KOH PHANGAN, THAILAND – Touristenpolizisten auf der Ferieninsel Koh Phangan haben einem mittellosen britischen Urlauber nach dem Verlust seiner Geldbörse geholfen und damit international Anerkennung erhalten.
Urlauber ohne Geld und Kontakt gefunden
Der 45-jährige Brite Michael Nicholas Lee war nach Angaben der Behörden ohne Geld und ohne Möglichkeit, seine Familie zu erreichen, auf der Insel gestrandet. Er hatte seine Geldbörse mit sämtlichen ATM-Karten verloren.
Polizisten fanden Lee schließlich erschöpft an einem Strand, nachdem er längere Zeit ohne Essen und Trinken auskommen musste. Sein Zustand wurde als deutlich geschwächt beschrieben.
Umfangreiche Suchaktion auf der Insel
Laut Lt. Col. Winit Boonchit, Inspektor der Touristenpolizei-Station 5 der Touristenpolizei-Division 3, handelte die Einheit auf Anweisung von Touristenpolizei-Chef Lt. Gen. Saksira Pueak-am, nachdem die britische Botschaft in Bangkok um Unterstützung gebeten hatte.
Die Touristenpolizei durchsuchte daraufhin Hotels und wichtige Touristenzonen auf Koh Phangan, bevor Lee an einem Strand sitzend entdeckt wurde. Er wurde zum Service-Stützpunkt der Touristenpolizei auf Koh Phangan gebracht.
Versorgung, Unterkunft und Rückreise organisiert
Dort erhielt der Brite nach Polizeiangaben Mahlzeiten, Trinkwasser und eine vorübergehende Unterkunft für die Nacht. Die Beamten stellten sicher, dass medizinische und grundlegende Bedürfnisse gedeckt waren.
Anschließend informierten die Beamten die britische Botschaft über seinen Aufenthaltsort und stimmten die weiteren Schritte für seine Rückreise nach Bangkok ab. Die Fährgesellschaft Lomprayah High Speed Ferries Co übernahm den kompletten Transport kostenfrei.
Beamte legen privat Geld zusammen
Nach Polizeiangaben legten die beteiligten Beamten eigene Mittel zusammen, um Lee etwas Reisegeld mitzugeben. Gleichzeitig wurden Touristenpolizisten in Bangkok vorab informiert, damit sie den Briten am Zielort in Empfang nehmen konnten.
Die Kollegen in der Hauptstadt sollten Lee sicher zur Botschaft begleiten, von wo aus seine Rückkehr in das Vereinigte Königreich vorbereitet wurde.
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Lob vom Urlauber und seiner Familie
Lee und seine Familie bedankten sich nach Angaben der Behörden ausdrücklich für die Unterstützung. Er zeigte sich insbesondere von der Schnelligkeit und dem Umgang der Beamten beeindruckt.
Er erklärte, er sei vom Sicherheitsniveau und der Fürsorge der Behörden überzeugt und wolle künftig als eine Art „Botschafter“ auftreten, um Landsleute zu ermutigen, das Land zu besuchen.
• Schnelles Eingreifen der Touristenpolizei nach Botschaftsanfrage
• Längere Zeit ohne Nahrung und Wasser für den Betroffenen
• Kostenloser Transport durch Lomprayah High Speed Ferries Co
• Koordination zwischen Koh Phangan, Bangkok und britischer Botschaft
🗣 Wenn ein Einsatz mehr ist als nur ein Einsatz
Kein Geld. Kein Telefon. Keine Familie in Reichweite. Nur Hitze, Erschöpfung – und ein Strand.
Und dann Beamte, die Essen bringen, Unterkunft organisieren, ihr eigenes Geld zusammenlegen und die Heimreise ermöglichen.
Ist das die Art von Staat, die man zu selten sieht?
Und sollten solche Geschichten nicht genauso laut erzählt werden wie Skandale und Katastrophen?
Was sagt dieser Fall für dich über Thailand – und über das Bild, das oft im Ausland gezeichnet wird?



Ihr könntet ja mal damit anfangen, solche Geschichten öfter zu erzählen. Allerdings „verkaufen“ sich Katastrophen, Skandale, Chaos oder Panik natürlich auch besser.
Ansonsten klingt die Story etwas seltsam. Wer hat denn die Botschaft informiert, das diese um Hilfe gebeten hat? Und warum geht der Mann nicht selbstständig zur Polizei, meldet den Verlust, anstatt (wie lange) am Strand zu sitzen?