Verkehrsverstöße: Russen führen Statistik an

Verkehrsverstöße: Russen führen Statistik an
The Phuket Express

PHUKET, THAILAND – Auf der Ferieninsel ist ein großangelegtes Überwachungs- und Kontrollprogramm gestartet, das Verkehrssünder, Vermietbetriebe und potenzielle Straftäter deutlich stärker ins Visier der Polizei rückt.

Neues Überwachungssystem auf der Insel

Der zuständige Polizeikommandeur Pol. Maj. Gen. Sinlert Sukhum teilte mit, dass die Behörden die Installation und Modernisierung von 503 CCTV-Kameras auf der gesamten Insel abgeschlossen haben.

Zum System gehören fest ausgerichtete Kameras, schwenkbare Geräte, Live-Stream-Einheiten sowie über Kommunikationssysteme verbundene Kameras. Damit sollen vor allem Risikobereiche lückenlos abgedeckt werden.

Das Netz bildet das Rückgrat des Projekts „Phuket Eyes“, das die Kriminalitätsprävention stärken und das Sicherheitsgefühl von Bewohnern und Besuchern erhöhen soll.

KI soll „Phuket Eyes“ deutlich ausbauen

In einem nächsten Schritt planen die Behörden den Start von „Phuket Eyes – Phase 2“. Dabei soll das Überwachungssystem um künstliche Intelligenz ergänzt werden.

Vorgesehen sind Gesichtserkennung, Analysen von Bekleidung, Fahrzeugen sowie eine direkte Datenbank-Anbindung, um Verdächtige und Fahrzeuge in Echtzeit nachverfolgen zu können. Bereits jetzt enthalten die Datenbanken Informationen zu mehr als 10.000 Personen.

Auch der private Sektor soll eingebunden werden. Unternehmen werden ermutigt, eigene Kameras in das gemeinsame Überwachungsnetz einzuspeisen. „Die Beteiligung von Geschäftsbetreibern ist ausdrücklich erwünscht“, hieß es aus Polizeikreisen.

Hartes Vorgehen gegen Vermieter und ausländische Nutzer

Ein Schwerpunkt der letzten Monate war das Vorgehen gegen Vermietbetriebe und ausländische Nutzer von Mietfahrzeugen. Nach Angaben der Polizei wurde gegen über 4.400 Vermietunternehmen vorgegangen.

In mehr als 3.700 Fällen seien Geldbußen verhängt worden, zudem wurden 1.700 Fahrzeuge zur Überprüfung sichergestellt. Die Behörden betonten, man gehe sowohl gegen Mieter als auch gegen Betreiber vor, um Fairness zu gewährleisten.

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Parallel dazu arbeiten die Ermittler mit dem Revenue Department zusammen, um sicherzustellen, dass Vermietbetriebe die geltenden Steuerregeln einhalten.

Russische Verkehrsteilnehmer an der Spitze der Statistiken

Besonders im Straßenverkehr zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Nationalitäten. Nach offiziellen Angaben waren im vergangenen Jahr russische Verkehrsteilnehmer – Fahrer von Motorrädern und Autos – die Gruppe mit den meisten Bußgeldern wegen Verstößen gegen Verkehrsregeln. Insgesamt wurden 11.855 Fälle registriert.

Dahinter folgten Thais mit 2.745 Bußgeldern, Chinesen mit 1.841, Briten mit 1.491, Franzosen mit 1.442, Inder mit 1.134 und Staatsangehörige aus Myanmar mit 825 Fällen. Die Polizei macht deutlich, dass die Maßnahmen Teil einer umfassenden Strategie sind, um:
Verkehrssicherheit zu erhöhen
illegale Vermietstrukturen einzudämmen
Straftäter schneller zu identifizieren
• und das Zusammenwirken von Polizei, Behörden und Privatwirtschaft zu stärken.

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503 Kameras, KI-Analyse, Gesichtserkennung und harte Kontrollen gegen Ausländer und Mietfirmen – Phuket setzt auf Hightech und Durchgreifen.
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Quelle: The Phuket Express

4 Kommentare zu „Verkehrsverstöße: Russen führen Statistik an

  1. Nachdem Phuket bekanntlich zu einem Klein-Moskau geworden sein soll, verwundert mich die Statistik nicht besonders. Anders wäre es gewesen, wenn die Leute aus Timbuktu die Statistik angeführt hätten. Dass thailändische Verkehrssünder weit abgeschlagen in dieser Aufstellung erscheinen, mag dem Umstand geschuldet sein, dass die Polizei sich angeblich sehr gerne auf zahlungskräftigere Ausländer konzentriert.

  2. Die Überwachung kann eigentlich dem korrekten Verkehrsteilnehmer nur recht sein.
    Ich würde die gelobte « KI » eigentlich lieber an Ampeln (grüne Welle) sehen.

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