Liebe Redaktion, liebe Leser,
ich muss einfach mal loswerden, was mich und viele andere Expats hier in Thailand gerade zur Verzweiflung bringt. Es geht um die Online-Terminbuchung bei der Immigration in Bangkok, genauer gesagt bei Chaeng Wattana, Division 1.
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Letztes Jahr hat das System noch super funktioniert. Man ist online gegangen, hat sich einen Termin ausgesucht, fertig. Keine großen Probleme. Aber seit ein paar Monaten ist das System komplett am Ende. Wenn man versucht, einen Termin zu buchen, sieht man nur graue Felder. Alles ausgebucht. Nicht nur für die nächsten paar Tage, sondern für den kompletten Monat, der überhaupt buchbar ist.
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Ich verstehe das einfach nicht. Ist das System überlastet? Oder läuft da etwas im Hintergrund, von dem wir normalen Leute nichts mitbekommen? Die Situation macht mir ehrlich gesagt Sorgen, weil man irgendwann ja seinen Visa-Termin braucht.
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In den Expat-Foren liest man die verrücktesten Geschichten. Ein Tipp, der dort immer wieder auftaucht: Man soll nachts um 1 Uhr versuchen, einen Termin zu buchen. Angeblich werden dann neue Slots für den gleichen Tag im nächsten Monat freigeschaltet. Also wenn man an einem Samstagmorgen um 1 Uhr online geht, bekommt man vielleicht einen Termin für den Montag in vier Wochen.
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Andere berichten, dass stornierte Termine plötzlich wieder auftauchen. Deshalb sitzen manche Leute stundenlang vor dem Computer und drücken alle paar Sekunden auf „Aktualisieren“, in der Hoffnung, so einen freien Slot zu erwischen. Das ist doch verrückt!
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Mal ehrlich, ist das wirklich der richtige Weg? Sollen wir uns mitten in der Nacht den Wecker stellen und dann um Termine kämpfen wie bei einem Konzert-Ticketverkauf? Das passt doch nicht zu einer seriösen Behörde.
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Was mich noch mehr beunruhigt: Es gibt Gerüchte, dass Agenturen das System blockieren. Anscheinend haben bestimmte Gruppen, zum Beispiel Lehrer, fast keine Chance mehr, selbst einen Termin zu bekommen. Der Verdacht ist, dass Agenturen oder Schulen monatelang im Voraus ganze Terminblöcke reservieren.
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Wenn das stimmt, bedeutet das doch, dass man nur noch eine Chance hat, wenn man bereit ist, eine Agentur zu bezahlen. Das wäre unfair und würde eine Zweiklassengesellschaft schaffen.
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Diese ganze Unsicherheit macht einen fertig. Früher wusste man: Ich kümmere mich rechtzeitig darum und bekomme meinen Termin. Heute hat man ständig Angst: Was passiert, wenn ich keinen Termin bekomme? Kann ich einfach so zur Immigration gehen, oder schicken die mich ohne Termin wieder weg? Und was bedeutet das für meinen Visa-Status?
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Niemand kann einem eine klare Antwort geben. Die Informationen widersprechen sich oft, und es scheint auch davon abzuhängen, an welchem Tag man hingeht und welcher Beamte gerade Dienst hat.
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Deshalb schreibe ich diesen Brief. Ich möchte wissen, wie es anderen geht. Habt ihr in letzter Zeit einen Termin bei der Immigration Division 1 bekommen? Hat dieser 1-Uhr-Trick bei euch funktioniert? Und weiß jemand, ob die Behörden sich zu diesen Problemen geäußert haben?
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Es wäre gut, wenn wir hier gemeinsam mehr Klarheit schaffen könnten. Ein funktionierendes System liegt doch im Interesse von allen – von uns Expats, die hier legal leben wollen, und auch von den Behörden, die sicher geordnete Abläufe bevorzugen.
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Bis dahin bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als weiter die Seite zu aktualisieren und zu hoffen, dass ich Glück habe.
Viele Grüße,
Ein besorgter Expat
Anmerkung der Redaktion
Der Leserbrief wurde redaktionell behutsam überarbeitet, wobei Inhalt und Aussage des Verfassers unverändert erhalten blieben. Für die Richtigkeit der angegebenen Informationen übernimmt die Redaktion keine Haftung. Reaktionen und Kommentare bitten wir ausschließlich über die Kommentarfunktion, unserer Facebook-Seite oder in unserem Online-Forum zu teilen. Antworten per E-Mail können aus zeitlichen Gründen nicht berücksichtigt werden.




Das gleiche für Prachuap Khirikan. Seit Jahren taucht Division 3 gar nicht mehr auf. Auch die Immigration hat keine Antwort dafür. SCAN code ist aber immer noch angeschlagen
Habe leider dieselbe Erfahrung gemacht wie der Autor, aber die Hoffnung, dass es irgendwie mit dem Jahreswechsel 2025/2026 zusammenhängt.
Dennoch: Solche Kommunikationsgaps bzw. Schweigen der Immigration sind ärgerlich und für die Behörde ziemlich image-schädigend.