BANGKOK, THAILAND – Thailands Zentralfahnder haben Haftbefehle gegen den mutmaßlichen Anlagebetrüger „Ben Smith“ und seine Frau erwirkt und parallel umfangreiche Vermögenssperren in Milliardenhöhe abgesichert. Die Behörden sprechen von klaren Beweisen für einen grenzüberschreitenden Investmentbetrug und ermitteln wegen möglicher Geldwäschevergehen.
Haftbefehle und Razzien
Die Central Investigation Bureau (CIB) teilte am 2. März 2026 über ihre offizielle Facebook-Seite mit, dass für „Ben Smith“, der auch als Benjamin Bauerberger geführt wird, und seine Ehefrau Haftbefehle wegen mutmaßlichen grenzüberschreitenden Anlagebetrugs vorliegen.
Polizisten der CIB durchsuchten nach eigenen Angaben sechs Zielobjekte und firmenbezogene Standorte in Zentralregionen, stellten Beweismittel sicher und weiteten die Ermittlungen auf mögliche Geldwäsche-Delikte aus.
Beschlagnahmte Technik und verschwundenes Paar
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler nach CIB-Angaben insgesamt 13 Beweisstücke, darunter zwei Desktop-Computer, zwei iPads, fünf Mobiltelefone, zwei Laptops, Finanzunterlagen und sechs Firmensiegel.
Von dem international agierenden Fixer Mauerberger, der auch unter dem Namen „Ben Smith“ aufgetreten sein soll, und seiner thailändischen Frau fehlte an allen Orten jede Spur.
Milliardenvermögen eingefroren
Die Anti-Money Laundering Office (AMLO) hatte bereits zuvor über ihren Transaktionsausschuss angeordnet, Vermögenswerte im Umfeld von Ben Smith und seinem Netzwerk im Gesamtwert von mehr als 13 Milliarden Baht vorläufig einzufrieren.
Am 11. Februar 2026 beschlossen die Behörden, den Fall an die Staatsanwaltschaft zu übergeben, damit diese beim Zivilgericht beantragt, die vorläufige Vermögenssperre dauerhaft aufrechtzuerhalten.
Entscheidungen des Zivilgerichts
Am 27. Februar 2026 ordnete das Zivilgericht gestützt auf Section 55 des Anti-Money Laundering Act B.E. 2542 an, die betroffenen Vermögenswerte bis zu weiteren Entscheidungen vorläufig zu beschlagnahmen und einzufrieren, wobei der Generalsekretär der AMLO für Sicherung und Verwaltung zuständig ist.
Die Maßnahmen betreffen vier Komplexe, darunter ein Verfahren gegen Ms. Tangthai, Mr. LEAK YIM, Ms. Warinya, Mr. SMITH BEN und Ms. Catriya mit einem geschätzten Volumen von rund 12.123 Millionen Baht sowie weitere Fälle mit den Beschuldigten Chen Zhi, Kok An und Uea Angkoon im Umfang von jeweils 345, 560 und 46 Millionen Baht.
Vorwürfe und geschädigte Investoren
Nach Angaben der CIB werfen Geschädigte dem Paar vor, sie zwischen 2016 und 2022 in mehrere fehlgeschlagene oder mutmaßlich betrügerische Projekte gelockt zu haben, darunter Immobilien-, Energie- und Privatjet-Investments mit einem Gesamtschaden von etwa einer Milliarde Baht.
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Mauerberger, ein Staatsangehöriger Südafrikas, soll zudem enge Verbindungen zu in Kambodscha angeklagten Betrugsakteuren wie Yim Leak, Kok An und Chen Zhi, dem Vorsitzenden der Prince Holding Group, haben, gegen deren Bitcoin-Bestände in Höhe von rund 15 Milliarden US-Dollar das US-Justizministerium im Oktober des Vorjahres die bislang größte Einziehungsmaßnahme eingeleitet hat.
Milliardenschwerer Betrug – was steckt dahinter?
Haftbefehle, sechs Razzien, eingefrorene Milliarden-Beträge. Die Ermittler sprechen von klaren Beweisen für grenzüberschreitenden Investment-Betrug.
Glaubst du, dass hier ein internationales Netzwerk zerschlagen wird? Oder ist das erst der Anfang eines noch größeren Skandals? Was denkst du über die Rolle der Behörden und die Milliarden-Summen? Schreib deine Einschätzung jetzt in die Kommentare.



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