LAEM CHABANG, THAILAND – Thailändische Zollfahnder haben 1,6 Tonnen getrocknete Cannabisblüten im Tiefseehafen Laem Chabang abgefangen. Die Drogen waren in zwei Exportcontainern zwischen Decken und Bettbezügen versteckt und sollten in die Niederlande verschifft werden.
Tarnten ihren Schmuggel als Textillieferung
Der Fund gelang am Montag bei einer gemeinsamen Kontrolle von Zollbeamten mit Vertretern der Reederei und der Hafenbehörde. Offiziell deklariert war die Fracht als harmlose Haushaltsware.
Laut den Papieren sollten 626 Pakete mit einem Gesamtgewicht von knapp 32,4 Tonnen verschifft werden. Die Zollbeamten schauten genauer hin und entdeckten die Tarnung.
Geschätzte 16 Millionen Baht Wert
Zwischen den angemeldeten Waren stießen die Ermittler auf die gepressten Cannabisblüten. Der Straßenverkaufswert des Rauschgifts wird von den Behörden auf rund 16 Millionen Baht taxiert.
Die gesamte illegale Ladung und die als Tarnung genutzte Textilware wurden umgehend als Beweismittel sichergestellt.
Anklage: Falsche Zollerklärung
Dem noch nicht namentlich genannten Exporteur droht eine Strafverfolgung wegen Abgabe einer falschen Zollanmeldung. Das teilte die thailändische Zollbehörde am Dienstag mit.
Die Beamten prüfen weitere Verstöße. Im Raum stehen Anklagen nach dem Gesetz zum Schutz und zur Förderung der Weisheit der traditionellen thailändischen Medizin.
Cannabis seit 2025 kontrolliertes Kraut
Diese Rechtsgrundlage greift in Verbindung mit einer Bekanntmachung des Gesundheitsministeriums aus dem Jahr 2025. Seither wird Cannabis in Thailand offiziell wieder als kontrolliertes Kraut eingestuft.
Ein Export der Blüten in diesem Umfang ist damit ohne Sondergenehmigung strikt untersagt. Die Zollbehörde hat die Ermittlungen zur Identifizierung weiterer Netzwerkmitglieder eingeleitet.
Beweismaterial gesichert – Netzwerk im Fokus
Die beschlagnahmten Cannabisblüten und die Tarnware bleiben unter Verschluss der Ermittler. Sie dienen als zentrale Beweisstücke für das bevorstehende Verfahren.
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Die Zollfahnder weiten ihre Untersuchungen jetzt aus. Ziel ist es, alle Mitglieder dieses Schmugglernetzwerks zu identifizieren und vor Gericht zu bringen.

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