BANGKOK – Thailand hat die Jahrestagung von Weltbank und IWF im Jahr 2026 ausgerichtet, und Regierungschef Anutin Charnvirakul spricht von einem großen Erfolg. Nach seinen Worten zeigten sich 191 teilnehmende Länder überzeugt von den Fähigkeiten des Landes. Auch beim Ziel einer OECD-Mitgliedschaft fühlt sich die Regierung bestärkt, denn der OECD-Generalsekretär zeigt sich öffentlich sicher, dass Thailand beitreten wird.
OECD-Generalsekretär zeigt sich sicher
Anutin verwies Journalisten auf die Facebook-Seite von OECD-Generalsekretär Mathias Cormann. Dort habe Cormann geschrieben, wie er die geplante Mitgliedschaft Thailands sieht.
Cormann äußerte sich laut Anutin auch in der Öffentlichkeit und zeigte sich überzeugt, dass Thailand der OECD sicher beitreten wird. Für Anutin ist das ein Ansporn für die Beamten, die die Unterlagen vorbereitet haben.
Gespräche mit dem Fed-Chef und Russlands Vize-Premier
Allein am Tag der Erklärung führte Anutin nach eigenen Angaben mehr als zehn Gespräche. Seit Montag kamen zudem der stellvertretende russische Ministerpräsident, mehrere Außenminister und der Präsident der US-Notenbank Fed zu Treffen mit ihm zusammen.
Anutin betonte, dass die Delegationen auf Thailand zugekommen seien und nicht umgekehrt. Er habe dem Außenministerium mitgeteilt, dass er jeden hochrangigen Gesprächspartner empfangen wolle, auch Zentralbankgouverneure.
191 Länder zufrieden, keine wesentlichen Mängel
Anutin erklärte, die Weltbank und der IWF hätten nach der Tagung alles in Thailand erläutert. Es habe keine wesentlichen Mängel gegeben. Die Länder, die am Treffen teilnahmen, seien mit Thailand zufrieden und vom Potenzial des Landes überzeugt.
Als Stärken nannte er Logistik, Grundinfrastruktur, wirtschaftliche Stabilität und gute Regierungsführung. Auch die Einhaltung rechtlicher Abläufe hob er hervor. Die Veranstaltung im Nationalen Konferenzzentrum Queen Sirikit sei reibungslos verlaufen.
Hoffnung auf Geschäfte und mehr Sichtbarkeit
Anutin sieht in Konferenzen und Veranstaltungen (MICE) eine Chance für die Wirtschaft. Er erinnerte an sein früheres Ziel, dass Thailand eine Million Mal am Tag genannt wird. Heute habe sich gezeigt, dass dies bei entsprechender Bereitschaft und Entschlossenheit möglich sei.
In Thailand wurden Geschäftskontakte vermittelt und zahlreiche internationale Vereinbarungen getroffen. Bei der Unterzeichnung von Memoranden of Understanding oder Vereinbarungen werde dann „in Thailand“ stehen. Anutin sagte, die Ausrichtung sei mehr als „Thailand Plus“ und hebe das Land exponentiell, also sprunghaft, auf ein neues Niveau.
Anutin verweist auf frühere Förderprogramme
Als Beispiel für den erhofften Effekt nannte Anutin die früheren Programme „Thai Help Thai Plus“ und „Khon La Khrueng Plus“. Sie hätten den Verkauf kleiner Händler gesteigert. Nach dem Ende der Programme hätten die Umsätze laut Anutin ihr Niveau gehalten und seien weiter gestiegen.
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Zur Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis sagte Anutin, man solle nicht fragen, ob sich die Kosten amortisierten, sondern ob es sich lohne. Die Tagung sei eine Aufgabe gewesen, die erledigt werden musste. Er sagte, er habe sich damals als Regierungschef einer Minderheitsregierung Sorgen gemacht, ob er ins Amt zurückkehren und mit Unterstützung rechnen könne. Am Folgetag steht nach seinen Angaben die Nachbereitung an.
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Das Versprechen, Thailand solle eine Million mal am Tag genannt werden, find ich klasse. Nur bezweifele ich stark, das sich diese Nennung hauptsächlich auf wirtschaftliche Themen bezieht.