Luxusvillen nie gebaut – Käufer verraten?

💰 Luxusvillen in Phuket – und plötzlich ist das Geld weg. Jetzt melden sich immer mehr Betroffene und ein Name aus der Politik wirft neue Schatten…

Luxusvillen nie gebaut – Käufer verraten?
Facebook/ Phuketandamannews
Google Werbung

PHUKET – Ein skrupelloser Immobilienhändler hat thailändische und ausländische Käufer um mehr als 100 Millionen Baht (ca. 2,5 Mio. Euro) betrogen. Er verkaufte Luxus-Poolvillen, die nie fertiggestellt wurden. Jetzt gerät ein lokaler Politiker ins Visier der Ermittlungen.

Opfer reisen nach Bangkok, um Hilfe zu suchen

Eine Gruppe verzweifelter Käufer reiste am 1. Dezember von Phuket nach Nonthaburi, um bei der Stiftung für die Wiederherstellung der Gerechtigkeit Hilfe zu suchen.

Sie hatten bereits bei der Thalang Polizeistation Anzeige erstattet, doch die Ermittlungen kamen nicht voran. Der mutmaßliche Täter, Chaiwat, leugnet jede Schuld und bricht den Kontakt ab.

Chaiwat gab sich als Besitzer der Firmen Alicha Grand und Alisha Property aus und behauptete, Eigentümer des Baulandes zu sein.

Schicksale: Von schwangerer Thailänderin bis 84-Jährige

Unter den Opfern ist die thailändische Frau Sariya und ihr kanadischer Ehemann. Sie zahlten eine Anzahlung von 3,3 Millionen Baht für eine 15-Millionen-Baht-Villa, in der sie mit ihrem ungeborenen Kind leben wollten.

Eine 84-jährige Dame, Phuangphen, zahlte sogar über 20 Millionen Baht in bar für ein Haus, das sie nach ihrer Rückkehr aus den USA mit ihrer Tochter teilen wollte. Der Bau war nicht einmal halb fertig.

„Wir vertrauten dem Projekt. Jetzt haben wir nichts“, klagt ein weiterer Käufer, Thongchai, der 15 Millionen Baht verlor.

Politischer Einfluss soll Ermittlungen blockieren

Die entscheidende Enthüllung: Das Land, auf dem die Villen stehen sollten, gehört angeblich einem einflussreichen lokalen Politiker aus einer großen Partei.

Die Opfer befürchten, dass dieser politische Einfluss die Ermittlungen blockiert oder den Fall unter den Teppich kehrt. „Es gibt einfach keinen Fortschritt“, sagt ein Geschädigter.

Der Anwalt der Opfer, Ronnarong Kaewphet, spricht von einem klaren Fall von Betrug und will nun bei der Regierung oder dem Zentralen Untersuchungsbüro (CIB) Beschwerde einreichen.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Lockmittel: Ausländische Models und leere Versprechen

Um Vertrauen zu erwecken, setzte das Projekt auf aufwändige Werbung mit ausländischen Models. Diese Professionalität überzeugte viele der ahnungslosen Käufer.

Nun stehen sie vor einem finanziellen Scherbenhaufen und halbfertigen Bauruinen. Ihr Traum vom Eigenheim in Thailand ist geplatzt.

Die Stiftung prüft nun rechtliche Schritte, um den politischen Druck zu umgehen und Gerechtigkeit für die Betrogenen zu erreichen. Der Skandal könnte noch größere Kreise ziehen.

🗣 Wer schützt wen – und wer schützt die Opfer?

Unvollendete Träume, leere Grundstücke, gebrochene Versprechen: Während normale Käufer ihr Erspartes verlieren, scheint ein politischer Schatten über dem Fall zu schweben. Warum kommt die Polizei nicht voran? Und wie tief reicht dieses Netzwerk wirklich?

💬 Eure Meinung: Politischer Einfluss – oder schlicht ein gigantischer Betrug, der endlich auffliegen muss?

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: The Thaiger

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.