Aufruhr im Netz: Touristin kritisiert Thailand als überbewertet (Video)

🎥 Heftige Kritik: Eine Touristin nennt Thailand plötzlich „überbewertet“ und klagt über Preise, Essen und volle Strände. Ihr Video sorgt für Diskussionen im Netz. Ist das nur Einzelfall oder steckt mehr dahinter?

Aufruhr im Netz: Touristin kritisiert Thailand als überbewertet (Video)
Facebook/ TravelNews

BANGKOK, THAILAND – Eine ausländische Touristin hat mit einem viral verbreiteten Video die Debatte über Preisniveau, Sauberkeit und Service im Urlaubsland neu entfacht. Thailändische Nutzer reagierten gespalten: Zustimmung zu einzelnen Kritikpunkten, aber auch deutlicher Widerspruch.

Ein Video, das schnell Kreise zog

Die Frau schilderte in einem Clip ihre Erfahrungen aus zwei Wochen Reisezeit und sagte, die Realität habe nicht zu den Erwartungen aus vorherigen Online-Bewertungen gepasst.

Das Video wurde später von dem lokalen Nachrichtenportal TravelNews weiterverbreitet und erreichte so ein größeres Publikum.

Streitpunkt Kosten – 600 Baht fürs billigste Hostel

Als Beispiel nannte die Touristin die Unterkunftspreise: Das günstigste Hostel, das sie gefunden habe, habe 600 Baht pro Nacht gekostet, was sie für Backpacker für zu teuer hielt.

In der Diskussion darunter hielten ihr einige Nutzer entgegen, dass man je nach Ort, Saison und Standard in Thailand sehr unterschiedliche Preisniveaus habe und Budget-Entscheidungen die Reiseerfahrung stark prägen.

Kritik am Essen – Hygiene, Magenprobleme, Geschmack

Beim Thema Essen sagte die Reisende, sie habe aus ihrem Umfeld Berichte über Durchfall und Lebensmittelvergiftungen nach thailändischem Essen gehört.

Sie berichtete außerdem, sie habe sich nach Mahlzeiten aufgebläht gefühlt und das Essen insgesamt als überwiegend süß und ölig wahrgenommen.

Zu voll für Natur – Inseln als Gedränge erlebt

Große Reiseziele seien überlaufen gewesen, besonders Inseln, die sie als typische Hotspots des Tourismus beschrieb.

Sie sagte, sie habe sich dadurch weder wirklich nah an der Natur gefühlt noch die erhoffte Ruhe gefunden.

Ärger mit Transport und Tonfall – Bild vom Land des Lächelns

Auch beim öffentlichen Verkehr ließ sie kein gutes Haar und kritisierte, es habe teils an Serviceorientierung gefehlt und die Begegnungen hätten nicht zum Image des „land of smiles“ gepasst.

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Sie behauptete, einzelne Einheimische hätten sie angeschrien, besonders Menschen, die im Bereich öffentlicher Transport arbeiten.

Müll, Gerüche, Verantwortung – Vorwurf mangelnder Sauberkeit

Die Touristin sagte, sie habe in vielen Gegenden Müllhaufen gesehen und über unangenehme Gerüche geklagt.

Zudem erklärte sie, sie habe beobachtet, wie Menschen Abfall in Naturarealen zurückließen, und stellte infrage, warum man das eigene Land so verschmutze.

Reaktionen aus Thailand: Zustimmung und klare Gegenrede

In den Kommentaren stimmten einige Thais Teilen der Kritik zu und verglichen ihre eigenen Reisen etwa nach Vietnam und China, wo private Hotelzimmer teils für 600 bis 700 Baht pro Nacht möglich gewesen seien.

Andere verwiesen darauf, dass Unterkünfte mit guter Aussicht und Ausstattung in stark nachgefragten Gegenden deutlich teurer seien und nannten Preise von über 3.000 Baht pro Nacht.

Fazit der Reisenden: Einmal sehen, aber nicht bleiben

Am Ende räumte die Frau ein, Thailand habe schöne Orte, bezeichnete den Tourismus aber als „overrated“ und meinte, andere Reiseziele seien aus ihrer Sicht schöner.

Gleichzeitig riet sie Reisefans, Thailand wenigstens einmal zu besuchen, um sich ein eigenes Urteil zu bilden, und sagte, sie verstehe nicht, warum manche Menschen Monate oder Jahre im Land verbrächten.

Deine Meinung

Wie fair ist solche Kritik, wenn sie stark vom Budget, der Route und der Saison abhängt, und wo trifft sie echte Schwachstellen im Tourismus?

Welche Erfahrungen gibt es mit Preisen, Transport, Sauberkeit und Essenshygiene in den Urlaubsorten und im Alltag abseits der Hotspots?

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Quelle: thethaiger.com

13 Kommentare zu „Aufruhr im Netz: Touristin kritisiert Thailand als überbewertet (Video)

  1. Zwei Wochen in Thailand! Da hat sie außer den Touristen-Hotspots GAR NICHTS gesehen. Und erst recht nicht das authentische ursprüngliche Thailand…

    1. Das ist bestimmt richtig! Nur das ändert nichts an den Eindrücken die dieses Mädel mit nach Hause genommen hat und nun virtuell verbreitet.

  2. In 2 Wochen kann sie das wunderschöne Thailand gar nicht kennen lernen aber bei einem Punkt liegt sie richtig die Strände sind so voll das wen man Erholung braucht nicht mehr nach Thailand in den Urlaub gehen muss

  3. Es stimmt wirklich, das Land gleicht an vielen Stellen einer Abfalldeponie.
    Entlang der Highways und selbst an den Straßen durch Urwald wird überall Müll abgeladen. Auch auf den Inseln wird der Abfall direkt hinter den Resorts hingeworfen.
    In dem Dorf, wo ich seit Jahren wohne, sind die Randstreifen der Straßen komplett vermüllt.
    Die Müllentsorgung ist in Thailand ein großes Problem.

    1. Im Vergleich zu Vietnam, Kambodscha, Laos, Indonesien, Myanmar und den Philippinen ist Thailand noch verhältnismäßig „sauber“…

  4. und den Müll soweit verbreitet, ist schon ein Graus. Ich war jetzt gut eine Woche nördlich Bangkoks im Hinterland unterwegs und der Müll allenthalben mit wilden Dekonien war schon schon deprimierend.
    Sehr schade, und niemand störts anscheinend.
    Als ich vor einem 7 Eleven eine Mülltüte mit Inhalt wegegräumt habe wurde ich mitleidig belächelt!
    Ist so schade.

  5. Thailand hat sich leider (gewollt !) zu einem Land für den Massentourismus entwickelt und vielerorts erlebt man das „Mallorca-Feeling“.

    Dies hat zwangsläufig Auswirkungen auf alle im Artikel erwähnten Punkte (Hotel, Essen, Strände, Preise etc.).

  6. das abfall problem ist wirklich nicht gelöst !
    keiner bückt sich um seinen abfall aufzuheben, und in die tonne zu werfen !
    ausgediente batterien landen überall, nur nicht im recycling…

    kochen und frittieren mit dem billigstem der öle, mit palmöl verträgt auch nicht jeder

    es gäbe einiges zum verbessern !

    vergleich thailand – vietnam
    2:4 thailand ne 2 vietnam ne 4 von max. 6 punkten

    1. Batterien – Gibt dafür überhaupt ein Recycling in Thailand? Weiss Jemand wo man Batterien in Jomtien, wie in Schweiz, ins Recyling geben kann, habe noch nie sowas gesehen oder davon gehört und sind wir ehrlich Papier, Zigaretten und der meiste andere Abfall verrottet von selber, aber Batterien. Vielen Dank zum Voraus für Eure Tipps.

    2. Na ja, Kritik ist ein schwieriges Thema in Thailand.
      Für das Müllproblem gibt es bei 98% der Thailänder genau Null Problembewußtsein. Alle, ausnahmslos alle Handwerker schmeißen z.B. ihren Müll (Essensplastiktüten) aufs Grundstück oder über den Zaun auf das Nachbargrundstück – trotz bereit gestellten Mülleimern und der Bitte, den Müll darin zu entsorgen. Wer in der Natur Picknick macht, lässt seine Plastiktüte einfach liegen. Das Ausmaß ist schlicht kaum vorstellbar. Dazu kommt noch, dass Hausabfälle trotz vorhandener Müllabfuhr verbrannt werden. Und zwar alles. Plastik ebenso wie Glas und Alufolie. Wir wohnen wo, wo es keinerlei Touristen gibt.
      Auch Einwände beim Essen kann ich verstehen: Fast jeder Restaurantbesuch endet bei mir mittlerweile mit schwerem Sodbrennen, wenn zu Hause gekocht wird ist …nichts.

  7. Wieso bietet man dieser Dame zum wiederholten Mal eine Plattform?
    Es geht ihr doch nur um Aufmerksamkeit und Klicks wie bei allen „influencern“. Die erreichst Du heute mit Provokation, niemals mit reiner Information.

  8. Es stimmt schon das, das Problem mit dem Müll ist ein absolut großes.
    Wer aber immer Billig und Low Preis erwartet und Ruhe sollte in Deutschland bleiben.
    Dieses Video ist jammern auf hohen Niveau, typisch deutscher Besserwisser klagsüchtige Influencer auf der jagt nach Klicks.

  9. Was will man sonst auch von einem IT-Girl erwarten. [entfernt] Sie muss ja nicht in Thailand Urlaub machen. Dann haben andere Touristen, die die Gastfreundschaft der Thailänder kennen und lieben, wenigstens mehr Platz.

    Hinweis: Ein beleidigendes Wort wurde entfernt.

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