BANGKOK, Thailand – Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit breitet sich in der Regenzeit und zum Beginn des Schuljahres vor allem unter kleinen Kindern aus. Bis zum 1. September wurden 53.362 Fälle und ein Todesfall registriert. Schulen und Kinderbetreuungsstellen sollen Kinder täglich kontrollieren. Eltern sollen ihre Kinder regelmäßig beobachten und Erkrankte zu Hause lassen.
53.362 Fälle seit Jahresbeginn
Nach Angaben des digitalen Krankheitsüberwachungssystems der Abteilung für Epidemiologie wurden vom 1. Januar bis zum 1. September 53.362 Erkrankungen erfasst. Ein Mensch starb, die Sterberate lag bei 0,002 je 100.000 Einwohner.
Am häufigsten betroffen waren Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren. Danach folgten die Gruppen der 5- bis 9-Jährigen und der 10- bis 14-Jährigen. 5.408 Erkrankte mussten im Krankenhaus behandelt werden. Insgesamt liegt die Zahl der Fälle 2026 unter der des Vorjahres.
Enge Kontakte fördern Ausbrüche
Die Krankheit tritt bei kleinen Kindern in der Regenzeit häufiger auf. In Schulen und Kinderentwicklungszentren kommt es in mehreren Gebieten zu gebündelten Ausbrüchen.
Gemeinsame Aktivitäten und Gegenstände, die von mehreren Kindern berührt werden, können die Ausbreitung der Erreger begünstigen. Die Abteilung für Krankheitskontrolle ruft Einrichtungen und Eltern deshalb zu genauer Beobachtung und konsequenten Schutzmaßnahmen auf.
Diese Symptome sollten Eltern kennen
Typisch sind Fieber sowie Wunden oder rote Knötchen im Mund, etwa auf der Zunge, am Gaumen oder an der Wangenschleimhaut. Auch Ausschlag oder klare Bläschen an Handflächen, Fußsohlen, am Körper oder am Gesäß können auftreten.
Kleine Kinder sind häufig quengelig, verweigern Essen oder Milch, haben mehr Speichel oder klagen über Schmerzen im Mund. Eltern sollten ihre Kinder besonders vor dem Gang zur Schule oder in eine Betreuungseinrichtung auf solche Anzeichen prüfen.
Kranke Kinder müssen zu Hause bleiben
Bei Fieber mit Schmerzen im Mund, Wunden oder roten Knötchen, geringer Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme oder Ausschlag und Bläschen an Händen, Füßen, am Gesäß oder anderen Körperstellen sollten Eltern das Kind ärztlich untersuchen lassen.
Erkrankte Kinder sollen zu Hause bleiben und fünf Schultage aussetzen oder bis sie wieder vollständig gesund sind. Sie dürfen nicht in die Schule oder an Orte gebracht werden, an denen sich viele Kinder aufhalten.
Schwere Symptome sofort abklären lassen
Bei hohem Fieber, sehr geringer Aufnahme von Essen und Wasser, zunehmender Teilnahmslosigkeit, Krämpfen, starkem Erbrechen oder angestrengter Atmung müssen Eltern sofort einen Arzt aufsuchen.
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Diese Anzeichen können auf schwere Komplikationen wie eine Gehirnentzündung oder eine Herzmuskelentzündung hindeuten. Solche Komplikationen können lebensgefährlich sein.
Schulen sollen täglich kontrollieren
Der stellvertretende Generaldirektor Dr. Direk Khamphaen gab dazu Empfehlungen für Schulen und Kinderentwicklungszentren.
Schulen und Kinderentwicklungszentren sollen jedes Kind vor Unterrichtsbeginn auf Fieber, Ausschlag, klare Bläschen sowie Wunden oder rote Knötchen im Mund prüfen. Wird ein krankes Kind entdeckt, sollen die Eltern es abholen und ärztlich vorstellen.
Die Einrichtung soll außerdem die zuständigen Gesundheitsbehörden informieren. Treten innerhalb einer Woche mindestens zwei Fälle in derselben Klasse auf, muss die betroffene Klasse mindestens einen Tag geschlossen werden. In dieser Zeit sollen die Räume gereinigt und die Kontrollen eine weitere Woche verschärft werden.
Reinigung und Händewaschen schützen
Klassenräume, Toiletten, Spielzeug, Lernmaterialien und andere gemeinsam benutzte Gegenstände sollen regelmäßig gereinigt werden. Dafür kommen geeignete Mittel wie Waschpulver, Spülmittel, Seife oder verdünnte Natriumhypochlorit-Lösung infrage. Die Angaben auf dem Produktetikett und die Sicherheitshinweise müssen beachtet werden.
Schulen sollen ausreichend Waschbecken und Seife bereitstellen. Kinder und Betreuungspersonal sollen mit Wasser und Seife richtig Hände waschen, vor allem vor dem Essen und nach dem Toilettengang.
Keine gemeinsamen persönlichen Gegenstände
Getränkegläser, Löffel, Gesichtstücher, Handtücher und Badetücher dürfen nicht gemeinsam benutzt werden. Erkrankte Kinder sollen von der Gruppe getrennt werden.
Wenn mehrere Kinder erkranken oder sich Fälle in der Einrichtung häufen, sollen Schulen die örtlichen Gesundheitsbehörden einschalten. Diese können die Lage bewerten, die Krankheitsfälle untersuchen und weitere Maßnahmen festlegen.
Gesundheitsbehörde bittet um Mithilfe
Die Abteilung für Krankheitskontrolle ruft Schulen, Eltern, Lehrer und Betreuungspersonal dazu auf, Kinder regelmäßig zu kontrollieren, auf gute Handhygiene zu achten und gemeinsam genutzte Gegenstände und Bereiche zu reinigen.
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Bei Fragen gibt die Hotline der Abteilung für Krankheitskontrolle unter der Nummer 1422 weitere Auskunft.

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