BANGKOK – Pünktlich zum Silvesterfest gibt es eine sensationelle Nachricht für Touristen und Wirte. Die thailändische Regierung hebt das uralte Verbot für Alkoholverkauf zwischen 14 und 17 Uhr auf. Ein Stück Geschichte fällt – doch es gibt wichtige Regeln zu beachten.
Das Ende einer 52-jährigen Ära
Seit dem Jahr 1972 war der Verkauf von Alkohol in Thailand zwischen 14:00 und 17:00 Uhr strikt verboten. Dieses Gesetz wird nun offiziell zu den Akten gelegt.
Vize-Premierminister Sophon Zarum bestätigte am Dienstag, dass die 15-tägige Anhörungsfahrt beendet ist und die Aufhebung rechtzeitig zum Jahreswechsel in Kraft treten kann.
„Ich bin zuversichtlich, dass die neue Verordnung vor den Feierlichkeiten zum Jahresende verkündet werden kann“, so der Minister.
Nicht jeder Laden darf verkaufen – Klare Regeln gelten
Doch Vorsicht: Nicht überall gibt es ab sofort rund um die Uhr Bier. Minister Sophon räumte mit „weitverbreiteten Missverständnissen“ auf.
Nur registrierte Geschäfte, darunter Supermärkte und Gemischtwarenläden, dürfen in der ehemaligen Verbotszeit Alkohol verkaufen.
Der Konsum vor Ort in Bars und Restaurants ist nun bis 1:00 Uhr morgens erlaubt. Der letzte Ausschank muss jedoch um Mitternacht erfolgen.
Ein Zugeständnis an Tourismus und Wirtschaft
Der Schritt ist eine direkte Reaktion auf massive öffentliche Kritik. Erst kürzlich sorgte ein neues Gesetz für Empörung, das 10.000 Baht (ca. 250 Euro) Strafe für das Trinken außerhalb erlaubter Zeiten vorsah.
Das Nationale Alkoholpolitik-Komitee beschloss daher am 13. November die Aufhebung des Nachmittagsverbots. Ziel ist es, den Tourismus und die Wirtschaft in Hochphasen wie Neujahr und Songkran zu beleben.
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Für Hoteliers, Restaurantbesitzer und den Einzelhandel ist dies eine lang ersehnte Erleichterung.
Was Urlauber und Einheimische jetzt wissen müssen
Für Besucher Thailands bedeutet dies mehr Flexibilität. Der Einkauf für die Strandparty oder die Hotelbar ist nicht mehr auf die Mittags- oder Abendstunden beschränkt.
Doch die Grundregeln bleiben: Kein Verkauf an Minderjährige und ein Verbot an religiösen Feiertagen wie etwa dem buddhistischen Visakha Bucha Tag.
Die Aufhebung gilt vorerst unbefristet und ist ein klares Signal der Regierung, die strikten Sittenregeln den modernen touristischen Bedürfnissen anzupassen.
Ein symbolischer Schritt in die Moderne
Die Abschaffung des Nachmittagsverbots markiert einen kulturellen Wandel. Thailand öffnet sich und will sein Image als weltoffenes und gastfreundliches Reiseland stärken.
Gerade in Touristenzentren wie Bangkok, Phuket oder Pattaya war das alte Gesetz oft als überholt kritisiert worden. Jetzt können Gäste ihren Tag freier gestalten – und die Wirte freuen sich auf höhere Umsätze.
🗣 Feiern oder fürchten?
Ein Verbot, das seit 1972 gilt, fällt – doch nur manche dürfen wirklich profitieren. Ist das echte Freiheit für Konsumenten, ein Geschenk für den Tourismus oder nur ein halbherziger Schritt mit neuen Ungerechtigkeiten?
💬 Wie seht ihr das: Gute Entscheidung – oder öffnet Thailand damit die Büchse der Pandora?



Ab 00:00Uhr der letzte Ausschank? 🤣🤣🖕