BANGKOK, THAILAND – Aus Furcht vor einer Einschleppung des Nipah-Virus aus Indien haben die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen an Thailands internationalen Flughäfen deutlich verschärft. Noch ist im Königreich kein Fall bekannt, dennoch läuft der Apparat auf Hochtouren.
Flughäfen auf erhöhter Alarmstufe
Am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok wurden spezielle Screening-Punkte eingerichtet. Dort werden ankommende Passagiere aus Risikogebieten besonders genau kontrolliert.
Auch am Flughafen Chiang Mai gelten seit dem jüngsten Ausbruch in Indien strengere Kontrollen für internationale Reisende. Ziel ist es, ein Einschleppen des Erregers nach Möglichkeit bereits an der Grenze zu verhindern.
Virologe erinnert an Ursprung in Malaysia
Der renommierte Virologe Dr. Yong Poovorawan ordnete die Lage ein. Er machte deutlich, dass das Virus der Fachwelt seit Langem bekannt ist.
„Das Nipah-Virus ist kein neues Virus. Es wurde 1998 in Malaysia entdeckt, wo es damals über 100 Todesopfer forderte“, erklärte er. Die Erkrankung gilt als schwerwiegend und kann mit einer hohen Sterblichkeit einhergehen.
Wie sich das Nipah-Virus überträgt
Nach Angaben von Dr. Yong handelt es sich um eine Zoonose, also eine Infektion, die von Tieren auf den Menschen übergehen kann.
• Hauptreservoir sind Flughunde (Fledermäuse), die Obst anknabbern
• Eine Übertragung ist durch Verzehr kontaminierter Früchte möglich
• Zusätzlich ist eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter beschrieben
Damit rückt insbesondere der Umgang mit Lebensmitteln und engen Kontakten in den Fokus der Prävention.
Gesundheitsbehörde warnt Reisende nach Indien
Das Department of Disease Control im Gesundheitsministerium verfolgt den Ausbruch in Indien nach eigenen Angaben sehr genau. Hintergrund ist, dass viele Menschen aus dem Königreich als Touristen oder Pilger dorthin reisen.
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Die Behörde richtet eine klare Reisewarnung an alle, die einen Indien-Aufenthalt planen. Reisende sollen ihren Gesundheitszustand vorab sorgfältig prüfen und unterwegs äußerste Vorsicht walten lassen.
Empfehlungen zum persönlichen Schutz
Um das Risiko einer Ansteckung zu senken, gibt die Gesundheitsbehörde konkrete Hinweise.
• Kein Obst essen, das sichtbare Bissspuren von Tieren aufweist
• Enge Kontakte zu erkennbar erkrankten Personen vermeiden
• Kontakt zu Tieren, die potenziell infiziert sein könnten, möglichst unterlassen
Die Behörden betonen, dass es derzeit im Land keinen Nipah-Ausbruch gibt. Im Vergleich zur Zeit vor COVID-19 reagiert das Gesundheitssystem jedoch deutlich früher und konsequenter auf neue virale Bedrohungen.
Lehren aus der Corona-Pandemie
Der Beitrag auf der Titelseite der Zeitung Thairath verdeutlicht, wie stark die Erfahrungen der vergangenen Jahre das Handeln prägen. Frühzeitige Grenzkontrollen und eine breite Aufklärung der Bevölkerung stehen im Mittelpunkt der Strategie.
Damit soll verhindert werden, dass sich ein möglicherweise eingeschleppter Erreger unbemerkt verbreitet. Die Regierung setzt dabei auf eine Kombination aus Überwachung, Risikokommunikation und individueller Vorsicht der Reisenden.
🗣 Wenn Erinnerung zur Strategie wird
Covid hat Thailand geprägt. Jetzt, beim nächsten Virus, reagieren die Behörden nicht erst, wenn Krankenhäuser voll sind – sondern an den Grenzen.
Ist das kluge Vorsorge? Oder der Beginn einer neuen Ära permanenter Gesundheitskontrollen? Wie viel Überwachung ist Schutz – und ab wann wird sie Belastung für Reisefreiheit und Tourismus?
Und vor allem: Haben wir als Gesellschaft aus der letzten Pandemie wirklich gelernt?
Schreib, was du darüber denkst. Denn dieses Thema betrifft nicht Indien. Es betrifft jede Ankunftshalle.



Wird wieder mal Zeit,daß ein Lockdown ausgerufen wird!
Der thail.Corona Lockdown,
war die beste und ruhigste Zeit!
Kein Pack weit und breit,das dich nervt…
Soweit ich das verstanden habe, hat so ein Virus das Zeug zu einer Epidemie oder Pandemie zu werden, wenn er entsprechend leicht übertragbar ist. Das ist bislang ganz offensichtlich mit dem Napah-Virus nicht der Fall. Ansonsten hätte es seit 1998 längst größere Infektionswellen geben müssen. Anzeichen, dass das Virus just aktuell mutiert sein könnte ist zumindest nichts bekannt.
Sollen sie ruhig die Temperaturen von ankommenden Passagiere messen. Nutzen tut das bei Inkubationszeiten von bis zu 45 Tagen vermutlich ziemlich wenig bis gar nichts. Reine Placebo zur Beruhigung der besonders Schreckhaften. Ein Land zusperren, wie das Thailand zu Covid-Zeiten gemacht hat, hat bekanntlich auch nichts genutzt. Nur sehr viel Schaden und Leid angerichtet. Was bleibt da derzeit? Ganz normal weiterleben und sich nicht narrisch machen lassen.