Wieder ein Kranunfall – Zwei Tote bei Einsturz (VIDEO)

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Thairath

Kranunfall Rama II: Zwei Tote bei Einsturz auf Hochstraßenbaustelle

Ein massiver Baukran ist am Mittwochmorgen auf der Rama II Road in Samut Sakhon eingestürzt und hat zwei Fahrzeuge unter sich begraben. Zwei Menschen starben, fünf wurden verletzt. Experten warnen vor mangelhafter Wartung alter Baugeräte.

Der Unfall ereignete sich gegen 9:10 Uhr auf der stadtauswärts führenden Fahrbahn kurz vor der Tha Chin-Brücke. Der Verkehr ist massiv beeinträchtigt, Behörden empfehlen großräumige Umfahrung.

Zwei Todesopfer bei Einsturz ohne Vorwarnung

Am Mittwochmorgen, 15. Januar 2026, gegen 9:10 Uhr ereignete sich auf der Rama II Road ein schwerer Unfall. Ein Baukran zur Errichtung der Hochstraße stürzte auf den Mittelstreifen der Fahrbahn in Richtung Süden, kurz vor der Tha Chin-Brücke im Gebiet von Samut Sakhorn. Zwei Fahrzeuge wurden von den herabstürzenden Kranteilen getroffen und vollständig begraben.

Zwei Menschen starben noch an der Unfallstelle, fünf weitere wurden verletzt. Die Behörden haben das Gebiet weiträumig abgesperrt und empfehlen Verkehrsteilnehmern dringend, alternative Routen zu nutzen.

Betonteile und Kran stürzten auf beide Fahrspuren

Bei dem eingestürzten Gerät handelt es sich um einen sogenannten Launching Gantry Crane, der für den Bau der Hochstraße des Highway 82 im Abschnitt Bang Khun Thian-Ban Phaeo eingesetzt wird. Konkret betrifft es den Bauabschnitt 7 bei Kilometer 30+300 zwischen Ekachai und Ban Phaeo. Der Kran stürzte ohne jede Vorwarnung auf beide Fahrspuren.

Die stadtauswärts führende Fahrbahn wurde deutlich stärker getroffen als die stadteinwärts führende Spur. Augenzeugen berichten von einem plötzlichen Zusammenbruch der gesamten Konstruktion.

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Augenzeuge schildert dramatische Sekunden

Ein Augenzeuge, der den Unfall auf Facebook unter dem Namen Real Champ schilderte, berichtete von den dramatischen Momenten. Er fuhr zum Unfallzeitpunkt auf der Strecke und erlebte den Einsturz unmittelbar mit. Der Kran sei ohne jedes Warnsignal auf beiden Seiten der Straße zusammengebrochen. Besonders die stadtauswärts führende Fahrbahn sei stark betroffen gewesen.

Zwei Fahrzeuge seien unter den Trümmerteilen begraben worden. Der Zeuge gab an, Glück gehabt zu haben, da zu diesem Zeitpunkt das Verkehrsaufkommen bereits abgenommen hatte. Normalerweise sei die Strecke zu dieser Tageszeit deutlich stärker frequentiert.

Zeuge will Rama II künftig meiden

Der Augenzeuge erklärte weiter, er stehe noch immer unter Schock. Er habe sich vorgenommen, die Rama II Road künftig zu meiden und wenn möglich nicht mehr auf der rechten Spur zu fahren, aus Sorge vor weiteren Zwischenfällen.

Er appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, auf dieser Strecke besonders vorsichtig zu sein. Die Rama II Road ist eine Hauptverkehrsader mit mehreren Großbaustellen, auf der es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Unfällen im Baustellenbereich gekommen ist.

Zweiter schwerer Kranunfall binnen 24 Stunden

Der Vorfall auf der Rama II ereignet sich nur einen Tag nach dem verheerenden Zugunglück vom 14. Januar 2026, bei dem ein Baukran auf einen fahrenden Zug stürzte und 32 Menschen in den Tod riss. Binnen nur 24 Stunden haben damit zwei Kranunfälle insgesamt 34 Todesopfer gefordert.

Die beiden Vorfälle in so kurzer Abfolge lösen landesweit Entsetzen aus und verschärfen die Debatte über Sicherheitsstandards bei Großbauprojekten dramatisch. Die Öffentlichkeit fordert von den Behörden lückenlose Aufklärung und sofortige Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Katastrophen.

Ähnlicher Vorfall bereits 2024 auf Rama II

Der Unfall wirft grundsätzliche Fragen zur Sicherheit bei Großbauprojekten auf, insbesondere beim Einsatz schwerer Geräte in unmittelbarer Nähe öffentlicher Straßen. Bereits im Jahr 2024 hatte sich ein ähnlicher Zwischenfall auf der Rama II Road ereignet, ebenfalls mit einem Launching Gantry Crane.

Die Gesellschaft stellt zunehmend die Frage, ob Kontrollen, Überprüfungen und die Durchsetzung ingenieurtechnischer Standards ausreichend streng gehandhabt werden. Auch die Verantwortlichkeit der beteiligten Unternehmen wird diskutiert.

Experte: Krantyp war bereits 2024 in Unfall verwickelt

Assozierter Professor Anok Siripanichkorn, Präsident der Engineering Institute of Thailand unter königlicher Schirmherrschaft, erklärte gegenüber Thai Rath Online, der aktuelle Vorfall weise Ähnlichkeiten mit dem Kranunfall auf der Rama II im Jahr 2024 auf. Es handle sich um denselben Krantyp. Die wahrscheinliche Ursache sei ein Verlust der Stabilität des Launching Gantry Cranes aufgrund längerer wiederholter Nutzung.

Solche Kräne könnten zwar mehrfach eingesetzt werden, benötigten aber vor jedem Einsatz eine gründliche Wartung und Funktionsprüfung.

Kran transportierte 13 Betonsegmente nahe Belastungsgrenze

Am Unfalltag habe der Kran etwa 13 Betonsegmente transportiert, was nahezu der maximalen Tragfähigkeit des Geräts entspreche. Professor Anok betonte, Thailand verfüge zwar über Standards für den Einsatz solcher Geräte, diese würden aber nicht ausreichend streng durchgesetzt.

Er forderte eine gesetzliche Registrierungspflicht für alle Launching Gantry Cranes sowie strengere Strafen für Bauunternehmen, da sich solche Vorfälle wiederholt ereigneten. Verkehrsteilnehmern riet er, Baustellen mit solchen Kränen weiträumig zu meiden, um Risiken zu minimieren.

Behörden prüfen Ursachen und Verantwortlichkeiten

Die genaue Unfallursache wird derzeit von den zuständigen Behörden untersucht. Es soll geklärt werden, ob Wartungsmängel, Materialermüdung oder Bedienungsfehler zum Einsturz führten. Ziel der Untersuchung ist es, konkrete Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle zu entwickeln und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Sicherheit von Großbauprojekten wiederherzustellen.

Die Rama II Road bleibt im Bereich der Unfallstelle bis auf weiteres gesperrt. Autofahrer werden gebeten, alternative Routen zu nutzen und mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

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2 Kommentare zu „Wieder ein Kranunfall – Zwei Tote bei Einsturz (VIDEO)

  1. Es ist immer wieder dasselbe. Der gleiche Krantyp, die gleiche Baufirma und jedes Mal wird behauptet, das hört jetzt auf, alles wird künftig kontrolliert. Einen SCHEIß wird es! Kosten- und Zeitdruck plus mangelhafter Wartung und die Dinger werden eingesetzt bis sie buchstäblich auseinanderfliegen. Solange die Opfer und das sind Hunderte, wenn nicht schon Tausende billiger sind als neues Gerät einzusetzen wird sich rein gar nichts ändern. Und dank der allgegenwärtigen Korruption kommen die damit auch noch durch.
    Jedesmal wenn ich da drunter durchfahre danke ich meinem Karma. Ja, dieses Land ist gefährlich, immer und überall. Es macht keinen Sinn sich da was vorzumachen.

    1. das liegt an ihrer Mentalität, die sind leichtsinnig und sorglos, durch und durch. Regeln wollen die nicht anerkennen oder mögliche konsequenzen ihres Handelns werden nicht erkenn oder verniedlicht. Sie sind einfach lernresistent!

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