KHON KAEN, THAILAND – Wissenschaft statt nur Händeschütteln: Botschafter Dr. Ernst Wolfgang Reichel besuchte die Khon Kaen Universität, um die deutsch-thailändische Forschung voranzutreiben. Es geht um Pandemievorsorge und Protein aus Insekten.
Berlin und Khon Kaen rücken näher zusammen
Der deutsche Botschafter Dr. Ernst Wolfgang Reichel suchte nicht nur den diplomatischen Austausch, sondern handfeste Ergebnisse. Gemeinsam mit Universitätspräsident Assoc. Prof. Charnchai Panthongviriyakul diskutierte er Strategien, um die akademische Brücke zwischen beiden Nationen zu verstärken. Denn für die Hochschule im Nordosten Thailands bleibt Deutschland ein wichtiger Partner für neue Ideen.
Dabei begrüßte eine Delegation aus Medizinern, Agrarwissenschaftlern und Absolventen deutscher Hochschulen den Gast. Diese Fachleute bilden das Rückgrat eines Netzwerks, das thailändischen Forschergeist mit deutscher Präzision verbindet. Reichel lobte die Universität als regionales Zentrum, das international anerkannte Standards setzt.
Forscher jagen gemeinsam nach dem nächsten Virus
Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt im medizinischen Sektor. Die Fakultät für Medizin arbeitet eng mit dem Universitätsklinikum Heidelberg zusammen. In den Projekten PANDA und PANDASIA analysieren Experten, wie sich Gesellschaften besser auf kommende Krankheitswellen vorbereiten können.
Gleichzeitig stärken diese Initiativen das Wissen über biologische Gefahren in Südostasien. Internationale Stiftungen finanzieren diesen Austausch, weil sie das globale Potenzial dieser Partnerschaft schätzen. So entwickelt sich Khon Kaen zu einem Vorposten im Kampf gegen weltweite Gesundheitskrisen.
Die Bioökonomie landet auf dem Teller
Besonders beeindruckte den Botschafter der Blick in die Zukunft der Landwirtschaft. Die Forscher in Khon Kaen züchten die Schwarze Soldatenfliege als alternative Proteinquelle. Was für Laien nach einem Nischenthema klingt, gilt in der Bioökonomie als wichtiger Schritt gegen den weltweiten Hunger.
Denn die Fliegenlarven wandeln Abfälle effizient in wertvolle Nährstoffe um. Diese Methode schont Ressourcen und bietet Lösungen für eine wachsende Weltbevölkerung. Das Projekt zeigt, wie angewandte Forschung direkt den Weg in die Wirtschaft findet.
Künstliche Intelligenz steuert die Insektenzucht
Hinter den Kulissen der Insektenfarm steckt moderne Technik. Das deutsche Bundesministerium für Forschung, Technologie und Weltraum unterstützt das Vorhaben. In einer Prototyp-Fabrik optimiert Künstliche Intelligenz die Produktion der Fliegenlarven im industriellen Maßstab.
Dabei steuert Software die klimatischen Bedingungen und überwacht das Wachstum der Tiere. Diese Verbindung aus thailändischer Biologie und deutscher Technik-Kompetenz schafft einen neuen Standard für nachhaltiges Wirtschaften. Reichel besichtigte die Anlage und sprach von einem Meilenstein für den ökologischen Umbau.
Botschafter sucht Dialog mit der nächsten Generation
Am International College sprach Reichel vor Hunderten Studenten über die deutsch-thailändischen Beziehungen. Er beschrieb Wissenschaft und Forschung als die wahren Treiber internationaler Kontakte. Dabei forderte er die Zuhörer auf, ihre eigenen Ideen in den weltweiten Austausch einzubringen.
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Der Dialog verlief lebhaft. Die Studierenden wollten wissen, wie sie selbst Teil der Austauschprogramme werden können. Für die Universität markiert dieser Besuch einen wichtigen Punkt auf dem Weg zu einer führenden internationalen Forschungsstätte in Asien.



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