Warnung: Guthaben eingefroren, Visa abgelehnt?

Warnung: Guthaben eingefroren, Visa abgelehnt?
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Bangkok Bank sperrt Guthaben bei zu kurzem Kontostand

Ein Leser hat uns auf ein Timing-Problem bei der Beantragung des thailändischen Retirement Visums aufmerksam gemacht. Die Bangkok Bank friert das erforderliche Guthaben von 800.000 Baht für vier Monate ein, wenn das Geld noch nicht ausreichend lange auf dem Konto liegt. Dies kann den Visumsantrag gefährden, wenn die Fristen nicht korrekt geplant werden.

Das Problem tritt hauptsächlich bei Antragstellern auf, die ihr Visum im Inland umwandeln möchten. Wer mit der 60-tägigen Visumbefreiung einreist und erst vor Ort das Non-Immigrant O Visum beantragt, braucht zwei Bankbestätigungen innerhalb kurzer Zeit. Ohne ausreichenden zeitlichen Vorlauf kann die Banksperre die zweite Bestätigung unbrauchbar machen.

Zwei Monate Mindestdauer vor erster Beantragung erforderlich

Die thailändische Einwanderungsbehörde verlangt für das Retirement Visum einen Nachweis über 800.000 Baht auf einem thailändischen Bankkonto. Laut offiziellen Bestimmungen muss dieses Geld mindestens zwei Monate vor der Antragstellung auf dem Konto liegen. Nach Bewilligung der Jahresverlängerung muss es weitere drei Monate dort verbleiben.

Diese sogenannte Seasoning Period soll sicherstellen, dass Antragsteller über echte finanzielle Mittel verfügen und nicht nur kurzfristig geliehenes Geld vorlegen. Danach darf der Kontostand auf 400.000 Baht sinken, muss aber zwei Monate vor der nächsten Verlängerung wieder auf 800.000 Baht aufgefüllt werden.

Bangkok Bank verhängt zusätzliche viermonatige Sperre

Nach Berichten aus Expat-Foren im Januar 2026 praktiziert die Bangkok Bank eine interne Regelung, die über die Anforderungen der Immigration hinausgeht. Die Bank friert die 800.000 Baht für vier Monate ein, sobald sie eine Bestätigung für den Visumsantrag ausstellt. Diese Sperre greift allerdings nur, wenn das Geld noch keine vier Monate auf dem Konto liegt.

Laut Diskussionen auf ASEANNOW zeigt sich die Sperre im Online-Banking als deutlich reduzierter verfügbarer Saldo. Während der Gesamtkontostand die 800.000 Baht ausweist, steht in der Spalte für den verfügbaren Betrag nur noch der Restbetrag über dieser Summe. Die Bank begründet dies mit Compliance-Vorschriften und dem Schutz vor Missbrauch durch Visa-Agenturen.

Wann die Sperre zum Problem wird

Die Schwierigkeiten entstehen bei der Umwandlung eines Visums im Inland. Wer zunächst das 90-tägige Non-O Visum beantragt und später die Jahresverlängerung anstrebt, benötigt zwei separate Bankbestätigungen. Die erste erhält man für den Non-O Antrag, die zweite für die Extension of Stay, die 30 bis 45 Tage vor Ablauf beantragt werden kann.

Falls die erste Bestätigung ausgestellt wird, bevor das Geld vier Monate im Konto lag, aktiviert die Bank die Sperre. Diese läuft dann noch, wenn 60 bis 70 Tage später die zweite Bestätigung für die Jahresverlängerung fällig wird. Das zweite Schreiben weist dann einen verfügbaren Saldo von praktisch null aus, was die Immigration nicht akzeptiert.

Immigration verlangt tatsächlich verfügbares Guthaben

Die Einwanderungsbehörde prüft bei der Jahresverlängerung genau, ob das Geld liquide und im Notfall verfügbar ist. Ein gesperrter Betrag erfüllt diese Anforderung nicht, auch wenn der Antragsteller das Geld ohnehin nicht abheben möchte. Die Beamten argumentieren, dass im Krankheitsfall oder bei anderen Notlagen auf die Mittel zugegriffen werden können muss.

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In der Bankbestätigung erscheint dies als Diskrepanz zwischen dem Gesamtsaldo und dem verfügbaren Betrag. Steht dort ein Vermerk wie „Funds seized“ oder zeigt die Spalte „Available Balance“ nur einen Bruchteil der geforderten Summe, lehnt die Immigration den Antrag ab. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob der Antragsteller das Geld tatsächlich verwenden will.

Lösungsansatz durch frühzeitige Einzahlung

Das Problem lässt sich vermeiden, indem man die 800.000 Baht mindestens vier Monate vor dem ersten Behördengang einzahlt. In diesem Fall aktiviert die Bangkok Bank die Sperre nicht, weil die interne Vier-Monats-Bedingung bereits erfüllt ist. Das erste Bankschreiben weist dann den vollen Betrag als verfügbar aus und bleibt dies auch beim zweiten Schreiben.

Experten in Visa-Foren empfehlen derzeit einen Puffer von sechs Monaten vor der ersten Visumsbeantragung. So ist sichergestellt, dass sowohl die gesetzliche Zwei-Monats-Frist der Immigration als auch die interne Vier-Monats-Regelung der Bank erfüllt sind. Dieser Vorlauf eliminiert das Risiko automatischer Sperren während des kritischen Zeitfensters.

Unterschied zwischen Visa-bedingter Sperre und KYC-Kontensperrungen

Die beschriebene Vier-Monats-Sperre ist klar von den allgemeinen Kontensperrungen zu trennen, über die 2025 und 2026 vermehrt berichtet wurde. Die Bangkok Bank hat seit Anfang 2025 zahlreiche Konten eingefroren, um verschärfte Know-Your-Customer-Vorschriften und Anti-Geldwäsche-Bestimmungen umzusetzen. Betroffen waren hauptsächlich Inhaber von Touristenvisa und Konten ohne registrierte Thai-SIM-Karte.

Diese KYC-Sperren haben nichts mit Visumsanträgen zu tun und betreffen alle Banken in Thailand unter Vorgabe der Regierung und der Bank of Thailand. Inhaber von Langzeitvisa wie dem Retirement Visum waren laut Berichten von Ask Thailand im Mai 2025 weitgehend nicht betroffen. Die Visa-bezogene Vier-Monats-Sperre ist ein separates, spezifisches Problem der Bankbestätigung.

Alternative durch Visumsbeantragung im Heimatland

Wer die Komplikationen der Inland-Umwandlung vermeiden möchte, kann das Non-Immigrant O-A Visum bereits vor der Einreise im Heimatland über das E-Visa-Portal beantragen. Dieser Weg hat den Vorteil, dass nur eine Bankbestätigung erforderlich ist, nämlich für die spätere Jahresverlängerung in Thailand. Das zeitliche Dilemma der zwei Bestätigungen innerhalb kurzer Frist entfällt damit.

Allerdings gelten für das O-A Visum strengere Anforderungen. Seit 2019 ist eine Krankenversicherung mit Mindestdeckung von 40.000 Baht für ambulante und 400.000 Baht für stationäre Behandlungen vorgeschrieben. Auch ein polizeiliches Führungszeugnis und ein ärztliches Attest werden verlangt. Diese zusätzlichen Hürden schrecken viele Antragsteller ab, obwohl der Prozess insgesamt planbarer ist.

Unterschiede zwischen Bangkok Bank und anderen Instituten

Berichte aus Foren deuten darauf hin, dass nicht alle thailändischen Banken die Vier-Monats-Sperre praktizieren. Antragsteller mit Konten bei der Kasikorn Bank oder der Siam Commercial Bank berichten seltener von eingefrorenen Beträgen. Diese Banken scheinen flexibler mit den Bestätigungen umzugehen, verlangen aber teilweise strengere Nachweise über die Herkunft des Geldes.

Die Bangkok Bank bleibt dennoch die häufigste Wahl für Ausländer, da sie traditionell als ausländerfreundlich gilt und ein dichtes Filialnetz hat. Wer dort ein Konto hat, sollte bei der Beantragung des Bankschreibens explizit nachfragen, ob und wie lange das Geld gesperrt wird. Ein klärendes Gespräch mit dem Filialleiter vor der ersten Bestätigung kann Missverständnisse vermeiden.

Zeitplan für die sichere Visumsbeantragung

Für eine problemlose Beantragung empfiehlt sich folgender Ablauf: Einzahlung der 800.000 Baht mindestens sechs Monate vor dem geplanten ersten Behördentermin. Nach vier Monaten kann die erste Bankbestätigung für das Non-O Visum beantragt werden, ohne dass die Bank eine Sperre aktiviert. Das Non-O wird bewilligt und ist 90 Tage gültig.

Nach etwa 45 bis 60 Tagen wird die zweite Bankbestätigung für die Jahresverlängerung benötigt. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits fünf bis sechs Monate seit der Einzahlung vergangen, die Zwei-Monats-Frist der Immigration ist längst erfüllt. Das Geld wird als vollständig verfügbar ausgewiesen und die Extension of Stay kann problemlos beantragt werden.

Risiken bei zu knapper Planung

Wer die 800.000 Baht erst kurz vor dem Non-O Antrag einzahlt, läuft Gefahr, in die beschriebene Falle zu geraten. Die Bangkok Bank stellt zwar die erste Bestätigung aus, aktiviert aber gleichzeitig die Vier-Monats-Sperre. Bei der zweiten Bestätigung für die Jahresverlängerung läuft diese Sperre noch, der verfügbare Saldo ist drastisch reduziert.

Die Immigration lehnt dann die Extension of Stay ab, weil das Geld formal nicht verfügbar ist. Das ursprüngliche 90-Tage-Visum läuft ab und der Antragsteller rutscht in den Overstay. Dies führt zu Bußgeldern von 500 Baht pro Tag, bei längerem Overstay drohen Abschiebung und Einreisesperren. Die finanzielle und rechtliche Sicherheit des gesamten Aufenthalts steht auf dem Spiel.

Empfehlungen für zukünftige Antragsteller

Planen Sie Ihren Visumsantrag mit großzügigem zeitlichem Puffer. Zahlen Sie die erforderlichen 800.000 Baht mindestens ein halbes Jahr vor dem ersten Behördengang ein. Lassen Sie sich von der Bank schriftlich bestätigen, ab wann das Geld als „seasoned“ gilt und keine automatischen Sperren mehr greifen. Prüfen Sie jeden Bankbeleg sofort am Schalter auf die Angaben zum verfügbaren Saldo.

Informieren Sie sich in Expat-Foren über aktuelle Erfahrungen mit verschiedenen Banken und Filialen. Die Praxis kann sich ändern und zwischen Standorten unterscheiden. Falls Sie bereits ein Konto bei einer anderen Bank haben, vergleichen Sie deren Bestätigungspraxis mit der Bangkok Bank. Möglicherweise ist ein Bankwechsel vor dem Visumsantrag die einfachere Lösung.

Vorsicht bei Visa-Agenturen

Manche Betroffene wenden sich in ihrer Not an Visa-Agenturen, die versprechen, solche Probleme durch gute Kontakte zu lösen. Diese Dienste sind teuer und bewegen sich rechtlich oft in Grauzonen. Wenn die Immigration später Unregelmäßigkeiten in den Unterlagen entdeckt, trägt der Antragsteller das volle Risiko, nicht die Agentur.

Eine saubere Dokumentation über die eigene Bank ist immer der sicherere Weg. Die Kosten und Risiken von Agenturen stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen, wenn das Problem durch korrektes Timing von vornherein vermieden werden kann. Langfristig ist eine transparent geführte Visa-Geschichte die Grundlage für einen stabilen Aufenthaltsstatus.

Rolle der Einwanderungsbehörde

Die Immigration selbst hat die Vier-Monats-Sperre der Bangkok Bank nicht angeordnet. Es handelt sich um eine interne Bankrichtlinie, die vermutlich Missbrauch durch temporäre Geldleihe verhindern soll. Die Behörde verlangt lediglich, dass das Geld zwei Monate vor Antragstellung eingezahlt und verfügbar ist. Nach Bewilligung muss es drei Monate auf dem Konto bleiben.

Die Diskrepanz zwischen Bankpolitik und Behördenanforderungen schafft das Problem. Beide Institutionen agieren nach ihren eigenen Vorschriften, ohne deren Zusammenspiel zu koordinieren. Antragsteller müssen beide Regelwerke kennen und ihr Timing entsprechend anpassen. Eine offizielle Klärung zwischen Immigration und Banken wäre wünschenswert, ist aber bisher nicht erfolgt.

Wichtigkeit der Dokumentenprüfung

Kontrollieren Sie jedes Bankschreiben unmittelbar nach Erhalt auf Vollständigkeit und Korrektheit. Achten Sie besonders auf die Spalte „Available Balance“ oder ähnliche Angaben zum verfügbaren Guthaben. Diese muss mindestens die geforderten 800.000 Baht ausweisen. Fußnoten wie „Funds locked“ oder „Seized amount“ sind Warnsignale, die sofort geklärt werden müssen.

Fordern Sie bei Unklarheiten ein Gespräch mit dem Filialleiter und bestehen Sie auf einer korrekten Formulierung. Manche Filialen verwenden unterschiedliche Vorlagen für Bankbestätigungen. Ein expliziter Vermerk, dass das Geld für Immigrationszwecke zur Verfügung steht, kann hilfreich sein, auch wenn die Wirksamkeit von Filiale zu Filiale variiert.

Langfristige Kontoführung nach Visumserteilung

Nach erfolgreicher Bewilligung der Jahresverlängerung müssen die 800.000 Baht noch drei Monate auf dem Konto bleiben. Danach darf der Saldo auf 400.000 Baht sinken, muss aber das ganze Jahr über nie unter diese Grenze fallen. Zwei Monate vor der nächsten Jahresverlängerung ist eine Aufstockung auf 800.000 Baht erforderlich.

Dieses System erlaubt eine gewisse Flexibilität für Lebenshaltungskosten oder größere Ausgaben. Viele Rentner nutzen die Möglichkeit, das zusätzliche Geld zeitweise anderweitig zu verwenden, bauen den Kontostand aber rechtzeitig wieder auf. Eine sorgfältige Planung der Kontobewegungen ist entscheidend, um nicht versehentlich gegen die Mindestbestandsregeln zu verstoßen.

Bedeutung aktueller Informationen

Die Visa- und Bankpraktiken in Thailand ändern sich regelmäßig. Was vor einem Jahr problemlos funktionierte, kann heute bereits eine Hürde darstellen. Bleiben Sie über Neuerungen informiert, indem Sie etablierte Expat-Foren und seriöse Informationsquellen regelmäßig konsultieren. Tauschen Sie sich mit anderen Residenten vor Ort aus.

Die hier beschriebene Vier-Monats-Sperre der Bangkok Bank wurde erst Anfang 2026 in Foren breit diskutiert. Es ist unklar, ob sie dauerhaft bestehen bleibt oder nur eine temporäre Maßnahme ist. Bis eine offizielle Stellungnahme der Bank vorliegt, gilt die Empfehlung zum großzügigen zeitlichen Vorlauf als sicherste Strategie.

Zusammenfassung der Kernpunkte

Das Retirement Visum für Thailand erfordert 800.000 Baht auf einem thailändischen Konto, die mindestens zwei Monate vor Antragstellung dort liegen müssen. Die Bangkok Bank friert diesen Betrag für vier Monate ein, wenn er noch nicht ausreichend lange auf dem Konto war. Dies kann bei der Inland-Umwandlung problematisch werden, weil zwei Bankbestätigungen innerhalb kurzer Zeit benötigt werden.

Die Lösung liegt in der frühzeitigen Planung: Zahlen Sie das Geld mindestens ein halbes Jahr vor dem ersten Behördentermin ein. So vermeiden Sie automatische Sperren und stellen sicher, dass beide Bankbestätigungen den vollen Betrag als verfügbar ausweisen. Prüfen Sie alle Dokumente sorgfältig und holen Sie bei Unklarheiten professionelle Unterstützung ein.

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Ein Kommentar zu „Warnung: Guthaben eingefroren, Visa abgelehnt?

  1. Ich lasse mir eine Einkommensbescheinigung von der Botschaft/Konsulat ausstellen und erspare mir ein Deposit (ausschließlich fuer Aufenthaltsverlaengerungen) von 800.000 anzulegen und einen weiteren Gang zur Immigration zur Fristen Ueberpruefung.

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