BANGKOK, THAILAND – Das Handelsministerium rechnet nach einer gezielten Charmeoffensive bei einem der größten US‑Importeure mit neuen Exportchancen im Wert von fast 3,84 Milliarden Baht. Die Initiative soll die Position thailändischer Lebensmittel in den USA stärken und auf veränderte Zölle reagieren.
Schnelle Abschlüsse durch Sondermission
Die zuständige Handelsministerin Suphajee Suthumpun erklärte, die Ergebnisse gingen aus dem Projekt „Exclusive Incoming Mission“ hervor, das im Rahmen der Quick-Big-Win-Politik zur beschleunigten Exportausweitung aufgelegt worden sei.
Im Zuge dieser Mission seien Führungskräfte von Otis McAllister, dem größten Importeur von thailändischem Reis in den Vereinigten Staaten, bereits Anfang des Jahres zu direkten Gesprächen mit Produzenten ins Land geholt worden.
Millionenaufträge und weitere Verhandlungen
Nach Angaben des Ministeriums führten die Gespräche unmittelbar zu Bestellungen von sechs US‑Importeuren über 12,2 Millionen US‑Dollar, was rund 378,6 Millionen Baht entspricht.
Innerhalb eines Jahres sollen die Gesamtaufträge nach derzeitigen Erwartungen auf 123,8 Millionen US‑Dollar anwachsen, während über zusätzliche Lieferungen bereits weitere Verhandlungen vorbereitet werden.
Fokus auf Reis und Meeresprodukte
Besonders gefragt seien Sardinen in Dosen, Thunfisch in Dosen, Jasminreis und Chiliöl, die zu den Kernprodukten der nun vereinbarten Lieferungen gehörten.
Die US‑Partner hätten darüber hinaus Interesse an der Ausweitung auf weiteres Dosenmeeressen, Dosenobst, Trockenfrüchte sowie gereiften Reis, Bruchreis und Parboiled-Reis signalisiert.
Reaktion auf US-Zollpolitik
Suphajee betonte, der Einsatz sei Teil der Strategie, auf jüngst angekündigte US‑Zollanpassungen zu reagieren und neue Spielräume im Handel zu sichern.
Besonders wichtig sei eine stärkere Marktpräsenz in Segmenten, in denen die US‑Inlandsproduktion nicht ausreiche und thailändische Anbieter flexibel liefern könnten.
Stärkung der Ernährungssicherheit
„Größerer Zugang für thailändische Lebensmittelprodukte bedient nicht nur die Nachfrage der US‑Verbraucher, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen Thailand und den Vereinigten Staaten bei der Ernährungssicherheit“, sagte Suphajee.
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Das Handelsministerium setzt dabei auf die Rolle Thailands als etablierten Exporteur von Reis und verarbeiteten Lebensmitteln, um langfristige Lieferbeziehungen mit amerikanischen Abnehmern abzusichern.
Hintergrund des Projekts und der Partnerfirma
Die Generaldirektorin der Abteilung für internationale Handelsförderung, Sunanta Kangvalkulkij, erläuterte, das Projekt knüpfe an den Besuch von Suphajee in Los Angeles im November vergangenen Jahres an, bei dem sie Otis‑McAllister‑Chef Royce Nicolaisen getroffen habe.
Aus diesen Gesprächen sei die Zusage des Unternehmens hervorgegangen, nach Thailand zu reisen und dort direkt mit Produzenten über konkrete Geschäfte zu verhandeln.
Global agierender Mittler
Otis McAllister ist seit mehr als einem Jahrhundert als globaler Handelsvermittler aktiv und konzentriert sich auf die Belieferung der Gastronomie und des Reiseeinzelhandels, einschließlich von Produkten für Duty‑Free‑Shops an Flughäfen.
Auf dem US‑Markt importiert das Unternehmen Getreide und verarbeitete Lebensmittel nicht nur aus Thailand, sondern auch aus Vietnam, Peru, Pakistan, Ecuador, Italien, der Schweiz, den Niederlanden und Indien.



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