US-Militärflüge in Krabi: Thai Luftwaffe dementiert Nahost-Bezug

US-Militärjets über Krabi: Anwohner fürchten Nahost-Einsatz oder neue Basis – die Luftwaffe widerspricht. Was steckt wirklich hinter den Flügen?

US-Militärflüge in Krabi: Thai Luftwaffe dementiert Nahost-Bezug
CH7HD News

KRABI, THAILAND – Die Royal Thai Air Force (RTAF) weist Spekulationen zurück, dass häufige Landungen von US-Militärflugzeugen am Flughafen Krabi mit dem Nahost-Konflikt oder dem Aufbau eines US-Stützpunkts zusammenhängen. Laut RTAF handelt es sich um routinemäßige Einsätze im Rahmen der langjährigen Sicherheitskooperation zwischen Thailand und den USA.

Unruhe wegen US-Flugbewegungen in Krabi

Anwohner in Krabi hatten sich über wiederholte Starts und Landungen von US-Militärmaschinen am Krabi International Airport besorgt gezeigt. Die Flüge fanden demnach täglich sowohl tagsüber als auch nachts statt.

Beobachtet wurden unter anderem C-130-Transportflugzeuge, MV-22-Osprey-Kipprotorflugzeuge sowie H-60-Seahawk-Hubschrauber. Die ungewöhnliche Häufung führte vor Ort zu Spekulationen über den Zweck der Einsätze.

Spekulationen über Nahost-Krieg und US-Basis

Einige Einwohner vermuteten einen Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten und sahen die Flugbewegungen als mögliches Indiz für militärische Vorbereitungen. Andere spekulierten über die Erkundung potenzieller Standorte für eine US-Militärbasis an Thailands Andamanenküste.

Zusätzlich wurde die Möglichkeit diskutiert, Krabi könne als Rast- oder Zwischenstation für Truppen dienen, die von Einsätzen im Nahen Osten zurückkehren. Diese Annahmen wies die RTAF in ihrer Stellungnahme ausdrücklich zurück.

RTAF: Vorgänge nicht ungewöhnlich, nur neu für Krabi

Air Marshal Chakkrit Thammavichai, Sprecher der RTAF, erklärte am Mittwoch, die Aktivität sei nicht ungewöhnlich. Sie habe vor allem deshalb Aufmerksamkeit erregt, weil solche Flugzeuge erstmals über den Flughafen Krabi abgefertigt wurden.

Ähnliche Operationen hätten zuvor an den Flughäfen U‑tapao und Phuket stattgefunden. Die RTAF habe bereits eine offizielle Klarstellung veröffentlicht, um die öffentliche Sorge zu adressieren.

Routinemissionen: Truppenrotation und MEDEVAC

Laut AM Chakkrit sind die Flüge Teil regulärer US-Militäroperationen, darunter Truppenrotationen und medizinische Evakuierungen (MEDEVAC). Dazu zähle auch der Transport von Personal, das von Schiffen auf See zur Behandlung in Krankenhäuser an Land gebracht werden müsse.

Die Missionen seien Bestandteil der langjährigen Sicherheitszusammenarbeit zwischen Thailand und den Vereinigten Staaten. Ein Bezug zu aktuellen Konflikten im Nahen Osten bestehe nicht, betonte der RTAF-Sprecher.

Genehmigungen über diplomatische Kanäle

Nach Angaben der RTAF liefen alle Anfragen nach etablierten Verfahren, einschließlich diplomatischer Genehmigungen über die zuständigen Kanäle. Sonderregelungen habe es dabei nicht gegeben.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

AM Chakkrit verwies darauf, dass jede Landung ausländischer Flugzeuge in Thailand den Prozess des Außenministeriums durchlaufe und die Eignung jeweils sorgfältig geprüft werde. Es habe keine Verstöße gegen Vorschriften oder Vereinbarungen gegeben, alles sei ordnungsgemäß erfolgt.

Warum ausgerechnet Krabi? Überlastung anderer Flughäfen

Krabi sei diesmal von US-Stellen ausgewählt worden, weil andere Flughäfen, die üblicherweise für solche Operationen genutzt werden, ausgelastet gewesen seien. Dadurch sei es zu der für die Region ungewohnten Häufung der Flugbewegungen gekommen.

Der RTAF-Sprecher betonte, die Überraschung vor Ort sei nachvollziehbar, weil es sich um eine Premiere für Krabi handele. Genau dieser Umstand habe die Wahrnehmung verstärkt, dass „etwas Außergewöhnliches“ geschehe.

RTAF: Keine Verwicklung Thailands in regionale Konflikte

In einer offiziellen Erklärung bekräftigte die RTAF, die Genehmigung für US-Militärflugzeuge sei unter denselben Bedingungen erteilt worden, die auch für andere Länder gelten. Die Operationen stünden nicht im Zusammenhang mit regionalen Konflikten.

Zugleich stellte die Luftwaffe klar, dass daraus keine Beteiligung Thailands an irgendeinem Streit resultiere. Alle Schritte seien unter enger Aufsicht thailändischer Behörden erfolgt, wobei Souveränität, Sicherheit und die Interessen der Bevölkerung oberste Priorität hätten.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Bangkok Post Thailand

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert