Visa-Änderung geplant: Aufenthalt bald nur 30 Tage!

🚨 Thailand plant drastische Änderung: Visa-freie Aufenthalte könnten deutlich verkürzt werden. Die Entscheidung ist noch nicht final. Doch was bedeutet das künftig für Touristen?

Visa-Änderung geplant: Aufenthalt bald nur 30 Tage!
Matichon, ThaiExaminer

BANGKOK, THAILAND – Thailands Außenministerium will den visa-freien Aufenthalt für Touristen aus 93 Ländern von 60 auf 30 Tage reduzieren und begründet das mit Missbrauch, Betrug und Sicherheitsrisiken. Eine Verlängerung um weitere 30 Tage gegen ฿1.900 soll weiterhin möglich bleiben, doch erst das Kabinett kann die Änderung beschließen.

Was genau geplant ist

Nach Angaben des Außenministeriums wurde in einer hochrangigen Runde grundsätzlich gebilligt, die bisherige 60-Tage-Visabefreiung auf 30 Tage zu verkürzen.

Gleichzeitig soll das bekannte Verfahren bestehen bleiben, den Aufenthalt bei der Immigration um 30 Tage zu verlängern, wofür weiterhin ฿1.900 fällig wären.

Warum die Regierung an der Schraube drehen will

Die Behörde verweist auf „Schlupflöcher“ im aktuellen System und darauf, dass einige Einreisen nicht primär touristisch begründet seien.

Als Hauptargument nennt das Ministerium Betrügerstrukturen und Personen, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden und die lange visafreie Zeit gezielt ausnutzen könnten.

Die Sitzung vom 20. März und die Rolle der Visa-Kommission

Das Thema wurde am 20. März im Außenministerium beraten, wo Außenminister Sihasak Phuangketkaew die Linie der Regierung erläuterte.

Auslöser war eine Überprüfung durch die Visa-Kommission, die dem Außenministerium zugeordnet ist und die 60-Tage-Regel in der Praxis bewertet hat.

Rückblick auf die 60-Tage-Regel und die Kritik daran

Die 60 Tage waren unter der Regierung von Premierminister Settha Thavisin eingeführt worden, um den Tourismus zu stärken und längere Aufenthalte ohne Visaantrag zu ermöglichen.

Nach der späteren Prüfung kam die Kommission jedoch zu dem Schluss, dass 60 Tage als Standard zu großzügig seien und dadurch eher Umgehungskonstruktionen als klassische Urlaubsreisen begünstigt würden.

Was für Reisende praktisch gleich bleibt und was nicht

Sollte das Kabinett zustimmen, würde sich vor allem der erste Zeitraum nach der Einreise ändern, während die maximale Aufenthaltsdauer über die Verlängerung faktisch weiterhin bis zu 60 Tage erreichen könnte.

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Die Logik dahinter: Wer länger bleiben will, muss aktiv verlängern und taucht dadurch stärker im Kontrollsystem auf, statt automatisch zwei Monate visafrei zu erhalten.

Bezug zu Online-Scams und grenzüberschreitender Mobilität

Der Außenminister stellte einen Zusammenhang zu Online-Scams her und argumentierte, dass Tätergruppen längere visafreie Zeiträume für ihre Bewegungen zwischen Thailand und Nachbarländern nutzten.

Eine kürzere visafreie Erstaufenthaltsdauer solle deshalb präventiv wirken und den Behörden mehr Möglichkeiten geben, missbräuchliche Muster früher zu erkennen.

Keine Diskriminierung und noch kein Stichtag

Sihasak Phuangketkaew wies den Vorwurf möglicher Diskriminierung zurück und betonte, die Maßnahme richte sich nicht gegen einzelne Länder und werde nicht nach Nationalitäten unterschiedlich angewandt.

Konkrete Änderungen gelten aber noch nicht, denn die 60-Tage-Regel bleibt vorerst in Kraft, bis das Kabinett entscheidet, und das Ministerium kündigte „ausreichend Vorlauf“ an, bevor neue Regeln tatsächlich greifen.

Deine Meinung

Ist die geplante Kürzung auf 30 Tage ein sinnvoller Schritt gegen Missbrauch – oder trifft sie am Ende vor allem Langzeiturlauber, Familienbesuche und digitale Nomaden, die legal unterwegs sind?

Welche Erfahrungen gibt es mit Verlängerungen bei der Immigration, und wie viel Vorlauf wäre nötig, damit Reisende und in Thailand lebende DACH-Bürger fair planen können?

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Quelle: thaiexaminer.com

7 Kommentare zu „Visa-Änderung geplant: Aufenthalt bald nur 30 Tage!

  1. Als ich noch als Tourist Thailand besucht habe – fuer Urlaub – haben die 30 Tage immer ausgereicht (mein Chef hat mal gesagt :“Wer laenger als 4 Wochen Urlaub machen kann oder will, ist entbehrlich.“).
    Wenn man laenger bleiben will kann man ja bei der Immigration eine Verlaengerung beantragen – oder von vornherein ein entsprechendes Visum (gibt ja genuegend Varianten, da sollte jeder etwas Passendes finden). Wem das zu aufwendig oder zu teuer ist der soll zu Hause bleiben. Oder woanders Urlaub machen.

  2. Finde die 60 Tage gut man kann ja damit auch mal 45 Tage oder etwas länger bleiben ohne gleich eine Verlängerung (1900 Bath ) oder Visa machen.
    Hoffe sie bleiben noch ?

  3. Ein bestimmter Promillewert an Idioten und Kriminellen ist nicht zu verhindern. Ein Teil von denen ist ja legal hier und das seit Geburt.

  4. Die geplante Kürzung auf 30 Tage ist kein sinnvoller Schritt gegen Missbrauch. Sie trifft in erster Linie vor allem Langzeiturlauber, Familienbesuche und digitale Nomaden, die legal unterwegs sind!
    Man hat als Europäer große Schwierigkeiten die thailändische Logik zu verstehen. Auf jeden Fall wirken die willkürlichen Schwankungen der Visabestimmungen auf Urlauber eher total abschreckend.
    Aber was soll es. [entfernt] Wenn sie Urlauber abschrecken wollen, dann sollen sie nur so weiter machen.
    Der Urlaub in Thailand wird teurer. Ärger über Flüge wegen den explodierenden Flugpreise. Abzocke an Geldautomaten und schwankende Wechselkurse werden Thailand weniger attraktiv machen.
    Wieso Thailand nicht um jeden Urlauber kämpft, verstehen nur Eingeweihte und weltfremde thailändische Politiker.

    Hinweis: Ein Satz wurde durch die Redaktion entfernt.

    1. Welche Logik? Es gibt nur Thai-Logik und die hat mit Logik nichts zu tun. Es ist wie beim Englisch, d.h. Thai-Englisch = Tinglish hat doch auch nichts mit der englischen Sprache zu tun!!!
      Und Thailand kämpft sehr wohl um jeden Urlauber, d.h. um jeden Qualitätstouristen, zu denen die Billigtouristen, die mit den Billigfliegern; und dass auch noch in der Eco; ankommen, doch nicht gehören. Darum wollen die doch für weitere riesige Kreuzfahrtschiffe entsprechende Hafenanlagen bauen; so wurde jedenfalls geschrieben. Es sollen Herr Graf und Frau Gräfin von und zu Großkotz, bei 30 Grad Schampus-schlürfend: er im Frack und sie im Pelzmantel, ankommen, aber wir Bier-saufende Billigheimer in Hawaii-Hemd, Shorts, Sandalen und Socken doch nicht. Herr und Frau Proll aus Gelsenkirchen bringen doch nur Kleingeld, aber nicht die dicke Marie! Das großartigste Land der Welt nach „The Don’s States“ hat doch Besseres als nur Malocher, Hartz-ler, Durchschnittsverdiener und sonstiges Grobzeug verdient! Oder etwa nicht? Will mir jemand widersprechen? ;-))

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