Songkran: Diese Fehler können teuer werden

Wasserparty mit Knast-Risiko: Wer beim Songkran diese 5 Verbote ignoriert, kassiert plötzlich Haft oder saftige Strafen — plus die wichtigsten „3 Do“ für respektvolles, sicheres Feiern. 🚨

Songkran: Diese Fehler können teuer werden
KhaoSod

BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Polizei warnt zum Songkran-Fest vor riskantem Verhalten und ruft dazu auf, sich an klare Regeln zu halten. Wer gegen Vorgaben verstößt, muss mit harten Strafen rechnen – bis hin zu Geldbußen und Haft.

Polizei-Appell zum Songkran-Wasserfest

Zum thailändischen Neujahrsfest Songkran erinnert die Polizei Feiernde daran, beim Wasserspritzen und auf den Straßen Rücksicht zu nehmen. Im Fokus stehen Sicherheit, Ordnung und die Vermeidung von Unfällen.

Die Behörden betonen, dass Verstöße nicht als „Spaß“ durchgehen, sondern konsequent geahndet werden können. Genannt werden ausdrücklich Geldstrafen und mögliche Freiheitsstrafen.

„3 Do 5 Don’t“ als Leitlinie

Die Polizei verweist auf ein Regelpaket unter dem Motto „3 Do 5 Don’t“, an dem sich Teilnehmer orientieren sollen. Damit sollen typische Konflikte und gefährliche Situationen während der Festtage reduziert werden.

„3 Do“: Das solltest du tun

Rücksicht beim Wasserspiel und Einverständnis beachten: Beim Bespritzen anderer Personen ist Zurückhaltung geboten. Es sollte zuvor erkennbar sein, ob die betroffene Person tatsächlich teilnehmen möchte – etwa anhand geeigneter Kleidung oder ob elektronische Geräte mitgeführt werden. Ohne Einverständnis kann das Verhalten als übergriffig wahrgenommen werden.

Schutz von Wertsachen in Menschenmengen: In stark frequentierten Bereichen sollten persönliche Gegenstände besonders gesichert werden. Empfehlenswert ist die Nutzung wasserdichter, vollständig verschließbarer Taschen. Diese sollten nicht lose um den Hals getragen werden, um Diebstahl durch einfaches Durchtrennen der Schnur zu verhindern.

Verkehrssicherheit und Eigenverantwortung beachten: Vor längeren Fahrten ist sicherzustellen, dass sowohl das Fahrzeug als auch der Fahrer in einem fahrtüchtigen Zustand sind. Bei Müdigkeit sollten rechtzeitig Pausen eingelegt werden. Dies trägt dazu bei, das Unfallrisiko insbesondere während der sogenannten „sieben gefährlichen Tage“ zu reduzieren.

„5 Don’t“: Das ist tabu

Verbot von Hochdruck-Wasserpistolen: Der Einsatz von Wasserpistolen mit hohem Druck ist untersagt. Der starke Wasserstrahl kann insbesondere an den Augen erhebliche Verletzungen verursachen. Entsprechende Geräte gelten daher als Sicherheitsrisiko und sind nicht erlaubt.

Schutz vor sexueller Belästigung: Sexuelle Belästigung ist strafbar. Dazu zählt insbesondere, andere Personen ohne deren Einwilligung körperlich zu berühren oder unsittliche Handlungen vorzunehmen. Solche Verstöße können nach Section 278 des Strafgesetzbuchs mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren oder Geldstrafen von bis zu 200.000 Baht geahndet werden.

Alkoholverbot während der Fahrt für Fahrer und Mitfahrer: Das Konsumieren von Alkohol während der Fahrt ist sowohl für Fahrzeugführer als auch für Mitfahrer untersagt. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und Risiken durch Ablenkung oder eingeschränkte Reaktionsfähigkeit zu vermeiden. Verstöße können mit Freiheitsstrafen von bis zu sechs Monaten oder Geldbußen von bis zu 10.000 Baht geahndet werden.

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ZUM ANGEBOT

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr: Das Bespritzen von Fahrzeugen bei hoher Geschwindigkeit kann gravierende Konsequenzen haben. Durch plötzliche Sichtbehinderungen drohen schwere Unfälle bis hin zu tödlichen Folgen. Kommt dabei eine Person ums Leben, kann dies nach Section 291 als fahrlässige Tötung gewertet werden. In diesem Fall drohen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

Verbot von Waffen und Attrappen: Das Mitführen von Waffen oder täuschend echten Attrappen in Veranstaltungsbereichen ist untersagt. Hintergrund ist das erhöhte Eskalationsrisiko in dicht gedrängten Menschenmengen, in denen bereits kleinere Konflikte schnell außer Kontrolle geraten können. Entsprechende Verbote dienen dem Schutz der Besucher und sollen Streitigkeiten sowie mögliche Gewalttaten von vornherein verhindern.

Hinweise melden!

Hinweise melden: Wenn jemand unangemessenes Verhalten zeigt, bedroht oder durch eine Straftat Schaden verursacht, kannst du den Vorfall bei der Hotline 191 melden oder einen Tipp über die Royal Thai Police Hotline 1599 (24/7) abgeben. Bei einem Notfall (z. B. Krankheit) oder einem Unfall auf der Straße kannst du außerdem schnell die Hotline 1669 für medizinische Hilfe kontaktieren.

Der Hinweis richtet sich sowohl an Einheimische als auch an Touristen, die in vielen Städten an den Wasserschlachten teilnehmen. Gerade in dicht gedrängten Bereichen kann Fehlverhalten schnell eskalieren.

Warum die Behörden vor Verstößen warnen

Songkran bringt jedes Jahr große Menschenmengen auf Straßen und Plätze, was das Risiko für Unfälle und Auseinandersetzungen erhöht. Besonders problematisch sind Situationen, in denen Verkehr und Feiern aufeinandertreffen.

Die Polizei setzt deshalb auf Prävention durch klare Ansagen und sichtbare Kontrollen. Ziel ist es, gefährliche Handlungen frühzeitig zu unterbinden.

Strafen: Geldbußen und Haft möglich

In der Warnung wird betont, dass Regelverstöße „schwer“ bestraft werden können. Als mögliche Konsequenzen werden sowohl Geldstrafen als auch Haft genannt.

Welche konkrete Strafe greift, hängt in Thailand in der Regel vom jeweiligen Verstoß und den Umständen ab. Die Botschaft der Polizei ist jedoch eindeutig: Wer Grenzen überschreitet, muss mit Konsequenzen rechnen.

Songkran: Tradition trifft Massen-Event

Songkran ist das traditionelle thailändische Neujahr und wird vielerorts mit Wasser als Symbol der Reinigung gefeiert. In vielen Regionen hat sich daraus ein großflächiges Straßenfest entwickelt.

Mit der wachsenden Zahl an Besuchern steigen auch die Anforderungen an Sicherheit und Ordnung. Deshalb rücken Behörden jedes Jahr Regeln und Kontrollen besonders in den Vordergrund.

Deine Meinung

Wie erlebst du Songkran in Thailand: Sind die Regeln und Kontrollen notwendig, oder geht dadurch zu viel vom Festgefühl verloren? Schreib uns in die Kommentare, welche Erfahrungen du gemacht hast.

Welche „Do’s & Don’ts“ sollten deiner Meinung nach besonders strikt durchgesetzt werden – und wo braucht es mehr Aufklärung statt Strafen? Diskutiere mit der Community unten im Kommentarbereich.

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Quelle: Khaosod Thai

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