flaute (Ausländerankünfte -2,77% im 1. Halbjahr) und „geizige“ Einheimische, die nur noch das Nötigste bestellen.

„Die Leute sparen am Dessert und zweiten Drink“, klagt Chanon Koetcharoen vom Restaurantverband. Besonders hart trifft es Fine-Dining-Lokale (+1,1%), während Billigketten (Pizza, Fried Chicken) und Streetfood (+4,7%) profitieren. „Buffets sind das neue Luxus-Erlebnis“, so Marktanalysten.

Personalnot und Lohn-Explosion: 
Wer soll noch kochen?

Panthip Deecharoen (Betterbeam Food) schlägt Alarm: „Thailänder wollen nicht mehr kellnern!“ Die Folge: Gehälter schießen über Mindestlohn hinaus, Ausländer füllen Lücken. Sternekoch Thitid Tassanakajohn (Le Du) bestätigt: „Junge Thais sehen keine Zukunft in der Branche.“

Gleichzeitig stirbt die Luxus-Gastronomie: „Jedes zweite neue Fine-Dining-Restaurant macht dicht“, so Thitid. Schuld sind satte Preise und Gäste, die lieber 150-Baht-Pad-Thai statt 3.000-Baht-Degustationen buchen.

Rettungsplan oder leere Versprechen? 
Politik unter Druck

Der Restaurantverband fordert Notkredite & Touristen-Soforthilfen – doch die Regierung zögert. „Während Bangkok Straßen baut, bluten Gastro-Betriebe aus“, wettern Kritiker.

Ein Lichtblick: Everyday Thai Tea setzt auf Healthy-Menüs & Rabattaktionen, um Stammgäste zu halten. Andere setzen auf Zentralküchen, um Qualität trotz Personalmangel zu sichern.

Was kommt nach der Krise? 
Chef-Thitid prophezeit:

„Die nächsten 2-3 Jahre werden hart – nur starke Konzepte überleben.“

Die Hoffnung: Mehr Touristen im Winter und ein Umschwung zu Premium-Massensegmenten („Gutes Essen zu fairen Preisen“). Doch bis dahin heißt es: Zähne zusammenbeißen!

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