PATTAYA, THAILAND – In einer jungen Kokosplantage im Bezirk Banglamung sind menschliche Skelettteile entdeckt worden, die offenbar seit 2 bis 3 Monaten unbemerkt in dem Gelände lagen. Ermittler behandeln den Fund nahe Khao Song Phi Nong als verdächtigen Todesfall, während forensische Untersuchungen zur Identität der vermutlich weiblichen Leiche laufen.
Ermittlungen am Fundort
Gegen 10.20 Uhr erhielt Pol. Lt. Col. Manot Thipwet, stellvertretender Ermittlungsleiter der Polizeiwache Bang Lamung, die Meldung über menschliche Knochen in einem Kokoshain an der Straße Ban Na Wang – Pong Saket in Moo 5.
Polizei, Spurensicherung der Region-2-Forensik in Chonburi, ein Arzt des Pattaya Pathumkhun Hospital sowie Helfer der Sawang Boriboon Foundation aus Pattaya rückten daraufhin gemeinsam zu dem abgelegenen Gelände aus.
Verstreute Überreste in der Plantage
In dem noch im Aufbau befindlichen Areal mit frisch gepflanzten jungen Kokospalmen fanden die Beamten verstreute menschliche Knochen, darunter einen Schädel, zwei Abschnitte der Oberarme, ein Beckenbein sowie mehrere kleinere Fragmente, die sich über 40 bis 50 Meter verteilten.
Nach ersten Einschätzungen am Fundort war die Person seit mindestens zwei bis drei Monaten tot, wobei in einem Umkreis von 100 bis 200 Metern keine weiteren größeren Knochenteile entdeckt wurden.
Frauenkleidung in der Nähe der Knochen
Etwa zehn Meter vom Schädel entfernt stießen die Ermittler auf eine Tasche mit sechs bis sieben Teilen vermeintlicher Frauenkleidung, deren Zusammenhang mit den sterblichen Überresten bislang unklar ist.
Bei einer ersten Bewertung deutete die geringe Größe des Schädels darauf hin, dass es sich wahrscheinlich um eine erwachsene Frau handelt, eine abschließende Identifizierung steht jedoch aus.
Traum des Arbeiters sorgt für Gesprächsstoff
Der Entdecker, der 23-jährige Laote Jamkat, berichtete der Polizei, er habe am Morgen beim Bewässern der jungen Bäume zunächst gedacht, es handle sich bei dem Schädel um ein künstliches Objekt, bis er beim Näherkommen die Echtheit erkannte und sofort seinen Arbeitgeber alarmierte.
Gegenüber The Pattaya News schilderte er zudem, in der Nacht zuvor habe er von einer Frau in weißer Kleidung mit Bobfrisur geträumt, die ihn mit den Worten „Ich bin hungrig, bitte gib mir etwas Reis“ um Essen gebeten und ihr Alter mit 26 Jahren angegeben habe, was ihn glauben lasse, dass ihr Geist ihn zu den Überresten geführt habe.
Hinweise von Anwohnern und Rolle von Streunern
Eine Hausbesitzerin, deren Grundstück nur drei Meter von einer der gefundenen Armknochen lag, erklärte, streunende Hunde hätten seit einigen Tagen auf dem Knochen herumgekaut, ohne dass jemand ahnte, dass er menschlich sein könnte, zumal weder Verwesungsgeruch noch andere Auffälligkeiten bemerkt worden seien.
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Die Frau gab an, in der Nacht vor dem Fund hätten die zahlreichen Streuner in der Gegend ungewöhnlich laut und anhaltend geheult, was einige Anwohner als Zeichen von Geistern interpretierten.
Forensische Analyse und weitere Schritte
Alle aufgefundenen Knochenfragmente wurden von der Polizei gesichert und zur detaillierten Untersuchung, einschließlich Identitätsfeststellung und Klärung der Todesursache, an das Institute of Forensic Science am Police General Hospital überstellt.
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die starke Verstreuung der Überreste vor allem auf Aktivitäten der vielen streunenden Hunde in dem Gebiet zurückzuführen ist, und setzen die Suche nach möglichen weiteren Knochen in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden fort.
Verdächtiger Fall mit übernatürlicher Note
Der ungewöhnliche Traumbericht des Arbeiters hat in der ländlichen Umgebung nahe Pattaya für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt und dem Fall eine übernatürlich anmutende Komponente gegeben.
Die Polizei behandelt den Tod dennoch als regulären verdächtigen Todesfall und will erst nach Vorliegen der forensischen Ergebnisse über mögliche Hintergründe und ein mögliches Fremdverschulden entscheiden.



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