BANGKOK, THAILAND – In einem landesweiten Schritt haben die Gesundheitsbehörde und neun große Getränkemarken den Standard für die Zuckermenge in beliebten Kaffee- und Teegetränken deutlich gesenkt. Wer ab heute „normal süß“ bestellt, erhält automatisch nur noch rund die Hälfte des zuvor üblichen Zuckergehalts.
Neue Vorgabe für „normal süß“
Die Kooperation der Abteilung für Gesundheitswesen mit großen Ketten wie Café Amazon, Inthanin, All Café, Black Canyon, PunThai und Chao Doi setzt auf einheitliche Vorgaben für zuckerreduzierte Standardgetränke.
Anstatt die Kunden aktiv zur Reduktion aufzufordern, wird das bisherige „normal süß“ als Voreinstellung neu definiert und damit der Zuckergehalt automatisch halbiert.
Verhaltensökonomie als Instrument
Die Maßnahme nutzt Prinzipien der verhaltensökonomischen Steuerung, indem der Standardwert für Zucker neu gesetzt wird und so das Bestellverhalten ohne zusätzliche Hürden beeinflusst.
Bisher lag „normal süß“ nach Angaben der Behörde häufig über den gesundheitlich empfohlenen Mengen und trug zu übermäßigem Zuckerkonsum, Gewichtszunahme und nichtübertragbaren Erkrankungen (NCDs) bei.
Konkrete Reduktion bei Kaffee und Tee
Ein typischer 16-Unzen-Eiskaffee mit 473 Millilitern, der zuvor bei voller Süße etwa 7,3 Teelöffel Zucker enthielt, soll im neuen Standard nur noch rund 3,7 Teelöffel enthalten.
Ähnlich wird bei Thai-Eistee verfahren, der statt bisher etwa 6,6 Teelöffeln nun als „normal süß“ mit rund 3,3 Teelöffeln Zucker ausgeschenkt wird.
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Hinweise der Gesundheitsbehörde an Konsumenten
In einem Beitrag auf ihrer offiziellen Facebook-Seite listete die Abteilung für Gesundheitswesen fünf gesundheitliche Vorteile eines geringeren Zuckerkonsums auf, die über die reine Krankheitsprävention hinausgehen.
Die Behörde erinnerte zudem daran, dass Süßrezeptoren auf der Zunge sich etwa alle 14 Tage erneuern, und erklärte, es sei normal, wenn ein zu 50 Prozent gesüßtes Getränk anfangs „nicht so lecker“ erscheine, und warb für Ausdauer bei der Umstellung.



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