Visum-Verlängerung: Das Konto-Detail entscheidet

Visum-Verlängerung: Das Konto-Detail entscheidet
Gemini AI

Warum dieses Bankkonto über Ihr Visum entscheidet

Sie sitzen im Wartezimmer der Immigration. Ihre Nummer wird aufgerufen. In Ihrer Hand halten Sie Ihr Bankbuch. Jetzt entscheidet sich, ob Sie das nächste Jahr bei Ihrer thailändischen Frau bleiben dürfen oder nicht.

Der Beamte nimmt das Buch, blättert langsam durch und runzelt die Stirn. Ihr Herz klopft schneller. Sie haben doch alles richtig gemacht, oder? In diesem Moment merken viele: Ein kleiner Fehler beim Konto kann alles zunichte machen. Aber welche Fehler sind das genau?

Die wichtigste Zahl: 400.000 Baht

Wer als Ausländer bei seiner thailändischen Ehefrau leben will, muss beweisen, dass er für sich selbst sorgen kann. Der Staat verlangt einen klaren Beweis: 400.000 Baht auf einem thailändischen Bankkonto. Das sind ungefähr 11.000 Euro.

Viele denken jetzt: „Kein Problem, das Geld habe ich doch!“ Aber Achtung – es reicht nicht, das Geld irgendwo zu haben. Es muss auf einem Konto in Thailand liegen, und zwar auf die richtige Art und Weise. Genau hier fangen die Probleme an.

Der Fehler, den fast jeder macht

Die meisten stolpern über eine Regel, die auf den ersten Blick seltsam erscheint: Das Geld muss schon volle zwei Monate auf dem Konto liegen, bevor Sie überhaupt zum Termin gehen dürfen. Nicht sechs Wochen, nicht 59 Tage – genau zwei Monate.

Wer das Geld erst eine Woche vorher überweist, wird wieder nach Hause geschickt. Und noch gemeiner: Wenn Sie in diesen zwei Monaten auch nur einmal unter die 400.000 Baht rutschen – und sei es nur für einen einzigen Tag – fängt die Zwei-Monats-Frist wieder von vorne an. Das wissen viele nicht.

Was passiert nach dem Antrag?

Sie haben den Antrag abgegeben. Glückwunsch! Aber den Stempel für das ganze Jahr haben Sie noch nicht. Jetzt beginnt eine Wartezeit von etwa 30 Tagen. Die Behörde prüft noch einmal alles ganz genau.

Viele fragen sich jetzt: „Darf ich mein Geld jetzt abheben? Ich brauche es doch!“ Die ehrliche Antwort: Es gibt kein Gesetz, das es verbietet. Aber erfahrene Auswanderer raten dringend davon ab. Wenn der Beamte in dieser Zeit noch einmal einen Kontoauszug sehen will und das Geld ist weg, haben Sie ein Problem.

Regionale Unterschiede: Nicht überall gleich

Hier wird es kompliziert: Nicht jede Immigration in Thailand handhabt die Regeln gleich. Was in Bangkok funktioniert, kann in Pattaya oder Chiang Mai anders sein. Manche Büros verlangen drei Monate Kontoauszüge statt zwei.

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Das bestätigen auch Erfahrungsberichte aus der Expat-Community: „Manche Immigration-Büros wie in Nonthaburi wollen sogar, dass das Geld einen Monat nach der Antragstellung noch da ist“, berichtet ein langjähriger Auswanderer. Die offiziellen Regeln sagen zwei Monate – aber nicht jedes Büro hält sich daran.

Die gute Nachricht: Das Geld gehört wieder Ihnen

Hier kommt endlich eine gute Nachricht: Sobald Sie den Jahresstempel im Pass haben, können Sie mit dem Geld machen, was Sie wollen. Anders als beim Rentnervisum muss das Geld nicht das ganze Jahr über auf dem Konto bleiben.

Sie dürfen es abheben, ausgeben oder damit machen, was immer Sie wollen. Das ist offiziell bestätigt: „Nach Erteilung der Verlängerung können Sie das Geld nutzen“, heißt es in den Richtlinien. Aber merken Sie sich eines gut: Nächstes Jahr zur Verlängerung muss der komplette Betrag wieder pünktlich zwei Monate vorher drauf sein.

Besondere Regeln für Frauen mit thailändischen Männern

Jetzt kommt eine wichtige Information für Frauen: Wenn Sie mit einem thailändischen Mann verheiratet sind, gelten andere Regeln. Sie müssen die 400.000 Baht oft gar nicht nachweisen. Das ist offiziell bestätigt.

Stattdessen muss Ihr thailändischer Ehemann beweisen, dass er in Thailand arbeitet und Steuern zahlt. Er braucht Dokumente wie PND.1 und PND.91 – das sind Steuerbescheinigungen. Die thailändische Kultur sagt: Der Mann sorgt für die Familie. Diese Regel gilt auch beim Visum.

Nicht jedes Konto funktioniert

Jetzt wird es wichtig: Sie gehen zur Bank und wollen ein Konto eröffnen. Der freundliche Bankangestellte empfiehlt Ihnen ein tolles Sparkonto mit hohen Zinsen oder ein Anlageprodukt. Stopp! Genau hier lauert eine Falle.

Die Immigration liebt einfache Dinge. Am besten ist ein ganz normales Sparkonto mit einem echten Sparbuch aus Papier. Wenn der Beamte das Buch in der Hand hält und die Zahlen sieht, ist er zufrieden. Alles andere macht ihn misstrauisch.

Finger weg von diesen Produkten

Banken wollen Geld verdienen, deshalb bieten sie oft „bessere“ Produkte an. Im Namen stehen dann Wörter wie „Fund“ oder „Insurance“ – also Fonds oder Versicherung. Wenn der Beamte diese Begriffe in Ihrem Bankbuch liest, wird er skeptisch.

Für die Behörde ist das kein normales Geld mehr, sondern eine Investition. Und Investitionen zählen nicht. Sie brauchen aber Geld, auf das Sie jederzeit zugreifen können. Sagen Sie dem Bankangestellten klar und deutlich: „Ich brauche ein ganz normales Konto. Nichts Besonderes.“

Was ist mit Festgeld?

Festgeld ist grundsätzlich in Ordnung, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Bei der Bangkok Bank heißt das oft „Fixed Deposit“. Das wird normalerweise akzeptiert, aber passen Sie auf: Es muss ein eigenes Bankbuch dafür geben.

Und noch wichtiger: Es darf keine Lebensversicherung dabei sein. Manche Banken packen heimlich eine Versicherung dazu, um extra Provision zu kassieren. Prüfen Sie das sofort! Wenn im Buch ein Code für Versicherung steht, haben Sie ein Problem.

Warum ist ein Konto so schwer zu bekommen?

Früher war es einfach: Pass vorlegen, Konto eröffnen, fertig. Im Jahr 2026 ist das anders. Die Banken sind vorsichtig geworden, besonders die Bangkok Bank. Wer nur als Tourist hier ist, wird oft abgelehnt.

Die Banken haben Angst vor Geldwäsche und Betrug. Sie wollen nur noch Kunden, die schon eine Aufenthaltsgenehmigung haben. Das ist ein Problem: Ohne Visum kein Konto, ohne Konto kein Visum. Wer schon ein Konto hat, sollte es deshalb unbedingt behalten.

Ihr Name muss perfekt passen

Schauen Sie jetzt in Ihren Pass. Und dann in Ihr Bankbuch. Steht da exakt der gleiche Name? Wenn Sie „Michael Heinz Müller“ heißen, aber im Bankbuch steht nur „Michael Müller“, wird der Beamte sagen: „Das ist nicht Ihr Konto.“

Für deutsche Augen sieht das gleich aus. Für den thailändischen Beamten sind das zwei verschiedene Personen. Achten Sie bei der Kontoeröffnung darauf, dass die Bank Ihren vollständigen Namen einträgt, genau wie im Pass. Jeder Buchstabe muss stimmen.

Die Gefahr beim Gemeinschaftskonto

Sie vertrauen Ihrer Frau und wollen ein gemeinsames Konto? Das klingt vernünftig, kann aber beim Visum zum Problem werden. Die Immigration will sehen, dass das Geld Ihnen alleine gehört.

Bei einem Gemeinschaftskonto gehört Ihnen rechtlich nur die Hälfte. Das bedeutet: Sie müssten plötzlich 800.000 Baht nachweisen statt 400.000. Viele wissen das nicht und fallen aus allen Wolken. Die Lösung ist einfach: Das Konto für das Visum läuft nur auf Ihren Namen.

Was steht da eigentlich im Bankbuch?

Ihr Bankbuch ist voll mit Codes und Abkürzungen auf Thailändisch. Sie verstehen kein Wort? Macht nichts – der Beamte bei der Immigration versteht sie sehr gut. Er sieht sofort, woher das Geld kommt.

Geld aus dem Ausland ist gut. Bar eingezahlt ist auch okay. Aber wenn der Code „Kredit“ oder „Darlehen“ bedeutet, wird es schwierig. Wichtig ist auch: Das Bankbuch muss aktuell sein. Gehen Sie am Tag vor dem Termin zum Automaten und lassen Sie es updaten.

Der wichtige Brief von der Bank

Das Bankbuch allein reicht nicht aus. Sie brauchen noch einen offiziellen Brief von der Bank. Er heißt „Bank Guarantee Letter“ und bestätigt, dass Sie wirklich dieses Geld haben. Ohne diesen Brief brauchen Sie gar nicht erst zur Immigration zu fahren.

Aber passen Sie auf: Dieser Brief wird schnell ungültig. Meistens darf er nicht älter als sieben Tage sein. Das steht sogar auf den offiziellen Info-Zetteln der Immigration-Büros. Manche Büros wollen sogar, dass er vom selben Tag ist. Fragen Sie vorher nach.

Wenn der Beamte Nein sagt

Es ist passiert: Der Beamte schiebt Ihren Pass zurück und schüttelt den Kopf. Jetzt bloß ruhig bleiben! In Thailand hilft es nie, laut zu werden. Fragen Sie höflich: „Was genau fehlt denn?“

Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit – eine fehlende Kopie oder ein vergessener Stempel. Dann können Sie schnell zur Bank fahren, das Problem lösen und am selben Tag wiederkommen. Aber wenn die Zwei-Monats-Frist nicht eingehalten wurde, hilft nichts. Dann wird es kompliziert.

Der Plan B: Visa Run

Wenn das mit dem Konto nicht geklappt hat, bleibt nur eine Lösung: Sie müssen aus Thailand raus. Ein sogenannter „Visa Run“ in ein Nachbarland, dort ein neues Visum beantragen und die ganze Sache neu starten.

Das kostet Zeit, Nerven und Geld. Und die Zwei-Monats-Frist für das Geld fängt natürlich wieder bei null an. Deshalb ist es so wichtig, beim ersten Mal alles richtig zu machen. Wer diesen Fehler einmal gemacht hat, macht ihn garantiert nie wieder.

Die Alternative: Monatliches Einkommen

Es gibt noch einen anderen Weg: Statt 400.000 Baht auf dem Konto können Sie auch ein monatliches Einkommen von mindestens 40.000 Baht nachweisen. Das sind etwa 1.070 Euro pro Monat.

Aber Vorsicht: Nicht jede Immigration akzeptiert das. Manche Büros wollen nur Einkommen aus einem thailändischen Arbeitsvertrag sehen. Andere akzeptieren Überweisungen aus dem Ausland. Fragen Sie vorher genau nach, was Ihr Immigration-Büro verlangt.

Die Checkliste für den großen Tag

Machen Sie sich eine Liste wie beim Einkaufen: Pass, Bankbuch, Bank-Brief, Heiratsurkunde, Passfotos, 1.900 Baht Gebühr. Aber Achtung: Die Gebühr können Sie nicht bar zahlen! Sie müssen per Online-Banking oder Karte zahlen.

Es gibt nichts Schlimmeres, als nach zwei Stunden Wartezeit weggeschickt zu werden, weil eine Kopie fehlt. Machen Sie lieber eine Kopie zu viel als zu wenig. Papier kostet fast nichts, aber ein verlorenes Visum kann Sie ein ganzes Jahr kosten.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Der Bankangestellte ist freundlich und meint es gut. Aber er kennt sich mit Visumsgesetzen nicht aus. Wenn er sagt: „Das klappt bestimmt bei der Immigration“, dann ist das nur eine Vermutung. Er haftet nicht, wenn Sie rausgeworfen werden.

Sie sind derjenige, der das Problem hat. Verlassen Sie sich nur auf Informationen direkt von der Immigration. Holen Sie sich am besten den offiziellen Info-Zettel bei Ihrer Immigration ab. Dort steht schwarz auf weiß, was Sie brauchen.

Wird bald alles einfacher?

Man hört immer wieder, dass alles digital werden soll. Die Bank würde die Daten direkt an die Polizei melden, automatisch und ohne Papierkram. Das wäre wirklich bequem. Aber im Jahr 2026 ist es noch nicht so weit.

Das gute alte Sparbuch aus Papier ist immer noch Ihr wichtigstes Dokument. Passen Sie gut darauf auf. Lassen Sie es nicht nass werden, verlieren Sie es nicht. Dieses kleine Heft ist Ihre Eintrittskarte für ein weiteres Jahr in Thailand.

Was Sie wirklich beachten müssen

Es klingt kompliziert, aber im Grunde ist es einfach: 400.000 Baht, zwei Monate vorher auf dem Konto, normales Sparkonto, richtiger Name. Wer diese vier Punkte beachtet, ist auf der sicheren Seite.

Gehen Sie gut vorbereitet zum Termin. Seien Sie freundlich zum Beamten. Wenn Ihre Papiere stimmen, bekommen Sie den Stempel. Und dann können Sie wieder das genießen, wofür Sie hier sind: das Leben in Thailand mit Ihrer Familie.


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2 Kommentare zu „Visum-Verlängerung: Das Konto-Detail entscheidet

  1. Die 1.900 Baht Gebühr kann man nicht bar bezahlen? Das muss aber eine ganz neue Anweisung sein, am 10.12.2025 habe ich das nämlich noch gemacht. Oder ist das auch wieder von der jeweiligen Immigration abhängig?

  2. Ich war Ende 2025 bei der Immi in Chiang Mai, dort steht überall ganz groß: nur cash. Betraf bei mir Visum und re-entry.
    Mag sein dass es von Immi zu Immi unterschiedlich gehandhabt wird. Ich kann hier nur von Chiang Mai sprechen.

    Zu den Banken: ich habe mein Konto seit mehr als 2 Jahren bei der Bangkok Bank, bin absolut zufrieden mit dem sehr freundlichen Service dort. Vor allem die Filiale in der Tha Phae rd Nähe Night Basar ist sehr zu empfehlen.

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