Experten debattieren über Thailands Zukunft

🏖️ Junge Reisende wollen Neues, China bleibt fern, Europa wächst: Experten warnen – Thailand muss sich jetzt neu erfinden. Welche Schritte sind entscheidend?

Experten debattieren über Thailands Zukunft
The Nation
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Thailand am Abgrund? Experten fordern radikale Tourismus-Wende für das Urlaubsland

Das thailändische Paradies zeigt erste Risse: Die Zahl der Touristen sinkt, vor allem die wichtigen Gäste aus China bleiben weg. Bei einer Krisen-Diskussion haben Top-Experten jetzt Alarm geschlagen. Sie fordern eine komplette Neuausrichtung des Tourismus, mehr Sicherheit und bessere Infrastruktur.

Kehrt Thailand zur alten Stärke zurück?

Während Langstrecken-Gäste aus Europa zurückkehren, bereitet der Einbruch bei den chinesischen Besuchern der Branche schlaflose Nächte. Die große Frage: Schafft Thailand die radikale Wende, um seine Spitzenposition im globalen Tourismus zu retten?

So schlimm steht es wirklich um Thailands Tourismus

Die Zahlen sind alarmierend. Auf einer Roundtable-Diskussion mit dem Titel „Rebuilding Thai Tourism Trend: Travel for New Gen“ machte Nithee Seeprae, der Marketing-Vizechef der thailändischen Tourismusbehörde (TAT), die Lage deutlich. Der aktuelle Rückgang sei hauptsächlich auf weniger Kurzstrecken-Besucher, insbesondere aus China, zurückzuführen.

Ein Lichtblick seien die steigenden Zahlen von Langstrecken-Touristen aus Europa und den USA„Wir können nicht sagen, dass alles gut aussieht, aber es geht gerade bergauf“, so Nithee. Er rechnet damit, dass die Gesamtzahl der ausländischen Besucher bis Jahresende etwa 34 Millionen erreichen wird. Doch das reicht nicht, um die Branche zu beruhigen.

Die neue Generation will das ganz andere Thailand

Das größte Problem ist der Generationen-Unterschied. Nithee Seeprae brachte es auf den Punkt: „Die neue Generation von Reisenden will etwas anderes.“ Während junge Menschen plötzlich Reiseziele mögen, die einst ihre Eltern bevorzugten, müssen die Vermarktungsstrategien komplett überdacht werden. Die TAT setzt daher jetzt auf Popkultur und Content, um die jungen Leute zu locken.

Gleichzeitig steht man vor einem Dilemma bei der Zielgruppen-Ansprache: Kurzzeit-Touristen aus China lieben künstliche Attraktionen, während Langzeit-Urlauber authentische und exotische Erlebnisse suchen. Die Lösung? Thailand muss beides bieten: Neue, spektakuläre Bauwerke schaffen und gleichzeitig das kulturelle Erbe schützen.

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Sicherheit ist das neue Zauberwort – vor allem für Chinesen

Ein Thema zieht sich wie ein roter Faden durch alle Diskussionen: die Sicherheit. Der CEO von Thai Airways, Chai Eamsiri, machte deutlich, dass Sicherheitsbedenken ein Hauptgrund für den Rückgang chinesischer Besucher sind, neben den gestiegenen Reisekosten und der starken Konkurrenz aus anderen Ländern.

Seine Warnung war drastisch: Man müsse das Thema ernst nehmen, auch wenn es kurzfristig erscheine, sonst werde aus einem kurzfristigen Problem ein dauerhafter Schaden

Thienprasit Chaiyapatranun, Präsident des Thailändischen Hotelverbands, forderte die Regierung ebenfalls auf, mehr gegen die Sicherheitsbedenken chinesischer Touristen zu unternehmen. Die TAT kündigte an, mit Hotels und Restaurants zusammenzuarbeiten, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken.

Diese Mega-Projekte sollen Thailand retten

Die Experten sind sich einig: Ohne massive Investitionen in die Infrastruktur geht es nicht. Thienprasit Chaiyapatranun forderte eine bessere Flug-Verbindungen und eine bahnbrechende Idee: eine Eisenbahnverbindung zwischen ASEAN und China. Günstige Zugtickets, so seine Vision, könnten den Reiseverkehr revolutionieren.

Zudem müsse Thailand dringend mehr künstliche Attraktionen bauen, um mit Ländern wie Vietnam mithalten zu können. Man dürfe sich nicht nur auf die natürlichen Reize ausruhen.

Trotz aller Krisenstimmung gibt es auch Grund zur Hoffnung. Der Hotelverbands-Präsident betonte, dass Thailand für chinesische Reisende immer noch zu den Top-Drei-Reisezielen gehöre. Mit konzertierten Aktionen aller Beteiligten – der Regierung, der Fluglinien und der Hoteliers – könnte Thailand innerhalb weniger Monate das verlorene Vertrauen zurückgewinnen und wieder die Nummer Eins im ASEAN-Tourismus werden.

Reicht Image allein – oder braucht das Land endlich echte Reformen?

Beim großen Roundtable prallen die Einschätzungen aufeinander: Ja, die Langstrecke brummt. Ja, Social-Media-Bilder verkaufen das Land weiter als freundlich und sicher. Aber gleichzeitig bleibt die Lücke aus China riesig – und Experten schlagen Alarm. Ohne klare Sicherheitsstrategie, mehr Flüge und neue Attraktionen könnte der Tourismus zwar weiterlaufen, aber den globalen Spitzenplatz verlieren. Die Frage, die im Raum hängt: Braucht das Land einfach besseres Marketing – oder einen radikalen Neustart des Systems?
👉 Was meinst du: Kosmetik oder Kurswechsel? Schreib’s in die Kommentare!

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Quelle: The Nation

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