Bangkok, Thailand – Ein 20-jähriger Brite ist seit dem 5. Oktober verschwunden. Er verpasste auf dem Suvarnabhumi-Flughafen seinen Rückflug nach Großbritannien, danach fehlt jede gesicherte Spur. Seine Familie aus Huddersfield wendet sich nun an thailändische Medien, weil die britische Botschaft und die Polizei bislang keine Antworten lieferten.
Heimflug verpasst, Handy seit acht Tagen aus
Bailey-Harris Singh war laut Berichten eine Woche allein in Thailand unterwegs. Er sollte am 5. Oktober nach Großbritannien zurückfliegen, stieg aber nie in das Flugzeug. Zuletzt soll er vom Flughafen aus eine Nachricht an einen Freund geschickt haben.
Acht Tage später ist sein Handy weiterhin abgeschaltet, auch die Standortdienste sind aus. Nach Angaben seiner Mutter würde Singh sein Telefon normalerweise nicht ausschalten. Damit kann die Familie ihn nicht wie gewohnt orten.
Familie wartet auf Antworten von Botschaft und Polizei
Mutter Lisa Ely und Schwester Chardonnay Ely haben die britische Botschaft in Bangkok und die Polizei kontaktiert. Antworten haben sie bislang nicht bekommen. Sie wissen nicht, ob er verletzt, festgenommen oder anderweitig daran gehindert wird, sich zu melden.
Deshalb wendet sich die Familie jetzt direkt an thailändische Nachrichtenmedien und Gemeinschaftsgruppen. Sie hofft, Menschen zu erreichen, die Singh nach seiner letzten bekannten Nachricht am 5. Oktober gesehen haben könnten.
Schwester fürchtet Fahrt nach Pattaya
Chardonnay Ely glaubt, dass ihr Bruder nach dem verpassten Flug nach Pattaya gefahren sein könnte. Der Badeort in der Provinz Chonburi liegt rund 150 Kilometer südöstlich von Bangkok und zieht viele internationale Besucher an.
Eine unabhängig bestätigte Sichtung in Pattaya gibt es bislang nicht. Ob Singh die Stadt tatsächlich erreicht hat, ist ebenfalls nicht belegt.
Hilfsorganisation Missing People startet offiziellen Aufruf
Die britische Hilfsorganisation Missing People hat das Verschwinden registriert und einen offiziellen Aufruf gestartet. Der Fall trägt die Referenznummer 26-006907. Wer Hinweise hat, kann sich über den Meldeweg der Organisation oder unter der britischen Hotline 116 000 melden.
Britische Medien berichteten am 13. Oktober über den Fall. Die Berichte machten die Sorge der Familie einem größeren Publikum bekannt.
Tätowierungen und Kleidung sollen bei der Suche helfen
Singh ist rund 180 Zentimeter groß und hat lockige braune Haare, dunkelbraune Augen und ein Kinnbärtchen. Auffällig sind zwei Tätowierungen: ein Puzzleteil auf der Innenseite des linken Arms und das Wort „eleven“ hinter dem linken Ohr.
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Bei seinem letzten gemeldeten Sichtung trug er ein blaues Oberteil, eine blaue Trainingshose und graue Turnschuhe. Die Familie hat Fotos über soziale Medien und thailandbezogene Gemeinschaftsgruppen verbreitet. Der Aufruf gilt für Bangkok, Pattaya und weitere Orte, an denen er gewesen sein könnte.
Überwachungskameras und Einreisedaten noch ungeklärt
Unklar ist, ob die thailändische Polizei einen offiziellen Vermisstenfall eröffnet hat. Auch eine Auswertung der Überwachungskameras am Flughafen ist nicht öffentlich bestätigt. Solche Aufnahmen könnten zeigen, ob Singh das Terminal verlassen hat.
Ebenso fehlen bestätigte Angaben zu thailändischen Immigrationsunterlagen. Diese könnten klären, ob er das Land über einen anderen Flughafen oder Grenzübergang verlassen hat.
Keine bestätigte Sichtung, kein bestätigter Hinweis auf ein Verbrechen an ihm
Bisher gibt es keine verifizierten Belege dafür, dass Singh das Land verlassen hat. Ebenso wenig ist bestätigt, dass er in Bangkok geblieben oder nach Pattaya gefahren ist. Seine Bewegungen nach dem 5. Oktober sind nicht öffentlich nachvollzogen.
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Es gibt auch keine bestätigten Hinweise auf eine Festnahme, eine Verletzung oder darauf, dass er Opfer eines Verbrechens wurde. Die Familie wartet weiter auf ein Lebenszeichen. Hinweise nimmt die Hilfsorganisation Missing People unter der Referenznummer 26-006907 entgegen.

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