Thai-Massage-Offensive – Staat plant neue Standards

🌿 Von Image bis Ausbildung: Das Gesundheitsministerium reformiert die traditionelle Thai-Massage grundlegend – mit Hybrid-Training, neuer Einstufung und mehr Bezahlung für Spezialisten. Reicht das, um den Fachkräftemangel zu stoppen?

Thai-Massage-Offensive - Staat plant neue Standards
Bangkok Post
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BANGKOK, THAILAND – Die Abteilung für Thai-Traditions- und Alternativmedizin (DTAM) will die Thai-Massage-Branche grundlegend aufpolieren und zugleich schärfer regulieren. Neue Ausbildungswege, digitale Ausweise und höhere Sätze sollen Vertrauen schaffen und den Personalmangel stoppen.

Branche mit Milliardenwert, aber wackligen Standards

Die DTAM bezifferte den jährlichen Wert der Massage- und Wellnesswirtschaft auf rund 200 Milliarden Baht und verwies zugleich auf Lücken bei Regeln und Kontrolle.

Nach Angaben von Somsak Krichai, Vize-Generaldirektor der DTAM, leidet der Markt außerdem unter stark schwankender Servicequalität, was dem Ruf der Branche schade.

Personalmangel nach Covid – Touristenorte besonders betroffen

Nach der Pandemie verließen laut DTAM zwischen 30.000 und 50.000 Beschäftigte aus Massage und Spa die Branche, während im therapeutischen Segment rund 20.000 Fachkräfte fehlten.

Besonders spürbar sei die Lücke in großen Touristenzielen, wo Nachfrage und Erwartung an Professionalität am höchsten sind.

Hybrid-Ausbildung – Theorie online, Praxis im Krankenhaus

Um schneller und einheitlicher auszubilden, führte die DTAM ein Hybrid-Trainingsprogramm ein, bei dem die Theorie online gelernt wird.

Die Praxis folgt anschließend in öffentlichen Krankenhäusern landesweit, damit Kompetenzen standardisiert geprüft werden und Absolventen direkt an lokale Betriebe vermittelt werden können.

Drei Stufen – und eine klare Ansage an die Anbieter

Die Behörde teilte Dienstleister in drei Ebenen ein: Gesundheitsförderer mit mindestens 150 Ausbildungsstunden, Spezialisten sowie lizenzierte Profis mit mindestens vier Jahren Ausbildung.

Damit will die DTAM die Erwartungen für Kunden sichtbarer machen und zugleich eine Struktur schaffen, die Fortbildung und Spezialisierung belohnt.

Mehr Geld pro Stunde – Qualität zählt

Für Spezialisten, die sieben Symptomgruppen abdecken, sollen die Sätze von etwa 250 Baht auf rund 450 Baht pro Stunde steigen.

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Die Anpassung sei mit dem National Health Security Office (NHSO) vereinbart und folge dem Prinzip pay by skill and quality, um Weiterbildung attraktiver zu machen und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken.

Digitale ID und zentrale Datenbank gegen schwarze Schafe

Parallel entwickelt die DTAM digitale Ausweise für Thai-Massage-Praktiker und eine zentrale Datenbank, über die Identität und Qualifikationen überprüfbar werden.

Das System soll mit Behörden verknüpft werden, die gesundheitsbezogene Leistungen verwalten, um Prüfungen und Erstattungen nachvollziehbarer zu machen.

Phuket als Wellness-Schaufenster – Gipfel mit 70 Ländern

Im November will das Land den Global Wellness Summit 2026 in Phuket ausrichten und damit Branchenführer aus mehr als 70 Ländern anziehen.

Gezeigt werden sollen traditionelle Medizin, Massage, Kräuterprodukte und Gesundheitstourismus, um die eigene Wellness-Marke international sichtbarer zu platzieren.

Tourismus-Routen durch alle Provinzen – Kräuter als Soft Power

Separat treibt das Department of Health Service Support Wellness- und Medizintourismus-Routen durch alle 77 Provinzen voran.

Dahinter steht die Idee, zertifizierte Kliniken, Spas, Kräuterläden, Wellness-Restaurants und Naturtherapien zu verknüpfen und Kräuter sowie Massage als gesundheitsbezogene Soft Power zu nutzen.

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Quelle: Bangkok Post

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