PATHUM THANI – Großrazzia auf einer Baustelle im Industriegebiet Navanakorn: Beamte nahmen 122 ausländische Arbeiter ohne gültige Papiere fest. Die meisten von ihnen sollen chinesische Staatsangehörige sein, die auf dem Areal ein 20-stöckiges Gebäude hochziehen.
Anwohner schlagen Alarm
Auslöser des Einsatzes waren Beschwerden aus der Nachbarschaft. Immer wieder meldeten Anwohner eine auffällig große Zahl chinesischer Arbeiter auf der Damac Digital Baustelle im Unterbezirk Khlong Nueng.
Die Behörden koordinierten daraufhin eine gemeinsame Operation von Arbeitsamt, Einwanderungsbehörde, Militärgeheimdienst und internem Sicherheitskommando. Am Mittwoch schlugen sie zu.
Panik und Fluchtversuche auf der Baustelle
Das fünf Rai große Gelände wurde von einem Großaufgebot gestürmt. Als die uniformierten Kräfte eintrafen, versuchten viele Arbeiter laut Berichten zu fliehen.
Insgesamt wurden 146 ausländische Arbeiter gestoppt und überprüft. Nach der Prüfung der Dokumente stand für die Beamten schnell fest: 122 von ihnen hatten keine gültige Arbeitserlaubnis.
86 Chinesen, 34 Myanmarer, zwei Kambodschaner
Die Mehrheit der illegal Beschäftigten besteht aus 86 chinesischen Staatsangehörigen. Unter ihnen war auch eine Frau. Zudem griffen die Einsatzkräfte 34 Arbeiter aus Myanmar und zwei aus Kambodscha auf.
Im Gegensatz dazu konnten 24 Arbeiter eine legale Beschäftigung nachweisen. Sie wurden nach der Registrierung ihrer Daten wieder freigelassen.
Schwere Vorwürfe der Ermittler
Die Festgenommenen sollen nun mehrfach zur Rechenschaft gezogen werden. Es geht um illegale Einreise, Arbeit außerhalb der erlaubten Berufskategorien und Beschäftigung ohne jegliche Genehmigung.
Geleitet wurde der Zugriff von Nattaphon Jitriphot vom Arbeitsamt Pathum Thani und Oberst Kittisak Wattanadet vom ISOC. Die Zentralregistrierung des Arbeitsministeriums und das Einsatzzentrum der Armeeregion 1 waren ebenfalls beteiligt.
Hinter Gittern in Bangkok
Nachdem die Beamten alle Formalitäten abgeschlossen hatten, bereiteten sie den Transport der Inhaftierten vor. Die 122 Arbeiter wurden in eine Hafteinrichtung der Einwanderungsbehörde nach Bangkok überstellt.
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Die Männer und die Frau müssen nun mit einem Abschiebeverfahren rechnen. Sie sollen aus Thailand entfernt werden.
Chinesischer Staatskonzern als Bauherr
Durchgeführt wird das Bauprojekt von der China Electronics System Engineering No. 2 Construction Co., Ltd. Die Firma ist unter dem Kürzel CESE2 bekannt und gehört zu einem chinesischen Staatsunternehmen.
Zu möglichen Strafen für den Arbeitgeber oder weiteren Details zum Bauprojekt selbst machten die Behörden bisher keine Angaben.
Harter Kurs gegen illegale Beschäftigung
Die Razzia ist Teil der laufenden Bemühungen, Beschwerden über ausländische Arbeitskräfte konsequent zu verfolgen. Die thailändischen Behörden wollen damit Einwanderungs- und Arbeitsvorschriften durchsetzen.
Die 122 festgenommenen Arbeiter werden strafrechtlich verfolgt und sollen abgeschoben werden. 24 legal beschäftigte Arbeiter wurden nach Überprüfung freigelassen.



Zitat: „Die 122 festgenommenen Arbeiter werden strafrechtlich verfolgt und sollen abgeschoben werden…Zu möglichen Strafen für den Arbeitgeber oder weiteren Details zum Bauprojekt selbst machten die Behörden bisher keine Angaben.“
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