PHUKET, THAILAND – In einem Entwässerungskanal bei Bang Tao ist der britische Reality-TV-Darsteller Jordan Wright (32) tot aufgefunden worden, die Polizei sieht bislang keine Anzeichen von Gewalt. Ermittler werten Videoaufnahmen aus und warten auf forensische Ergebnisse, um die Todesursache endgültig zu klären.
Fund am Nachmittag und erste Spuren
Am 14. März gegen 14.00 Uhr meldeten Einsatzkräfte in Cherng Talay im Bezirk Thalang einen leblosen Mann, der bäuchlings in einem Wassergraben lag.
Bei der gemeinsamen Untersuchung durch Ermittler, Rechtsmedizin und Spurensicherung wurden nach Polizeiangaben keine Verletzungen festgestellt, die auf eine Fremdeinwirkung hindeuteten.
Hotel-Keycard führt die Ermittler zurück
Am Fundort stießen die Beamten auf eine Keycard eines Hotels in Cherng Talay, die als wichtiges Indiz sichergestellt wurde.
Die Polizei sammelte weitere Beweise ein, um Wrights Wege vor dem Tod lückenlos zu rekonstruieren und mögliche Zeugen zu identifizieren.
Einreise und geplanter Rückflug
Nach dem aktuellen Ermittlungsstand war Jordan Wright am 3. Dezember über Bangkok nach Thailand eingereist und hatte ein Rückflugdatum für den 31. Mai angegeben.
Erst im Zuge der Nachermittlungen wurde öffentlich, dass es sich bei dem Toten um einen Briten handelt, der in der UK-Realityshow The Only Way Is Essex (TOWIE) aufgetreten war.
CCTV rekonstruiert die letzte Nacht
Videoaufnahmen zeigen laut Polizei, dass Wright im Hotel allein untergebracht war und sich zuvor wiederholt im Gebäudeumfeld bewegte.
Am 12. März soll er gegen 23.25 Uhr aus dem Hotel gerannt sein und in Richtung eines angrenzenden Areals gelaufen sein, das zu einem noch nicht fertiggestellten Hotelbereich gehört.
Der Kanal, die Tiefe und die offene Frage nach dem Warum
Die Aufnahmen und die Lage vor Ort deuten darauf hin, dass Wright in einen Entwässerungskanal lief, der etwa 1,6 Meter tief ist und vom Bodenniveau bis zum Grund rund 2 Meter beträgt.
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Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass er in der Nacht nicht mehr herausklettern konnte und sich in einem Zustand der Verwirrung befand, betonen aber, dass die endgültige Bewertung von der Rechtsmedizin abhängt.
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Der Fall zeigt, wie schnell ungesicherte Baustellenbereiche und tiefe Entwässerungsgräben in Ferienregionen lebensgefährlich werden können, selbst ohne kriminellen Hintergrund.
Sollten Hotels und Bauherren in Touristenorten stärker zu Absperrungen, Beleuchtung und Warnhinweisen verpflichtet werden, oder liegt die Verantwortung am Ende bei jedem Einzelnen?



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